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FedWatch-Tool der CME zeigt 94,4%-Wahrscheinlichkeit für eineLeitzinserhöhung von 25 BP an
19.03.18 08:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Vor Sitzungen der US-Notenbank, in deren Verlauf wichtige geldpolitische Entscheidungen erwartet werden, ist häufig diese Argumentation zu hören: Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) könnten vielleicht noch ihre Meinung aufgrund von Fundamentaldaten ändern, die kurz vor dem Treffen zur Veröffentlichung anstehen, so die Analysten der Deutschen Bank.
Wer insgeheim erwartet habe, die erste US-Leitzinserhöhung des Jahres könne durch negative Ergebnisse der am Freitag bekannt gegebenen US-Industrieproduktion oder des Verbrauchervertrauens abgewendet werden, sei enttäuscht worden. Im Gegenteil: Die Februar-Industrieproduktion habe den stärksten Zuwachs der vergangenen vier Monate ausgewiesen, und das Vertrauen der US-Konsumenten sei auf ein 14-Jahres-Hoch gestiegen.
Das FedWatch-Tool der CME habe nach den Zahlen zwar "lediglich" eine Wahrscheinlichkeit von 94,4 Prozent für eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten angezeigt; für die meisten Marktteilnehmer sehe die Entscheidung aber nach einem "100-Prozenter" aus. Entsprechend hätten auch der US-Dollar und die US-Bondmärkte reagiert.
Ganz anders gestalte sich die Lage im Euroraum. Der Preisdruck in der Eurozone sei im Februar niedriger als erwartet ausgefallen; die Inflation habe sich seit Dezember vergangenen Jahres als rückläufig erwiesen. Auch der Anstieg der Arbeitskosten habe sich laut Eurostat erneut verlangsamt, was von der EZB kritisch beäugt werde.
Da es hierzulande von der Zinsseite her an eindeutigen Signalen gefehlt habe, hätten Euro-Händler eher auf die Entwicklung des Handelsstreits geschaut, der jetzt durch die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle entfacht worden sei. Impulse hierzu würden sich die meisten Akteure in den nächsten beiden Tagen erhoffen, da die äußerst umstrittene US-Handelspolitik auch auf dem G20-Treffen in Buenos Aires aufs Tapet kommen dürfte. Bereits im Vorfeld des Treffens hätten sich zahlreiche Offizielle warm geredet, indem sie darauf hingewiesen hätten, dass die verhängten US-Strafzölle den Grundsätzen der WTO widersprächen.
Auf der Suche nach neuer Ausrichtung würden EUR/USD-Händler zu Beginn der neuen Woche nach Südamerika (G20) schauen, bevor ihr Blick am Mittwoch gen Norden (FOMC) wandere. Die Schwellen, die überwunden werden müssten, um den Euro wieder dauerhaft in eine bestimmte Richtung zu bewegen, dürften dabei deutlich außerhalb der derzeit gültigen Konsolidierungszone (1,2155 bis 1,2555) lägen. (19.03.2018/alc/a/a)
Wer insgeheim erwartet habe, die erste US-Leitzinserhöhung des Jahres könne durch negative Ergebnisse der am Freitag bekannt gegebenen US-Industrieproduktion oder des Verbrauchervertrauens abgewendet werden, sei enttäuscht worden. Im Gegenteil: Die Februar-Industrieproduktion habe den stärksten Zuwachs der vergangenen vier Monate ausgewiesen, und das Vertrauen der US-Konsumenten sei auf ein 14-Jahres-Hoch gestiegen.
Ganz anders gestalte sich die Lage im Euroraum. Der Preisdruck in der Eurozone sei im Februar niedriger als erwartet ausgefallen; die Inflation habe sich seit Dezember vergangenen Jahres als rückläufig erwiesen. Auch der Anstieg der Arbeitskosten habe sich laut Eurostat erneut verlangsamt, was von der EZB kritisch beäugt werde.
Da es hierzulande von der Zinsseite her an eindeutigen Signalen gefehlt habe, hätten Euro-Händler eher auf die Entwicklung des Handelsstreits geschaut, der jetzt durch die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle entfacht worden sei. Impulse hierzu würden sich die meisten Akteure in den nächsten beiden Tagen erhoffen, da die äußerst umstrittene US-Handelspolitik auch auf dem G20-Treffen in Buenos Aires aufs Tapet kommen dürfte. Bereits im Vorfeld des Treffens hätten sich zahlreiche Offizielle warm geredet, indem sie darauf hingewiesen hätten, dass die verhängten US-Strafzölle den Grundsätzen der WTO widersprächen.
Auf der Suche nach neuer Ausrichtung würden EUR/USD-Händler zu Beginn der neuen Woche nach Südamerika (G20) schauen, bevor ihr Blick am Mittwoch gen Norden (FOMC) wandere. Die Schwellen, die überwunden werden müssten, um den Euro wieder dauerhaft in eine bestimmte Richtung zu bewegen, dürften dabei deutlich außerhalb der derzeit gültigen Konsolidierungszone (1,2155 bis 1,2555) lägen. (19.03.2018/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
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