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FOMC-Zinsentscheid im Fokus


20.03.19 11:30
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die britischen Inflationsdaten werden voraussichtlich am Morgen veröffentlicht, sodass das GBP eine erhöhte Volatilität aufweisen könnte, so die Experten von XTB.

Ölhändler würden den DoE-Bericht aufmerksam verfolgen, da die gestrigen API-Daten einen spürbaren Rückgang der Lagerbestände gezeigt hätten. Der wichtigste Punkt im heutigen Kalender sei jedoch der Zinsentscheid des FOMC sowie die anschließende Pressekonferenz von Jerome Powell. Sowohl der USD als auch andere Vermögenswerte dürften in den Abendstunden anormale Kursschwankungen erleiden, es sei also Vorsicht geboten.

Die britische Premierministerin werde sich Ende dieser Woche mit den EU-Staats- und Regierungschefs treffen, um über eine lange Verlängerung der Brexit-Frist zu diskutieren, nachdem die dritte bedeutsame Brexit-Abstimmung abgesagt worden sei. In der Zwischenzeit werde das britische Amt für nationale Statistiken die Preiswachstumsdaten für Februar veröffentlichen. Es werde erwartet, dass sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation unverändert bei 1,8% bzw. 1,9% im Jahresvergleich bleiben würden. Falls die tatsächlichen Daten ein schnelleres Tempo des Preiswachstums zeigen würden, könnte das GBP unterstützt werden, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass alle Brexit-Enthüllungen dazu führen könnten, dass Kursgewinne schnell abgegeben würden.

Die Erholung am Ölmarkt habe nachgelassen, da fehlende Nachrichten über das Handelsabkommen zwischen den USA und China die Unsicherheit über die Zukunft der Weltwirtschaft hätten steigen lassen. Die gestern veröffentlichten API-Schätzungen hätten einen stärker als erwarteten Rückgang der Lagerbestände gezeigt, aber es habe nicht ausgereicht, um bei Brent (OIL) und WTI (OIL.WTI) eine entscheidende Aufwärtsbewegung auszulösen. Die DoE-Daten würden genauer beobachtet, daher könnte die Bestätigung eines Rückgangs heute die Preise sogar nach oben treiben.

Es sei unwahrscheinlich, dass die Federal Reserve heute das Zinsniveau ändern werde. Es würden jedoch aktualisierte makroökonomische Prognosen sowie der "Dot-Plot"-Chart veröffentlicht. Die Punkte der Dezember-Sitzung hätten gezeigt, dass die FED plane, die Zinsen in diesem Jahr zweimal und im Jahr 2020 einmal zu erhöhen. Dennoch habe sich die Inflation verlangsamt und die untersuchten Messwerte hätten sich seitdem verschlechtert, und es sei nicht auszuschließen, dass die US-Notenbanker beschließen würden, ihre Prognosen zu senken. Die Pressekonferenz von Jerome Powell beginne eine halbe Stunde nach der Bekanntgabe des Zinsentscheids (19:30 Uhr). (20.03.2019/alc/a/a)