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FOMC-Sitzung dürfte der Höhepunkt dieser Woche sein
29.01.24 16:30
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am Dienstag/Mittwoch dürfte der Höhepunkt dieser Woche sein, aber sicherlich nicht das einzige wichtige Ereignis, so die Analysten von Postbank Research.
Die Analysten von Postbank Research würden davon ausgehen, dass die FED dem in der vergangenen Woche bestätigten Ansatz der EZB folgen werde, die Zinsen unverändert zu lassen, aber die Markterwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen im Anschluss durch offizielle Kommentare zu beeinflussen. Bei der Sitzung der Bank of England am Donnerstag (bei der keine Zinsänderung erwartet werde) werde möglicherweise ein ähnliches Vorgehen gewählt. Auch die Konjunkturdaten dieser Woche könnten dazu beitragen, die Zinserwartungen zu dämpfen.
Darüber hinaus handle es sich bei dieser Woche um die wichtigste Woche für die Berichtssaison des vierten Quartals in den USA, in der 39% der Marktkapitalisierung des S&P 500 ihre Zahlen vorlegen würden. Die Zuwächse des US-Aktienmarktes seit Jahresbeginn seien noch immer sehr ungleichmäßig verteilt. Wie im Jahr 2023 hätten Tech-Aktien (z.B. die "Magnificent 7") stark zugelegt, aber der gleichgewichtete S&P 500-Index sei seit Jahresbeginn rückläufig. Eine große Divergenz bestehe auch zwischen den Märkten der Industrieländer und den chinesischen Aktien, die sich nach der Ankündigung einiger offizieller Konjunkturmaßnahmen Ende letzter Woche nur zögerlich erholt hätten. Auch seien geopolitische Risiken keineswegs verschwunden und der US-Präsidentschaftswahlkampf dürfte nach den Vorwahlen der Demokraten und Republikaner in South Carolina am 3. Februar mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Märkte dürften weiterhin auf den Zeitpunkt und das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der FED und der EZB fixiert sein. Aber das sei natürlich nicht das einzige Problem. Die Wirkung von tatsächlichen oder erwarteten Zinssenkungen auf die Realwirtschaft sei letztlich wichtiger. Hinweise dazu habe die European Bank Lending Survey (BLS) gegeben, welche vergangene Woche veröffentlicht worden sei. Die Ergebnisse der BLS würden auf eine baldige Belebung der Kreditwirtschaft hindeuten und die deutliche Lockerung der Finanzierungsbedingungen in den letzten vier Monaten (durch niedrigere Zinsen, engere Rendite abstände und starke Aktienmärkte) sollte sich weiterhin auf vielfältige Weise auf die Kapitalmärkte auswirken. Die Zentralbanken würden sich daher wahrscheinlich auch mit diesem Thema befassen, und zwar nicht nur die EZB. Wenn die Zentralbanken den Märkten suggerieren würden, dass die geldpolitischen Veränderungen bereits auf die Realwirtschaft übertragen würden, könne dies zu einer Neubewertung künftiger Zinssenkungen durch die Marktteilnehmer führen. Aber auch nach den entgegenkommenden Kommentaren von EZB Präsidentin Lagarde nach der letzten Sitzung und den günstigen US-Inflationsdaten der letzten Woche sollten keine baldigen Zinssenkungen in der EU oder den USA erwartet werden. (29.01.2024/alc/a/a)
Die Analysten von Postbank Research würden davon ausgehen, dass die FED dem in der vergangenen Woche bestätigten Ansatz der EZB folgen werde, die Zinsen unverändert zu lassen, aber die Markterwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen im Anschluss durch offizielle Kommentare zu beeinflussen. Bei der Sitzung der Bank of England am Donnerstag (bei der keine Zinsänderung erwartet werde) werde möglicherweise ein ähnliches Vorgehen gewählt. Auch die Konjunkturdaten dieser Woche könnten dazu beitragen, die Zinserwartungen zu dämpfen.
Darüber hinaus handle es sich bei dieser Woche um die wichtigste Woche für die Berichtssaison des vierten Quartals in den USA, in der 39% der Marktkapitalisierung des S&P 500 ihre Zahlen vorlegen würden. Die Zuwächse des US-Aktienmarktes seit Jahresbeginn seien noch immer sehr ungleichmäßig verteilt. Wie im Jahr 2023 hätten Tech-Aktien (z.B. die "Magnificent 7") stark zugelegt, aber der gleichgewichtete S&P 500-Index sei seit Jahresbeginn rückläufig. Eine große Divergenz bestehe auch zwischen den Märkten der Industrieländer und den chinesischen Aktien, die sich nach der Ankündigung einiger offizieller Konjunkturmaßnahmen Ende letzter Woche nur zögerlich erholt hätten. Auch seien geopolitische Risiken keineswegs verschwunden und der US-Präsidentschaftswahlkampf dürfte nach den Vorwahlen der Demokraten und Republikaner in South Carolina am 3. Februar mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Märkte dürften weiterhin auf den Zeitpunkt und das Ausmaß künftiger Zinssenkungen der FED und der EZB fixiert sein. Aber das sei natürlich nicht das einzige Problem. Die Wirkung von tatsächlichen oder erwarteten Zinssenkungen auf die Realwirtschaft sei letztlich wichtiger. Hinweise dazu habe die European Bank Lending Survey (BLS) gegeben, welche vergangene Woche veröffentlicht worden sei. Die Ergebnisse der BLS würden auf eine baldige Belebung der Kreditwirtschaft hindeuten und die deutliche Lockerung der Finanzierungsbedingungen in den letzten vier Monaten (durch niedrigere Zinsen, engere Rendite abstände und starke Aktienmärkte) sollte sich weiterhin auf vielfältige Weise auf die Kapitalmärkte auswirken. Die Zentralbanken würden sich daher wahrscheinlich auch mit diesem Thema befassen, und zwar nicht nur die EZB. Wenn die Zentralbanken den Märkten suggerieren würden, dass die geldpolitischen Veränderungen bereits auf die Realwirtschaft übertragen würden, könne dies zu einer Neubewertung künftiger Zinssenkungen durch die Marktteilnehmer führen. Aber auch nach den entgegenkommenden Kommentaren von EZB Präsidentin Lagarde nach der letzten Sitzung und den günstigen US-Inflationsdaten der letzten Woche sollten keine baldigen Zinssenkungen in der EU oder den USA erwartet werden. (29.01.2024/alc/a/a)


