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FOMC-Protokoll: Zinssenkungen könnten sich verzögern
11.04.24 10:11
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls hatte der Markt bereits mit einem über den Erwartungen liegenden Verbraucherpreisindex (VPI) und einem enttäuschenden Ergebnis bei der Auktion 10-jähriger US-Treasuries zu kämpfen, so Daniel Siluk, Head of Global Short Duration & Liquidity Group bei Janus Henderson Investors.
Der unerwartete Anstieg des Verbraucherpreisindex sei der Hauptfaktor für den aktuellen Renditeanstieg gewesen.
Aus dem FOMC-Protokoll gehe hervor, dass sich fast alle Ausschussmitglieder über die notwendige Zinssenkung in diesem Jahr einig gewesen seien. Sie hätten jedoch betont, dass vor einer Zinssenkung ein größeres "Vertrauen" in den dauerhaften Zielpfad der Inflation erforderlich sei. Leider sei das von ihnen angestrebte Vertrauen in die Inflationsentwicklung aktuell nicht gestützt worden.
Marktteilnehmer, die eine Zinssenkung im Juni erwartet hätten, dürften solche Prognosen nun mit Vorsicht genießen. Dies gelte insbesondere mit Blick auf den VPI-Bericht für Mai, der am selben Tag wie die Juni-Sitzung des FOMC veröffentlicht werden solle. Infolgedessen hätten sich die Erwartungen für den Zeitpunkt einer ersten Zinssenkung verschoben - der Marktkonsens tendiere nun in Richtung September.
Darüber hinaus habe das Protokoll Einblicke in die Anpassungen bei der quantitativen Straffung (QT) und die Strategie zur Steuerung der Bilanzreduzierung geliefert. Das Federal Reserve Board habe aus den Erfahrungen der Bilanzreduzierung 2019 gelernt und die Absicht bekundet, das Tempo dieses Prozesses "ziemlich bald" zu drosseln. Es sei auch festgestellt worden, dass die FED die Tempoanpassungen lieber über ihre Bestände an Treasuries als über Mortgage-Backed Securities vornehmen möchte. (11.04.2024/alc/a/a)
Der unerwartete Anstieg des Verbraucherpreisindex sei der Hauptfaktor für den aktuellen Renditeanstieg gewesen.
Marktteilnehmer, die eine Zinssenkung im Juni erwartet hätten, dürften solche Prognosen nun mit Vorsicht genießen. Dies gelte insbesondere mit Blick auf den VPI-Bericht für Mai, der am selben Tag wie die Juni-Sitzung des FOMC veröffentlicht werden solle. Infolgedessen hätten sich die Erwartungen für den Zeitpunkt einer ersten Zinssenkung verschoben - der Marktkonsens tendiere nun in Richtung September.
Darüber hinaus habe das Protokoll Einblicke in die Anpassungen bei der quantitativen Straffung (QT) und die Strategie zur Steuerung der Bilanzreduzierung geliefert. Das Federal Reserve Board habe aus den Erfahrungen der Bilanzreduzierung 2019 gelernt und die Absicht bekundet, das Tempo dieses Prozesses "ziemlich bald" zu drosseln. Es sei auch festgestellt worden, dass die FED die Tempoanpassungen lieber über ihre Bestände an Treasuries als über Mortgage-Backed Securities vornehmen möchte. (11.04.2024/alc/a/a)


