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FOMC-Meeting und US-Handelsdefizit im Fokus
06.05.25 08:38
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Spannung vor dem heute beginnenden FOMC-Meeting ist groß, so die Analysten der Helaba.
So hätten sich Stimmungsindikatoren in der US-Wirtschaft zuletzt mehrheitlich eingetrübt, sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Unternehmen. Erst gestern sei aber ein solider ISM-Serviceindex bekannt gegeben worden, der weiterhin oberhalb der Expansionsschwelle liege. Das BIP-Wachstum sei indes zum Erliegen gekommen, die gesamtwirtschaftliche Leistung im ersten Quartal sogar leicht geschrumpft. Der Inflationsdruck habe bis zuletzt nachgelassen, der Arbeitsmarkt aber sei noch immer solide. Belastet habe die wirtschaftliche Entwicklung in starkem Maße der deutliche Anstieg des Außenhandelsdefizits.
Die neuen Zahlen zum US-Handelsbilanzsaldo würden heute veröffentlicht, und mit einem erneut hohen Fehlbetrag sei zu rechnen. Die von Trump angekündigten Zölle hätten bei den Importeuren zu Vorzieheffekten geführt, um Güter noch ohne zusätzliche Belastung einführen zu können. Da die importierten Waren teilweise die Lagerbestände erhöht hätten, würden die kommenden Monatswerte der Außenhandelsbilanz wohl niedriger ausfallen, zumal die inzwischen im Chinahandel eingeführten Zölle die Produkte in den USA verteuern würden, was den Absatz schmälern dürfte.
Noch sei unklar, inwieweit die zuvor importierten Güter ersetzt werden könnten. Geschehe dies durch US-Produktion, würden sich die Produkte lediglich verteuern - oder würden die Nachfrager schlicht auf den Erwerb verzichten?
Es sei diese hohe Verunsicherung über die Auswirkungen der Zollpolitik, die die Notenbank zunächst in einer abwartenden Haltung verharren lasse. Neben der eigentlichen Entscheidung sei die Kommunikation der Fed wichtig. Man erwarte, dass die FOMC-Mitglieder eine Vorfestlegung auf den weiteren Zinspfad vermeiden und wie bisher auf die Datenabhängigkeit der zukünftigen Entscheidungen verweisen würden. (06.05.2025/alc/a/a)
So hätten sich Stimmungsindikatoren in der US-Wirtschaft zuletzt mehrheitlich eingetrübt, sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Unternehmen. Erst gestern sei aber ein solider ISM-Serviceindex bekannt gegeben worden, der weiterhin oberhalb der Expansionsschwelle liege. Das BIP-Wachstum sei indes zum Erliegen gekommen, die gesamtwirtschaftliche Leistung im ersten Quartal sogar leicht geschrumpft. Der Inflationsdruck habe bis zuletzt nachgelassen, der Arbeitsmarkt aber sei noch immer solide. Belastet habe die wirtschaftliche Entwicklung in starkem Maße der deutliche Anstieg des Außenhandelsdefizits.
Noch sei unklar, inwieweit die zuvor importierten Güter ersetzt werden könnten. Geschehe dies durch US-Produktion, würden sich die Produkte lediglich verteuern - oder würden die Nachfrager schlicht auf den Erwerb verzichten?
Es sei diese hohe Verunsicherung über die Auswirkungen der Zollpolitik, die die Notenbank zunächst in einer abwartenden Haltung verharren lasse. Neben der eigentlichen Entscheidung sei die Kommunikation der Fed wichtig. Man erwarte, dass die FOMC-Mitglieder eine Vorfestlegung auf den weiteren Zinspfad vermeiden und wie bisher auf die Datenabhängigkeit der zukünftigen Entscheidungen verweisen würden. (06.05.2025/alc/a/a)


