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FED zieht Zügel ohne Greenspan-Rätsel an
15.03.17 07:30
Fulcrum Research
London (www.anleihencheck.de) - Ohne Zweifel. Die amerikanische Notenbank FED wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die geldpolitischen Zügel in den kommenden Monaten anziehen, so die Experten von Fulcrum Asset Management.
Und Investoren würden sich fragen, ob das so genannte "Greenspan-Rätsel" damit zurückkehren werde. Dieses "Rätsel" habe sich in den Jahren 2004 bis 2006 ereignet, als der Offenmarktausschuss der FED (FOMC) die kurzfristigen Zinsen um 425 Basispunkte erhöht habe, aber die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen gefallen seien.
"Obwohl dieser Vorgang damals wie ein Rätsel erschien, wissen wir heute, dass diese Kombination dadurch zustande kam, dass die Laufzeitprämie im Anleihenmarkt scharf gefallen war", sage Gavyn Davies - einer der Gründer und Chairman der Fulcrum Asset Management. In seiner Studie erkläre Davies, dass dieser Vorgang sich voraussichtlich in der kommenden Phase der geldpolitischen Straffung in den Jahren 2017 bis 2019 nicht mehr wiederholen werde. Zugegebenermaßen sei die Laufzeitprämie seit Beginn der geldpolitischen Lockerung (Quantitative Easing - QE) am oberen Ende der Spanne. Aber sie könne noch steigen, wenn die FED beginne, den Umfang ihrer Bilanz zu reduzieren. "Die Anleihenrenditen werden sich dieses Mal wohl eher im Gleichschritt mit den kurzfristigen Zinsen bewegen, aber die Zinskurve wird höchstwahrscheinlich flacher werden, wenn die FED mit ihren Aktionen beginnt", gebe sich Davies überzeugt. (Ausgabe vom 14.03.2017) (15.03.2017/alc/a/a)
Und Investoren würden sich fragen, ob das so genannte "Greenspan-Rätsel" damit zurückkehren werde. Dieses "Rätsel" habe sich in den Jahren 2004 bis 2006 ereignet, als der Offenmarktausschuss der FED (FOMC) die kurzfristigen Zinsen um 425 Basispunkte erhöht habe, aber die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen gefallen seien.
"Obwohl dieser Vorgang damals wie ein Rätsel erschien, wissen wir heute, dass diese Kombination dadurch zustande kam, dass die Laufzeitprämie im Anleihenmarkt scharf gefallen war", sage Gavyn Davies - einer der Gründer und Chairman der Fulcrum Asset Management. In seiner Studie erkläre Davies, dass dieser Vorgang sich voraussichtlich in der kommenden Phase der geldpolitischen Straffung in den Jahren 2017 bis 2019 nicht mehr wiederholen werde. Zugegebenermaßen sei die Laufzeitprämie seit Beginn der geldpolitischen Lockerung (Quantitative Easing - QE) am oberen Ende der Spanne. Aber sie könne noch steigen, wenn die FED beginne, den Umfang ihrer Bilanz zu reduzieren. "Die Anleihenrenditen werden sich dieses Mal wohl eher im Gleichschritt mit den kurzfristigen Zinsen bewegen, aber die Zinskurve wird höchstwahrscheinlich flacher werden, wenn die FED mit ihren Aktionen beginnt", gebe sich Davies überzeugt. (Ausgabe vom 14.03.2017) (15.03.2017/alc/a/a)


