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FED wird Leitzins im März 2022 erhöhen
09.02.22 09:42
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Angesichts der auf über 7% YoY gestiegenen Inflation hat die FED ihren angekündigten Pfad zur Straffung der Geldpolitik beschleunigt und versprochen, bereits im März den Leitzins anzuheben, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.
Es würden 2022 vier weitere Zinsschritte erwartet.
Im laufenden Jahr werde das BIP mit einer Rate von 3,4% und damit nicht ganz so dynamisch wachsen, wie die Analysten das bislang erwartet hätten (4,0%). Im vierten Quartal sei das BIP zwar mit einer überraschend hohen Rate von 6,9% (QoQ, annualisiert) gestiegen. Der Großteil dieses Zuwachses sei jedoch auf einen massiven Aufbau der Lagerbestände zurückzuführen gewesen, während der private Konsum mit einer Rate von 3,3% eher moderat gewachsen sei.
Wohnungsbauinvestitionen seien sogar zurückgegangen und die anderen Investitionen hätten mit einer Rate von nur 2,0% expandiert. Überraschend stark hätten die Exporte zugelegt (24,5%), aber auch die Importe hätten mit einem Zuwachs von 17,7% eine hohe Dynamik gezeigt. Für das erste Quartal sei ein Rückschlag zu erwarten, weil die Unternehmen ihre Produktion weniger stark ausweiten dürften, um die massiv aufgebauten Lagerbestände abzubauen.
Gemessen am Arbeitsmarkt starte das Jahr für die USA relativ erfreulich. So sei die Beschäftigung im Januar um 467.000 Personen gestiegen. Auch die parallel über Umfragen gemessene Beschäftigungsveränderung (household survey) habe einen deutlichen Beschäftigungszuwachs gezeigt. Da erfreulicherweise die Partizipationsrate um 0,3 Prozentpunkte auf 62,2% zugenommen habe, sei die Arbeitslosenrate im Ergebnis leicht gestiegen, auf 4,0% (Vormonat: 3,9%).
Die Inflation sei zuletzt weiter gestiegen. So liege die CPI Gesamtinflationsrate bei 7,1%, die von der FED stärker beobachtete PCE-Kernrate (anderes Konzept und ohne Energie und Lebensmittel) habe im Dezember bei 4,9% gelegen.
Die FED gewichte nunmehr die Kosten einer höheren Inflation in Form von Kaufkraftverlusten insbesondere für Geringverdiener höher als die möglichen negativen Konjunkturwirkungen als Folge von Zinserhöhungen. Eine Zinserhöhung im März sei von FED-Chef Jerome Powell so gut wie "versprochen" worden. Die Analysten würden von 25 BP ausgehen. Nach den guten Arbeitsmarktdaten würden sich die Stimmen mehren, die 50 BP für möglich halten würden. Insgesamt werde die FED in diesem Jahr nach Prognose der Analysten fünf Mal den Leitzins in 25-BP-Schritten anheben, sodass der Leitzins Ende 2022 bei 1,50% (oberes Ende der von der FED festgelegten Bandbreite) stehen dürfte. (Ausgabe vom 08.02.2022) (09.02.2022/alc/a/a)
Es würden 2022 vier weitere Zinsschritte erwartet.
Im laufenden Jahr werde das BIP mit einer Rate von 3,4% und damit nicht ganz so dynamisch wachsen, wie die Analysten das bislang erwartet hätten (4,0%). Im vierten Quartal sei das BIP zwar mit einer überraschend hohen Rate von 6,9% (QoQ, annualisiert) gestiegen. Der Großteil dieses Zuwachses sei jedoch auf einen massiven Aufbau der Lagerbestände zurückzuführen gewesen, während der private Konsum mit einer Rate von 3,3% eher moderat gewachsen sei.
Gemessen am Arbeitsmarkt starte das Jahr für die USA relativ erfreulich. So sei die Beschäftigung im Januar um 467.000 Personen gestiegen. Auch die parallel über Umfragen gemessene Beschäftigungsveränderung (household survey) habe einen deutlichen Beschäftigungszuwachs gezeigt. Da erfreulicherweise die Partizipationsrate um 0,3 Prozentpunkte auf 62,2% zugenommen habe, sei die Arbeitslosenrate im Ergebnis leicht gestiegen, auf 4,0% (Vormonat: 3,9%).
Die Inflation sei zuletzt weiter gestiegen. So liege die CPI Gesamtinflationsrate bei 7,1%, die von der FED stärker beobachtete PCE-Kernrate (anderes Konzept und ohne Energie und Lebensmittel) habe im Dezember bei 4,9% gelegen.
Die FED gewichte nunmehr die Kosten einer höheren Inflation in Form von Kaufkraftverlusten insbesondere für Geringverdiener höher als die möglichen negativen Konjunkturwirkungen als Folge von Zinserhöhungen. Eine Zinserhöhung im März sei von FED-Chef Jerome Powell so gut wie "versprochen" worden. Die Analysten würden von 25 BP ausgehen. Nach den guten Arbeitsmarktdaten würden sich die Stimmen mehren, die 50 BP für möglich halten würden. Insgesamt werde die FED in diesem Jahr nach Prognose der Analysten fünf Mal den Leitzins in 25-BP-Schritten anheben, sodass der Leitzins Ende 2022 bei 1,50% (oberes Ende der von der FED festgelegten Bandbreite) stehen dürfte. (Ausgabe vom 08.02.2022) (09.02.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


