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FED steht vor Herausforderungen


05.03.25 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank steht vor Herausforderungen, vor allem weil die politische Agenda der Republikaner sowohl für das Wachstum als auch für die Inflation die Risiken auf beiden Seiten erhöht hat, so die Analysten der Helaba.

Während die Schnellschätzung der Atlanta-FED nun von einem abrupten Ende des Wachstums künde, stünden die Einkaufsmanagerindices im Wachstumsbereich, noch. Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes habe die Erwartungen verfehlt und sei zurückgefallen, nachdem er erst zu Jahresbeginn wieder die Expansionsschwelle überwunden habe. Mit 50,3 Punkten liege der Industrieindex nur noch knapp darüber. Vor diesem Hintergrund sei der heute anstehende ISM-Dienstleistungsindex zu beachten. In der Schwächephase der Industrie der letzten beiden Jahre seien es die Dienstleistungen gewesen, die die US-Wirtschaft auf Expansionskurs gehalten und für eine solide Beschäftigungsentwicklung gesorgt hätten. Regionale Serviceumfragen würden für den abgelaufenen Monat ein gemischtes Bild zeigen. Per Saldo könnte der ISM-Serviceindex wieder leicht zulegen und so mit der Schnellschätzung zum Wachstum kontrastieren. Im Vorfeld dazu liefere der ADP-Report eine wichtige Indikation für den US-Arbeitsmarkt. Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht werde am Freitag veröffentlicht. Mit dem letzten Wert der wöchentlichen Zahl der Erstanträge deute sich eine weitere Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus an, sodass die Konsensschätzung für den ADP als weitgehend realistisch einzuschätzen sei. Neue Daten zu den Erstanträgen seien erst morgen im Kalender zu finden. In der Summe dürften die Marktteilnehmer wohl weiterhin auf Zinssenkungen der FED im Verlauf des Jahres setzen, ein Forcieren erscheine aber wenig wahrscheinlich. (05.03.2025/alc/a/a)