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FED signalisiert Zinspause


01.02.19 15:00
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die FED hat auf der letzten Sitzung eine Zinspause signalisiert: Bei robuster Konjunktur sieht das FOMC das aktuelle Zinsniveau als angemessen an, so die Analysten der National-Bank AG.

Eine unverändert moderate Inflationsentwicklung sowie die wirtschaftlichen Risiken außerhalb der USA seien hierbei laut FOMC maßgeblich gewesen. Die Analysten der National-Bank AG würden bei der Interpretation der Entscheidung nach wie vor eher die globalen Risiken denn eine nahende binnenwirtschaftliche Schwächephase als für diesen geldpolitischen Kurswechsel ausschlaggebend erachten: Die FED-Politik sei eben der geldpolitischezentrale Parameter weltweit, so dass hier auch eine globale Zinsvorgabe gemacht werden müsse. Binnenwirtschaftlich wären aus der Sicht gängiger geldpolitischer Modelle weitere Zinsschritte durchaus angemessen, wie sie ja noch im November letzten Jahres das Mehrheitsszenario gewesen seien. Wenn die Weltwirtschaft also wieder stärker Tritt fasse, werde auch die FED ihren Zinszyklus fortsetzen.

Mit Blick auf die Zinsentwicklung in Deutschland und Europa würden die Analysten der National-Bank AG erwarten, dass sich die derzeitige Entkopplung der Zinssätze fortsetze ggf. sogar noch weiter akzentuiere. Auf Jahressicht sei trotz der auch weiterhin aufwärtsgerichteten Kräfte an den internationalen Kapitalmärkten ein weit unterdurchschnittliches Renditeniveau knapp unter 0,7% für10-jährige Bundesanleihen zu erwarten. Mit Blick auf den weiteren Kurs der US-amerikanischen Notenbank würden die Analysten der National-Bank AG erwarten, dass die FED ihre schrittweise und datengetriebene Vorgehensweise fortsetzen werde. Schließlich bleibe die US-Wirtschaft in der Wahrnehmung der US-Notenbank sehr robust. Daher würden die Analysten erwarten, dass der Zinszyklus der FED noch lange nicht abgeschlossen sei. Für das Jahresende 2019 würden die Analysten der National-Bank AG weiterhin von einem spürbaren Anstieg der Renditen ausgehen, aufgrund der vorsichtigeren Haltung der FED würden sie ihre Prognose für die 10-jährigen Staatsanleihen in den USA aber marginal auf Werte um 3,3% auf Sicht der kommenden 12 Monate senken. (01.02.2019/alc/a/a)