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FED muss eine Gratwanderung vollziehen
26.07.16 14:54
Aberdeen Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Für eine Zinserhöhung in dieser Woche scheint es kaum eine Chance zu geben, so Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management, in seiner Einschätzung zur anstehenden FED-Entscheidung.
Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht im Juni, das britische Referendum und die vorsichtige Wortwahl der FED hätten die Chancen für eine Erhöhung praktisch vernichtet.
Es sei eine eigenartige Situation, weil die Faktoren, auf deren Basis die Experten zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr erwartet hätten, weiterhin vorhanden seien. Die Wirtschaft der USA wachse mit einer ordentlichen Geschwindigkeit, der Arbeitsmarkt sei in einer ziemlich guten Verfassung und das Lohnwachstum ziehe leicht an. Die Daten seit Juni seien stark, mit einem großen Zuwachs an Arbeitsplätzen und einer steigenden Inflation. Die finanzielle Lage nach der Brexit-Abstimmung habe sich sogar entspannt und die USA seien wahrscheinlich von diesem Schock ohnehin recht gut isoliert.
Das bedeute, dass die FED eine Gratwanderung vollziehen müsse. Sie müsse sich die Optionen offen halten, indem sie die Fortschritte in der wirtschaftlichen Entwicklung anerkenne, aber sie müsse auch ausreichend Zeit gewinnen, um zu analysieren, ob Risiken - wie beispielsweise durch den Brexit - zurückschlagen könnten. (26.07.2016/alc/a/a)
Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht im Juni, das britische Referendum und die vorsichtige Wortwahl der FED hätten die Chancen für eine Erhöhung praktisch vernichtet.
Es sei eine eigenartige Situation, weil die Faktoren, auf deren Basis die Experten zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr erwartet hätten, weiterhin vorhanden seien. Die Wirtschaft der USA wachse mit einer ordentlichen Geschwindigkeit, der Arbeitsmarkt sei in einer ziemlich guten Verfassung und das Lohnwachstum ziehe leicht an. Die Daten seit Juni seien stark, mit einem großen Zuwachs an Arbeitsplätzen und einer steigenden Inflation. Die finanzielle Lage nach der Brexit-Abstimmung habe sich sogar entspannt und die USA seien wahrscheinlich von diesem Schock ohnehin recht gut isoliert.
Das bedeute, dass die FED eine Gratwanderung vollziehen müsse. Sie müsse sich die Optionen offen halten, indem sie die Fortschritte in der wirtschaftlichen Entwicklung anerkenne, aber sie müsse auch ausreichend Zeit gewinnen, um zu analysieren, ob Risiken - wie beispielsweise durch den Brexit - zurückschlagen könnten. (26.07.2016/alc/a/a)


