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FED könnte quantitative Straffung früher beenden


18.02.19 13:30
BlueBay Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank FED wird in seinen nächsten Sitzungen klarstellen müssen, bis zu welchem Endpunkt die Bilanz der Notenbank weiter verkleinert wird, indem nicht mehr in auslaufende Tresuries und Mortgage Backed Securities (MBS) investiert wird, so die Experten von BlueBay Asset Management.

Schließlich habe die angestrebte Normalisierung der FED-Bilanz, die von der früheren FED-Chefin Janet Yellen eingeläutet worden sei, Investoren stärker als anfangs erwartet beschäftigt.

Die schrumpfende FED-Bilanz zusammen mit den Zinserhöhungen hätten zu einer Straffung der monetären und finanziellen Bedingungen geführt, die von einer überdurchschnittlich wachsenden US-Wirtschaft und der nahezu erreichten Vollbeschäftigung gerechtfertigt werde.

Damit der FOMC nun glaubwürdig behaupten könne, die Geldpolitik sei "datenabhängig" ausgerichtet und folge nicht einem vorgegebenen "Normalisierungspfad", müsse er die quantitative Straffung eher früher als später beenden. Geschehe dies nicht, werde es zu weiteren Phasen der Marktvolatilität kommen, weil Anleger das Risiko für wahrscheinlicher halten würden, dass es wie in früheren Straffungszyklen am Ende zu einer Rezession komme und nicht zur sanften Landung mit einer nachhaltigen Wachstumsrate. (18.02.2019/alc/a/a)