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FED kann Zinsanstieg nur temporär etwas bremsen
14.04.21 09:30
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am US-Rentenmarkt setzte sich der Renditeanstieg aus den Vormonaten fort, so die Experten von Union Investment.
In der Spitze hätten zehnjährige US-Schatzanweisungen zum Monatsende kurzzeitig über 1,75 Prozent rentiert. Zur Monatsmitte habe es noch nach einer Konsolidierung ausgesehen, die Verschnaufpause habe jedoch nur kurz gewährt. Ein Großteil des Renditeanstiegs dürfte wohl einer höheren Risikoprämie von US-Staatsanleihen zuzuschreiben sein. Schließlich steige die Staatsverschuldung derzeit rasant an. Im März sei der 1,9 Billionen schwere Biden-Plan verabschiedet worden. Kurze Zeit später habe die Planung für ein noch größeres Konjunkturpaket begonnen, das auch nur zum Teil mit Steuererhöhungen gegenfinanziert werden solle.
An der zwischenzeitlichen Marktberuhigung habe die US-Notenbank Federal Reserve (FED) einen großen Anteil gehabt. Trotz einer erhöhten Wirtschaftsprognose für das vierte Quartal 2021, die einen BIP-Zuwachs von 6,5 Prozent vorsehe, habe FED-Chef Jerome Powell die Gemüter etwas beruhigen können. Die FED werde so lange Anleihen ankaufen, bis substanzielle Fortschritte in der realen Wirtschaft (und nicht nur in den Prognosen), wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, erkennbar seien. Darüber hinaus sähen die US-Notenbanker kaum Inflationsdruck. Powell sei damit der Spagat zwischen lockerer Geldpolitik und positiven Wachstumsaussichten gelungen, ohne Befürchtungen eines zu frühen Rückzugs der FED bei ihren Ankäufen auszulösen.
Der Trend zu leicht steigenden Renditen dürfte sich noch etwas fortsetzen. Die Dynamik sollte jedoch abnehmen. Schließlich hätten US-Staatsanleihen inzwischen ein Renditeniveau erreicht, dass für einige Investoren wieder interessant geworden sei. Eine größere Nachfrage sei bereits aus Japan festzustellen gewesen. Für Buy-and-Hold-Investoren lasse sich mit einem US-Engagement ein merklicher Renditeaufschlag gegenüber den heimischen Staatsanleihen realisieren. Insofern sei mit einer gewissen eigenen Marktregulierung zu rechnen, die einen Bremseffekt habe. Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im März 1,3 Prozent an Wert verloren. (Ausgabe vom 13.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)
In der Spitze hätten zehnjährige US-Schatzanweisungen zum Monatsende kurzzeitig über 1,75 Prozent rentiert. Zur Monatsmitte habe es noch nach einer Konsolidierung ausgesehen, die Verschnaufpause habe jedoch nur kurz gewährt. Ein Großteil des Renditeanstiegs dürfte wohl einer höheren Risikoprämie von US-Staatsanleihen zuzuschreiben sein. Schließlich steige die Staatsverschuldung derzeit rasant an. Im März sei der 1,9 Billionen schwere Biden-Plan verabschiedet worden. Kurze Zeit später habe die Planung für ein noch größeres Konjunkturpaket begonnen, das auch nur zum Teil mit Steuererhöhungen gegenfinanziert werden solle.
An der zwischenzeitlichen Marktberuhigung habe die US-Notenbank Federal Reserve (FED) einen großen Anteil gehabt. Trotz einer erhöhten Wirtschaftsprognose für das vierte Quartal 2021, die einen BIP-Zuwachs von 6,5 Prozent vorsehe, habe FED-Chef Jerome Powell die Gemüter etwas beruhigen können. Die FED werde so lange Anleihen ankaufen, bis substanzielle Fortschritte in der realen Wirtschaft (und nicht nur in den Prognosen), wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, erkennbar seien. Darüber hinaus sähen die US-Notenbanker kaum Inflationsdruck. Powell sei damit der Spagat zwischen lockerer Geldpolitik und positiven Wachstumsaussichten gelungen, ohne Befürchtungen eines zu frühen Rückzugs der FED bei ihren Ankäufen auszulösen.
Der Trend zu leicht steigenden Renditen dürfte sich noch etwas fortsetzen. Die Dynamik sollte jedoch abnehmen. Schließlich hätten US-Staatsanleihen inzwischen ein Renditeniveau erreicht, dass für einige Investoren wieder interessant geworden sei. Eine größere Nachfrage sei bereits aus Japan festzustellen gewesen. Für Buy-and-Hold-Investoren lasse sich mit einem US-Engagement ein merklicher Renditeaufschlag gegenüber den heimischen Staatsanleihen realisieren. Insofern sei mit einer gewissen eigenen Marktregulierung zu rechnen, die einen Bremseffekt habe. Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen im März 1,3 Prozent an Wert verloren. (Ausgabe vom 13.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)


