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FED falkenhafter als gedacht
20.12.18 13:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der gestrige Handelstag stand zwar ganz im Zeichen der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Zuvor sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass sich die EU-Kommission und Italien über dessen Haushalt geeinigt hätten. Demnach werde Italien eine Neuverschuldung von 2,04 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2019 anstreben.
Wie vielerorts erwartet habe die US-Notenbank gestern Abend die Zielzone für die FED Funds einstimmig um weitere 25 Basispunkte auf 2,25 bis 2,50 Prozent angehoben. Allerdings habe der Offenmarktausschuss die Zinsprojektion, die sogenannten Dot-Plots, gegenüber seiner Vorhersage vom September leicht zurückgenommen. Danach solle es gemäß der Medianprognosen im kommenden Jahr nur noch zwei statt drei Zinsschritte geben. Für das Jahr 2020 würde schließlich noch eine Erhöhung folgen, so dass die prognostizierte Zielzone der FED Funds Ende 2020 bei 3,1 Prozent liegen und im Jahr 2021 auf diesem Niveau gehalten würde. Die Notenbank habe aber auch betont, die globalen Risiken seien gestiegen, und scheine sich insgesamt in Hinblick auf weitere schrittweise Zinserhöhungen nicht mehr ganz so sicher zu sein.
In ihrem Statement sei die FED bei ihrer bullishen Einschätzung der ökonomischen Situation in den USA geblieben. Indes: Für das reale Wirtschaftswachstum sei die mittlere Prognose für das Jahr 2018 auf 3,0 Prozent (-0,1%) gesenkt und für 2019 von 2,5 im September auf nunmehr 2,3 Prozent zurückgenommen worden. Für die beiden folgenden Jahre seien die Vorhersagen mit 2,0 bzw. 1,8 Prozent unverändert belassen worden. Diese Werte würden den Eindruck vermitteln, dass die Wachstumsdynamik in diesem und im kommenden Jahr zwar nicht ganz aufrechterhalten werden könne, die Wirtschaft mittelfristig aber dennoch moderat wachsen werde. Die Kerninflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE), die noch im September für die Jahre 2019 bis 2021 jeweils bei 2,1 Prozent gesehen worden sei, sei für alle drei Jahre auf 2,0 Prozent zurückgenommen worden.
In der Pressekonferenz habe die Kommentierung durch FED-Chef Jerome Powell nicht danach geklungen, als ob der FOMC den Zyklus der Zinserhöhungen demnächst für längere Zeit unterbrechen wolle. Tatsächlich sei die Inflation in diesem Jahr etwas niedriger als erwartet ausgefallen, aber die Änderungen bei den Prognosen hätten den Ausblick der Notenbanker nicht fundamental verändert. Zwar hätten die Projektionen einen moderat niedrigeren Zinspfad gezeigt, aber auf der anderen Seite, so Powell, gäbe es eine größere Gruppe (von FOMC-Mitgliedern), die nach wie vor von drei Zinserhöhungen im Jahr 2019 ausgehen würde. Am Ende des Tages hätten die Euro-Händler ihre bullishen Ambitionen deswegen wieder begraben müssen, aber die Gemeinschaftswährung habe nun immerhin einen Seitwärtspfad zwischen 1,1230/35 und 1,1525/30 eingeschlagen. (20.12.2018/alc/a/a)
Zuvor sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass sich die EU-Kommission und Italien über dessen Haushalt geeinigt hätten. Demnach werde Italien eine Neuverschuldung von 2,04 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2019 anstreben.
In ihrem Statement sei die FED bei ihrer bullishen Einschätzung der ökonomischen Situation in den USA geblieben. Indes: Für das reale Wirtschaftswachstum sei die mittlere Prognose für das Jahr 2018 auf 3,0 Prozent (-0,1%) gesenkt und für 2019 von 2,5 im September auf nunmehr 2,3 Prozent zurückgenommen worden. Für die beiden folgenden Jahre seien die Vorhersagen mit 2,0 bzw. 1,8 Prozent unverändert belassen worden. Diese Werte würden den Eindruck vermitteln, dass die Wachstumsdynamik in diesem und im kommenden Jahr zwar nicht ganz aufrechterhalten werden könne, die Wirtschaft mittelfristig aber dennoch moderat wachsen werde. Die Kerninflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE), die noch im September für die Jahre 2019 bis 2021 jeweils bei 2,1 Prozent gesehen worden sei, sei für alle drei Jahre auf 2,0 Prozent zurückgenommen worden.
In der Pressekonferenz habe die Kommentierung durch FED-Chef Jerome Powell nicht danach geklungen, als ob der FOMC den Zyklus der Zinserhöhungen demnächst für längere Zeit unterbrechen wolle. Tatsächlich sei die Inflation in diesem Jahr etwas niedriger als erwartet ausgefallen, aber die Änderungen bei den Prognosen hätten den Ausblick der Notenbanker nicht fundamental verändert. Zwar hätten die Projektionen einen moderat niedrigeren Zinspfad gezeigt, aber auf der anderen Seite, so Powell, gäbe es eine größere Gruppe (von FOMC-Mitgliedern), die nach wie vor von drei Zinserhöhungen im Jahr 2019 ausgehen würde. Am Ende des Tages hätten die Euro-Händler ihre bullishen Ambitionen deswegen wieder begraben müssen, aber die Gemeinschaftswährung habe nun immerhin einen Seitwärtspfad zwischen 1,1230/35 und 1,1525/30 eingeschlagen. (20.12.2018/alc/a/a)


