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FED erhöht den Leitzins, Anleihemärkte per saldo leicht im Plus
20.03.17 10:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Alles andere als überraschend hat die US-Notenbank FED am Mittwoch den Leitzins erhöht, so die Experten von Union Investment.
Die FED Funds Rate liege nun um 25 Basispunkte höher in einer Bandbreite von 0,75 bis 1,0 Prozent. Somit habe die FED wie erwartet einen weiteren Schritt zur Normalisierung ihrer Geldpolitik vollzogen. Zur Begründung sei die fortgesetzt positive wirtschaftliche Entwicklung angeführt worden, die auf mittlere Sicht zu Vollbeschäftigung und einer Preisentwicklung im Bereich des von der Notenbank gesetzten Inflationsziels von zwei Prozent führen sollte.
Dennoch hätten sich die amerikanischen Notenbanker, wie die Vorsitzende Janet Yellen in ihrem Statement habe erkennen lassen, durchaus weit weniger restriktiv gezeigt, als dies von den Marktteilnehmern im Vorfeld der Sitzung angenommen worden sei. Die Einschätzungen der FED-Mitglieder (FOMC) für ein angemessenes Leitzinsniveau hätten sich nur minimal nach oben verschoben. Für das laufende Jahr würden im Konsens drei Leitzinserhöhungen erwartet. Für 2018 und 2019 habe sich der Zinsanhebungspfad den jüngsten Einschätzungen zufolge sogar etwas verlangsamt. Die Experten würden dies dahingehend interpretieren, dass die jüngst angestoßene Diskussion zur Änderung der Reinvestitionspolitik und damit dem Abbau des Wertpapierportfolios der Notenbank zur Jahreswende 2017/2018 an Fahrt gewinnen werde. Diese Thematik sei von der FED-Vorsitzenden Yellen in der Pressekonferenz auch aktiv angesprochen worden, befinde sich aber bislang erst in der Anfangsphase.
Letztlich zeige der jüngste Schritt der FED, dass diese nunmehr ein deutliches höheres Vertrauen in die Entwicklung der US-Wirtschaft habe. Solange dies so bleibe, werde die FED nach Meinung der Experten weitere Zinsanhebungen vornehmen. Als Alternative wäre auch eine geldpolitische Straffung denkbar. Die Entscheidung, fällig werdende Anleihen und Zinserträge nicht mehr für weitere Wertpapierkäufe zu verwenden, dürfte aus ihrer Sicht Ende des Jahres getroffen werden.
Die Bank of England (BoE), die am Donnerstag getagt habe, habe ihre ultralockere Politik hingegen unverändert gelassen. Mit einer deutlichen Mehrheit von acht zu eins habe die BoE den Leitzins auf seinem historischen Tief bei 0,25 Prozent gelassen. Erstmals seit Anfang 2016 habe es angesichts der Gegenstimme allerdings keine einstimmige Entscheidung innerhalb der britischen Zentralbank gegeben.
US-amerikanische Staatsanleihen hätten verhalten auf die Zinserhöhung der FED reagiert. Aufgrund der klaren Erwartungshaltung der Marktteilnehmer habe die Rendite der richtungsweisenden Zehnjahrespapiere schon im Vorfeld der Sitzung die 2,6-Prozentmarke überschritten. Die sich dann als weniger restriktiv wie zunächst angenommen einzuschätzende Haltung der FED und auch der an den Finanzmärkten positiv aufgenommene Wahlausgang in den Niederlanden hätten die Renditen wieder fallen lassen. Letztlich hätten die Anleihemärkte gegenüber dem Vorfreitagsschluss überwiegend leicht im Plus gelegen.
Die deutsche Zinsstrukturkurve habe etwas flacher tendiert, da sich die Verzinsung im kurzen (aber noch deutlich negativen) Bereich etwas erhöhte und am langen Ende um einige Basispunkte zurückgebildet habe. Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit hätten renditeseitig knapp unterhalb von 0,5 Prozent notiert. Die US-Kurve hingegen habe sich über alle Laufzeiten hinweg um einige wenige Renditestellen nach unten verschoben. Die europäischen Peripheriemärkte für Staatsanleihen hätten stabil gelegen, während Unternehmensanleihen und vor allem Anleihen aus den Schwellenländern auf Gesamtmarktebene leicht hätten zulegen können. (Ausgabe vom 17.03.2017) (20.03.2017/alc/a/a)
Die FED Funds Rate liege nun um 25 Basispunkte höher in einer Bandbreite von 0,75 bis 1,0 Prozent. Somit habe die FED wie erwartet einen weiteren Schritt zur Normalisierung ihrer Geldpolitik vollzogen. Zur Begründung sei die fortgesetzt positive wirtschaftliche Entwicklung angeführt worden, die auf mittlere Sicht zu Vollbeschäftigung und einer Preisentwicklung im Bereich des von der Notenbank gesetzten Inflationsziels von zwei Prozent führen sollte.
Dennoch hätten sich die amerikanischen Notenbanker, wie die Vorsitzende Janet Yellen in ihrem Statement habe erkennen lassen, durchaus weit weniger restriktiv gezeigt, als dies von den Marktteilnehmern im Vorfeld der Sitzung angenommen worden sei. Die Einschätzungen der FED-Mitglieder (FOMC) für ein angemessenes Leitzinsniveau hätten sich nur minimal nach oben verschoben. Für das laufende Jahr würden im Konsens drei Leitzinserhöhungen erwartet. Für 2018 und 2019 habe sich der Zinsanhebungspfad den jüngsten Einschätzungen zufolge sogar etwas verlangsamt. Die Experten würden dies dahingehend interpretieren, dass die jüngst angestoßene Diskussion zur Änderung der Reinvestitionspolitik und damit dem Abbau des Wertpapierportfolios der Notenbank zur Jahreswende 2017/2018 an Fahrt gewinnen werde. Diese Thematik sei von der FED-Vorsitzenden Yellen in der Pressekonferenz auch aktiv angesprochen worden, befinde sich aber bislang erst in der Anfangsphase.
Die Bank of England (BoE), die am Donnerstag getagt habe, habe ihre ultralockere Politik hingegen unverändert gelassen. Mit einer deutlichen Mehrheit von acht zu eins habe die BoE den Leitzins auf seinem historischen Tief bei 0,25 Prozent gelassen. Erstmals seit Anfang 2016 habe es angesichts der Gegenstimme allerdings keine einstimmige Entscheidung innerhalb der britischen Zentralbank gegeben.
US-amerikanische Staatsanleihen hätten verhalten auf die Zinserhöhung der FED reagiert. Aufgrund der klaren Erwartungshaltung der Marktteilnehmer habe die Rendite der richtungsweisenden Zehnjahrespapiere schon im Vorfeld der Sitzung die 2,6-Prozentmarke überschritten. Die sich dann als weniger restriktiv wie zunächst angenommen einzuschätzende Haltung der FED und auch der an den Finanzmärkten positiv aufgenommene Wahlausgang in den Niederlanden hätten die Renditen wieder fallen lassen. Letztlich hätten die Anleihemärkte gegenüber dem Vorfreitagsschluss überwiegend leicht im Plus gelegen.
Die deutsche Zinsstrukturkurve habe etwas flacher tendiert, da sich die Verzinsung im kurzen (aber noch deutlich negativen) Bereich etwas erhöhte und am langen Ende um einige Basispunkte zurückgebildet habe. Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit hätten renditeseitig knapp unterhalb von 0,5 Prozent notiert. Die US-Kurve hingegen habe sich über alle Laufzeiten hinweg um einige wenige Renditestellen nach unten verschoben. Die europäischen Peripheriemärkte für Staatsanleihen hätten stabil gelegen, während Unternehmensanleihen und vor allem Anleihen aus den Schwellenländern auf Gesamtmarktebene leicht hätten zulegen können. (Ausgabe vom 17.03.2017) (20.03.2017/alc/a/a)
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