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FED bot Marktteilnehmern wenig Überraschendes


31.01.19 10:45
State Street

Boston (www.anleihencheck.de) - Die FOMC-Erklärung bot den Marktteilnehmern wenig Überraschendes, denn die FED hatte bereits in den ersten Januarwochen die Richtung vorgegeben und ihre Absicht telegrafiert, eine Pause im Zinserhöhungszyklus einzulegen, so Sophia Ferguson, Senior Portfoliomanager bei State Street Global Advisors.

Angesichts steigender konjunktureller Abwärtsrisiken und Inflationsraten von unter zwei Prozent biete das gegenwärtige Umfeld der FED die Chance, in ihrem Zinserhöhungszyklus Geduld zu zeigen. Die Konjunktur laufe zwar nach wie vor rund, doch die FED werde abwarten, wie sich ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten auf die Realwirtschaft auswirke, bevor sie die Leitzinsen weiter erhöhe.

Die abwartende Haltung der FED war nicht unbedingt überraschend angesichts der zugrundeliegenden Trends bei den Wirtschaftsdaten, die bei der Beschäftigung stark, ansonsten aber leicht schwächer tendieren, so Antoine Lesné, Leiter der EMEA-Strategie und des Research für SPDR ETFs.

Die Inflation sei relativ unter Kontrolle, weshalb dieses Umfeld einen vorsichtigeren Ton im Hinblick auf die geldpolitische Normalisierung rechtfertige, was auf weniger als zwei Zinserhöhungen im Jahr 2019 hindeute. Somit könnte sich der US-Dollar gegenüber anderen Währungen abschwächen, und die Renditen der US-Schatztitel würden auf der gesamten Kurve nach unten gehen, was vorteilhaft für die Assetklasse sei. Hiervon könnten auch in Landeswährung denominierte Schwellenländeranleihen profitieren. (31.01.2019/alc/a/a)