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FED bleibt erstaunlich moderat
22.03.18 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Dass die US-Notenbank die Zielzone für die FED Funds um einen Viertelprozentpunkt einstimmig auf 1,5 bis 1,75 Prozent angehoben hat, dürfte wohl niemanden überrascht haben, so die Analysten der Deutschen Bank.
Aber was den künftigen Zinspfad angehe, könnte es hier und da doch eine gewisse Enttäuschung gegeben haben - zumindest habe der US-Dollar einen Rücksetzer hinnehmen müssen. Denn die so genannten "Dot Plots", die Zinsprojektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC), würden für das Jahr 2018 im Mittel wie gehabt drei Zinsschritte vorsehen - mancherorts hätten sich Finanzmarktteilnehmer bereits auf die Ankündigung von vier Anhebungen eingerichtet. Dieser vierte Zinsschritt solle nun gemäß der Zinsprognosen erst 2019 stattfinden, sodass die FOMC-Mitglieder nunmehr im Mittel für das kommende Jahr drei statt zwei Zinserhöhungen vorsehen würden. Im Jahr 2020 solle die Mitte der Leitzins-Zielzone nun bei 3,4 Prozent, also 0,3 Prozent höher als noch im Dezember liegen.
Was den ökonomischen Ausblick angehe, erwarte der Ausschuss, dass die Wirtschaft mittelfristig moderat wachsen, aber nicht wie mancherorts befürchtet, sich überhitzen werde. Und das bei einem gleichzeitig starken Arbeitsmarkt. Demzufolge seien die Prognosen für das reale Bruttoinlandsprodukt für das laufende und das kommende Jahr um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte angehoben worden, während der Ausblick für 2020 im Mittel unverändert bleibe. Hinsichtlich der Kerninflation (gemessen an den persönlichen Konsumausgaben, PCE) bleibe es für das laufende Jahr bei einem Zuwachs von 1,9 Prozent, während dieser 2019 im Mittel leicht auf 2,1 Prozent ansteigen und auf diesem Niveau auch in Jahr 2020 verharren werde.
Während der Pressekonferenz habe der neue FED-Präsident Jerome Powell im Wesentlichen also nichts Neues präsentiert. Schließlich habe man sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass die FED hinsichtlich des Zinspfades eine Art Mittelweg suche und nicht zu "hawkish" aussehen möchte - Powell habe die Bedeutung der Dot Plots sogar etwas heruntergespielt. Was die Märkte angehe, habe der Euro recht deutlich reagiert und sich gestern nach der anfänglichen Schwächephase zu Beginn des Handelstages am Ende recht zügig wieder in Richtung der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2555 und 1,2555 bewegt. Diese Reaktion zeige überdies, dass man von der US-Notenbank offensichtlich falkenhaftere Töne erwartet habe. (22.03.2018/alc/a/a)
Aber was den künftigen Zinspfad angehe, könnte es hier und da doch eine gewisse Enttäuschung gegeben haben - zumindest habe der US-Dollar einen Rücksetzer hinnehmen müssen. Denn die so genannten "Dot Plots", die Zinsprojektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC), würden für das Jahr 2018 im Mittel wie gehabt drei Zinsschritte vorsehen - mancherorts hätten sich Finanzmarktteilnehmer bereits auf die Ankündigung von vier Anhebungen eingerichtet. Dieser vierte Zinsschritt solle nun gemäß der Zinsprognosen erst 2019 stattfinden, sodass die FOMC-Mitglieder nunmehr im Mittel für das kommende Jahr drei statt zwei Zinserhöhungen vorsehen würden. Im Jahr 2020 solle die Mitte der Leitzins-Zielzone nun bei 3,4 Prozent, also 0,3 Prozent höher als noch im Dezember liegen.
Was den ökonomischen Ausblick angehe, erwarte der Ausschuss, dass die Wirtschaft mittelfristig moderat wachsen, aber nicht wie mancherorts befürchtet, sich überhitzen werde. Und das bei einem gleichzeitig starken Arbeitsmarkt. Demzufolge seien die Prognosen für das reale Bruttoinlandsprodukt für das laufende und das kommende Jahr um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte angehoben worden, während der Ausblick für 2020 im Mittel unverändert bleibe. Hinsichtlich der Kerninflation (gemessen an den persönlichen Konsumausgaben, PCE) bleibe es für das laufende Jahr bei einem Zuwachs von 1,9 Prozent, während dieser 2019 im Mittel leicht auf 2,1 Prozent ansteigen und auf diesem Niveau auch in Jahr 2020 verharren werde.
Während der Pressekonferenz habe der neue FED-Präsident Jerome Powell im Wesentlichen also nichts Neues präsentiert. Schließlich habe man sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass die FED hinsichtlich des Zinspfades eine Art Mittelweg suche und nicht zu "hawkish" aussehen möchte - Powell habe die Bedeutung der Dot Plots sogar etwas heruntergespielt. Was die Märkte angehe, habe der Euro recht deutlich reagiert und sich gestern nach der anfänglichen Schwächephase zu Beginn des Handelstages am Ende recht zügig wieder in Richtung der Mitte seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2555 und 1,2555 bewegt. Diese Reaktion zeige überdies, dass man von der US-Notenbank offensichtlich falkenhaftere Töne erwartet habe. (22.03.2018/alc/a/a)


