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FED befeuert Stärke des US-Dollars
24.06.21 08:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Der US-Dollar wertete nach der Sitzung der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch stark auf, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
EUR/USD habe danach nahe 1,19 gehandelt, was einem Rückgang von 2% entspreche. Die Federal Reserve habe sich hawkisher als von vielen erwartet gezeigt, was insbesondere durch die geänderte Erwartungshaltung hinsichtlich erster Zinsanhebungen getragen worden sei.
Eine Mehrheit der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) betrachte nun die erste Zinserhöhung im Jahr 2023 als Basisszenario (zuvor 2024) und auch die Diskussion um eine Reduktion der Netto-Anleihekäufe sei initiiert worden. Demgegenüber habe die EZB zuletzt ihren aktuellen geldpolitischen Kurs günstige Finanzierungsbedingungen sicherzustellen bestätigt und jedwede Spekulation um eine baldige Reduktion der Anleihekäufe sei im Keim erstickt worden.
Die Erwartung einer früheren geldpolitischen Straffung habe zu einem sprunghaften Anstieg der Renditen im kurzen- bis mittleren Laufzeitensegment der US-Treasury-Kurve geführt. Verbunden mit einem Anstieg des Transatlantik-Spreads bei geringerem Durationsrisiko stärke dies den US-Dollar. Weiterhin habe die Federal Reserve den Zinssatz auf Überschussliquidität um 5 Basispunkte erhöht, was zu einem höheren Aufschlag bei kurzfristigen Geldmarktsätzen geführt habe.
Da die Analysten von einer Fortsetzung der zeitlichen Unterschiede der geldpolitischen Normalisierung ausgehen würden, würden sie die Sommermonate als eine Phase der US-Dollar-Stärke sehen. Erst wenn die EZB beginne, den Ausstieg aus ihren pandemiebedingten Maßnahmen vorzubereiten, was die Analysten erst gegen Ende des Jahres erwarten würden, sollte der Euro wieder an Wert gewinnen. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass EUR/USD in den kommenden Monaten in der Nähe des aktuellen Niveaus notieren werde (Q3'21: 1,20), auf 12-Monats-Sicht aber höher notieren werde (Q2'22: 1,23). (Ausgabe vom 23.06.2021) (24.06.2021/alc/a/a)
EUR/USD habe danach nahe 1,19 gehandelt, was einem Rückgang von 2% entspreche. Die Federal Reserve habe sich hawkisher als von vielen erwartet gezeigt, was insbesondere durch die geänderte Erwartungshaltung hinsichtlich erster Zinsanhebungen getragen worden sei.
Die Erwartung einer früheren geldpolitischen Straffung habe zu einem sprunghaften Anstieg der Renditen im kurzen- bis mittleren Laufzeitensegment der US-Treasury-Kurve geführt. Verbunden mit einem Anstieg des Transatlantik-Spreads bei geringerem Durationsrisiko stärke dies den US-Dollar. Weiterhin habe die Federal Reserve den Zinssatz auf Überschussliquidität um 5 Basispunkte erhöht, was zu einem höheren Aufschlag bei kurzfristigen Geldmarktsätzen geführt habe.
Da die Analysten von einer Fortsetzung der zeitlichen Unterschiede der geldpolitischen Normalisierung ausgehen würden, würden sie die Sommermonate als eine Phase der US-Dollar-Stärke sehen. Erst wenn die EZB beginne, den Ausstieg aus ihren pandemiebedingten Maßnahmen vorzubereiten, was die Analysten erst gegen Ende des Jahres erwarten würden, sollte der Euro wieder an Wert gewinnen. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass EUR/USD in den kommenden Monaten in der Nähe des aktuellen Niveaus notieren werde (Q3'21: 1,20), auf 12-Monats-Sicht aber höher notieren werde (Q2'22: 1,23). (Ausgabe vom 23.06.2021) (24.06.2021/alc/a/a)


