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Die FED an allen Fronten
28.08.18 10:30
La Financière de l´Echiquier
Paris (www.anleihencheck.de) - Aufgrund der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der US-Notenbank FED, der Veröffentlichung der Protokolle ihrer letzten Sitzung und des Symposiums von Jackson Hole - dessen Höhepunkt die Rede des FED-Vorsitzenden war - stand die US-Notenbank in der vergangenen Woche im Zentrum der Aufmerksamkeit, so Olivier de Berranger, Chief Investment Officer von La Financière de l'Echiquier.
Donald Trump habe die US-Institution erneut gerügt und die jüngsten Entscheidungen ihres Vorsitzenden Jerome Powell kritisiert: Trump habe erklärt, nicht mit der Fortsetzung der geldpolitischen Normalisierung gerechnet zu haben und die jüngsten Zinsanhebungen zu bedauern. Diese Angriffe seien eine Fortsetzung früherer Aussagen, in denen er der Zentralbank vorgeworfen habe, den USA "einen wichtigen Wettbewerbsvorteil" zu nehmen. Dem Vorwurf des US-Präsidenten habe der Vorsitzende der regionalen FED von Dallas indirekt mit einer am vergangenen Dienstag veröffentlichten Studie entgegnet. Darin habe er darauf verwiesen, dass die FED erst dann Zinsanhebungen aussetzen könne, wenn die kurzfristigen Zinssätze ein neutrales Niveau erreichen würden (das die Konjunktur weder bremse noch ankurbele), und dass dies noch drei bis vier weitere Anhebungen erfordere.
Diese Botschaft sei durch das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses bestätigt worden. Der von den FED-Mitgliedern in ihren Diskussionen angeschlagene Ton untermauere das Szenario einer bevorstehenden weiteren Zinsanhebung, vermutlich nach der September-Sitzung. Die Gouverneure hätten die Robustheit des Arbeitsmarktes sowie die hohen Wohnungsausgaben und Unternehmensinvestitionen betont. Überdies hätten sie deutlich gemacht, dass die neuesten Konjunkturdaten ihren Erwartungen entsprochen hätten und dass sich insbesondere die Lohninflation kaum beschleunige.
Unter anderem dieser letzte Punkt verhindere auch, dass der klassische Zusammenhang zwischen Sättigung des Arbeitsmarktes und dem Auftreten einer Lohninflation zu beobachten sei. Entsprechend habe dieses Thema auf der Konferenz von Jackson Hole, die dem Thema "Changing Market Structure and Implications for Monetary Policy" gewidmet gewesen sei, im Zentrum des Interesses gestanden. Der Begriff "Market" sei dabei weit gefasst gewesen, sodass auch der Handelskrieg und allgemein das Risiko von Protektionismus und dessen Auswirkungen auf die "Märkte" für Waren hätten erörtert werden können. Die mit Spannung erwartete Rede von Jerome Powell sei eher als zurückhaltend bewertet worden. (28.08.2018/alc/a/a)
Donald Trump habe die US-Institution erneut gerügt und die jüngsten Entscheidungen ihres Vorsitzenden Jerome Powell kritisiert: Trump habe erklärt, nicht mit der Fortsetzung der geldpolitischen Normalisierung gerechnet zu haben und die jüngsten Zinsanhebungen zu bedauern. Diese Angriffe seien eine Fortsetzung früherer Aussagen, in denen er der Zentralbank vorgeworfen habe, den USA "einen wichtigen Wettbewerbsvorteil" zu nehmen. Dem Vorwurf des US-Präsidenten habe der Vorsitzende der regionalen FED von Dallas indirekt mit einer am vergangenen Dienstag veröffentlichten Studie entgegnet. Darin habe er darauf verwiesen, dass die FED erst dann Zinsanhebungen aussetzen könne, wenn die kurzfristigen Zinssätze ein neutrales Niveau erreichen würden (das die Konjunktur weder bremse noch ankurbele), und dass dies noch drei bis vier weitere Anhebungen erfordere.
Diese Botschaft sei durch das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses bestätigt worden. Der von den FED-Mitgliedern in ihren Diskussionen angeschlagene Ton untermauere das Szenario einer bevorstehenden weiteren Zinsanhebung, vermutlich nach der September-Sitzung. Die Gouverneure hätten die Robustheit des Arbeitsmarktes sowie die hohen Wohnungsausgaben und Unternehmensinvestitionen betont. Überdies hätten sie deutlich gemacht, dass die neuesten Konjunkturdaten ihren Erwartungen entsprochen hätten und dass sich insbesondere die Lohninflation kaum beschleunige.
Unter anderem dieser letzte Punkt verhindere auch, dass der klassische Zusammenhang zwischen Sättigung des Arbeitsmarktes und dem Auftreten einer Lohninflation zu beobachten sei. Entsprechend habe dieses Thema auf der Konferenz von Jackson Hole, die dem Thema "Changing Market Structure and Implications for Monetary Policy" gewidmet gewesen sei, im Zentrum des Interesses gestanden. Der Begriff "Market" sei dabei weit gefasst gewesen, sodass auch der Handelskrieg und allgemein das Risiko von Protektionismus und dessen Auswirkungen auf die "Märkte" für Waren hätten erörtert werden können. Die mit Spannung erwartete Rede von Jerome Powell sei eher als zurückhaltend bewertet worden. (28.08.2018/alc/a/a)


