Erweiterte Funktionen

FED: Zinssenkung bereits im März unwahrscheinlich


07.02.25 09:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - FOMC-Mitglieder werden nicht müde darzulegen, dass bezüglich der mittelfristig avisierten Zinssenkungen keine Eile bestehe, so die Analysten der Helaba.

So habe zuletzt nicht nur Barkin darauf verwiesen, dass die FED Klarheit über die wirtschaftlichen Entwicklungen und die Inflationsperspektiven haben müsse, und auch über die politischen Entwicklungen und deren Folgen für Konjunktur und Preise. Eine Zinssenkung bereits im März werde marktseitig auch nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von rund 16% eskomptiert. Ein voller Zinsschritt (25 Basispunkte) sei erst mit der Julisitzung vollständig eingepreist. Dennoch seien die eingehenden Konjunkturdaten wichtig für die FED-Perspektive und so würden die offiziellen Arbeitsmarktdaten heute wohl eine hohe Aufmerksamkeit erfahren.

Die Vorgaben würden für eine solide Lage am US-Arbeitsmarkt sprechen. So weise der ADP-Report mit einem Stellenplus von 183 Tsd. im Januar auf anhaltende Beschäftigungszuwächse hin. Auch die geringe Zahl von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe spreche für eine robuste Situation. Allerdings gelte es zwei Dinge zu beachten: Zum einen stünden wie jedes Jahr die Benchmarkrevisionen an und zum anderen sei unklar, ob Winterstürme und Feuersbrünste einen negativen Effekt gehabt hätten. Die Helaba sei deshalb gegenüber der Konsensschätzung etwas verhaltener gestimmt. Die Arbeitslosenquote sollte derweil unverändert bleiben und die Lohnentwicklung weiter an Schwung verlieren. Mit diesen Ergebnissen wären wohl keine wesentlichen Impulse für die Zinssenkungserwartungen verbunden.

In Deutschland seien die Industrieproduktions- und Exportzahlen von Interesse. Die Auftragslage habe sich nach dem November-Schock wieder erholt, die quasi stagnierende Umsatzdynamik mahne aber vor zu viel Optimismus. (07.02.2025/alc/a/a)