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FED: Zinserhöhung ist im März immer noch möglich
02.02.17 12:36
State Street
Boston (www.anleihencheck.de) - Lee Ferridge, Leiter der Abteilung Multi-Asset-Strategy für Nordamerika bei State Street Global Markets und Antoine Lesné, Leiter SPDR ETF Strategy EMEA bei State Street Global Advisors, äußern sich zur Zinsentscheidung der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED).
Lee Ferridge: "Allgemeinen Erwartungen entsprechend beschloss das Federal Open Market Committee (FOMC) die US-Leitzinsen auf seiner heutigen Sitzung unverändert zu lassen. Die damit einhergehende Erklärung blieb im Vergleich von der im Dezember nahezu unverändert. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im März liegt bei 25 Prozent, was sich nach dieser neutral gehaltenen Erklärung nur unwesentlich ändern dürfte. Zwar hatten zuvor FED-Kommentatoren eine aggressivere Haltung vertreten, doch scheint die Unsicherheit hinsichtlich wirtschaftspolitischer Entscheidungen in den kommenden Monaten das FOMC bewogen zu haben, seine abwartende Haltung beizubehalten. Eine Zinserhöhung ist im März zwar immer noch möglich, wenn die Inflationsrate und die Inflationserwartungen in den kommenden Wochen erheblich ansteigen sollten, doch scheint die Sitzung im Juni jetzt der wahrscheinlichste Termin für die nächste Zinserhöhung in diesem Zyklus zu sein."
Antoine Lesné: "Mit diesem Szenario hatten wir gerechnet. Die abwartende Haltung der FED ist sinnvoll, bis Einzelheiten über die fiskalischen Konjunkturmaßnahmen bekannt werden. Darüber hinaus muss das Paket noch vom Kongress verabschiedet werden, weshalb die FED eine voreilige Zinserhöhung vermeiden wird. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung war bislang für Juni am höchsten. Zuvor hatten bereits einige FED-Kommentatoren eine aggressivere Haltung vertreten, um die Marktteilnehmer für den Fall einer schnelleren fiskalischen Stimulierung oder eines Überschießens der Inflation als Reaktion auf eine Zinserhöhung zu sensibilisieren. Dies würde insgesamt für die Märkte als leicht positiv eingeschätzt werden und könnte inflationsgebundene US-Schatztitel, die sogenannten Treasury Inflation Protected Securities (TIPS), weiter begünstigen, da sie Investoren die Möglichkeit bieten sich abzusichern, falls es im Frühjahr doch noch Überraschungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung geben sollte." (Ausgabe vom 01.02.2017) (02.02.2017/alc/a/a)
Lee Ferridge: "Allgemeinen Erwartungen entsprechend beschloss das Federal Open Market Committee (FOMC) die US-Leitzinsen auf seiner heutigen Sitzung unverändert zu lassen. Die damit einhergehende Erklärung blieb im Vergleich von der im Dezember nahezu unverändert. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im März liegt bei 25 Prozent, was sich nach dieser neutral gehaltenen Erklärung nur unwesentlich ändern dürfte. Zwar hatten zuvor FED-Kommentatoren eine aggressivere Haltung vertreten, doch scheint die Unsicherheit hinsichtlich wirtschaftspolitischer Entscheidungen in den kommenden Monaten das FOMC bewogen zu haben, seine abwartende Haltung beizubehalten. Eine Zinserhöhung ist im März zwar immer noch möglich, wenn die Inflationsrate und die Inflationserwartungen in den kommenden Wochen erheblich ansteigen sollten, doch scheint die Sitzung im Juni jetzt der wahrscheinlichste Termin für die nächste Zinserhöhung in diesem Zyklus zu sein."
Antoine Lesné: "Mit diesem Szenario hatten wir gerechnet. Die abwartende Haltung der FED ist sinnvoll, bis Einzelheiten über die fiskalischen Konjunkturmaßnahmen bekannt werden. Darüber hinaus muss das Paket noch vom Kongress verabschiedet werden, weshalb die FED eine voreilige Zinserhöhung vermeiden wird. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung war bislang für Juni am höchsten. Zuvor hatten bereits einige FED-Kommentatoren eine aggressivere Haltung vertreten, um die Marktteilnehmer für den Fall einer schnelleren fiskalischen Stimulierung oder eines Überschießens der Inflation als Reaktion auf eine Zinserhöhung zu sensibilisieren. Dies würde insgesamt für die Märkte als leicht positiv eingeschätzt werden und könnte inflationsgebundene US-Schatztitel, die sogenannten Treasury Inflation Protected Securities (TIPS), weiter begünstigen, da sie Investoren die Möglichkeit bieten sich abzusichern, falls es im Frühjahr doch noch Überraschungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung geben sollte." (Ausgabe vom 01.02.2017) (02.02.2017/alc/a/a)


