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FED: Zinserhöhung im Dezember keineswegs unausweichlich


22.09.16 11:43
Aberdeen Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Es war eigentlich schon eine ausgemachte Sache, dass es keine Zinserhöhung geben wird, so Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management.

Das Treffen habe in Wirklichkeit das Ziel gehabt, den Boden für eine Zinserhöhung im Dezember und für die darauffolgenden Schritte zu ebnen.

Eine Erhöhung im Dezember sei aber keineswegs unausweichlich. Man habe die Situation schon zuvor gehabt, dass die FED feuerbereit gewesen sei und im letzten Moment noch einmal zurückgezogen habe. Vor dem Dezembertermin lägen selbstverständlich auch noch die US-Wahlen. Diese könnten zu signifikanter Marktvolatilität führen und die FED abschrecken. Die simple Erwartung eines Zinsschrittes im Dezember könnte sogar ausreichen, um einen Ausverkauf an den Märkten hervorzurufen, was die FED dazu bewegen könnte, ihre Pläne auf Eis zu legen.

Was heute nicht angesprochen worden sei, seien die größeren Fragen, mit denen die FED konfrontiert sei. Die Entscheidungsträger würden langsam erkennen, dass sich die Struktur der Wirtschaft verändere und dies bedeute, dass die sogenannten unkonventionellen Maßnahmen der vergangenen Jahre zum künftigen Standard im Werkzeugkasten der Zentralbanken geworden seien. Dies habe deutlich weitreichendere Implikationen als das genaue Timing des nächsten Zinsschrittes, da es bedeute, dass die Bank of Japan, die FED und ihresgleichen immer einfallsreichere Wege zur Stimulierung der Wirtschaft finden müssten. (22.09.2016/alc/a/a)