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FED-Zinsentscheid und Italien-Defizit


02.10.18 09:00
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Am Mittwoch vergangener Woche hat die US-Notenbank (FED) den Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte erhöht, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.

Begründet worden sei dies durch das sehr gute konjunkturelle Umfeld sowie die erfreuliche Situation am Arbeitsmarkt. Damit treibe die FED die Normalisierung der Zinsen weiter voran. Ein weiterer Anstieg im Dezember sei ebenfalls wahrscheinlich. Erstmals seit 2014 sei die Bilanz der FED wieder unter die Marke von vier Billionen US-Dollar gesunken. In der jüngeren Vergangenheit habe diese durch ihre Wertpapierkäufe noch über 4,3 Billionen US-Dollar in den Büchern stehen gehabt. In Deutschland sei die Stimmung - nach einem starken August - im September wieder leicht gesunken und der ifo-Geschäftsklima um 0,2 auf 103,7 Punkte gefallen. Allerdings sei der Rückgang weniger stark gewesen als vorab angenommen. Die Prognose habe bei 103,2 Punkten gelegen. Italien habe dagegen die Stimmung belastet. Der aktuelle Haushaltsentwurf habe sich auf höhere Schulden geeinigt und sehe für 2019 ein Defizit von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor. (02.10.2018/alc/a/a)