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FED-Zinsentscheid: Erstellung von Prognosen signifikant erschwert
27.11.24 10:43
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Am gestrigen Dienstag hat der designierte US-Präsident Donald Trump die globalen Aktienmärkte erneut in Aufruhr versetzt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Trumps neueste Ankündigung auf seiner Social-Media Plattform Truth Social habe jedoch nicht für den zuletzt üblichen Boost auf den Börsen gesorgt, im Gegenteil: Darin habe er die Einführung von Importzöllen in Höhe von 25% auf kanadische und mexikanische Güter als eine seiner ersten Amtshandlungen als US-Präsident angekündigt. Wenige Momente später sei ein weiterer Post gefolgt, welcher Einfuhrzölle von zusätzlichen 10% auf chinesische Produkte in Aussicht stelle. Die Vorhaben des nächsten US-Präsidenten hätten nicht nur Aktien der US-amerikanischen und europäischen Automobilbranche besonders unter Druck gesetzt, sondern hätten in Bezug auf China auch die Unsicherheit hinsichtlich eines internationalen Handelskrieges erhöht.
Auf makroökonomischer Seite habe man gestern zudem gespannt auf das FED Protokoll der letzten Zinssitzung Anfang November gewartet. Dieses habe erkennen lassen, dass unter den Notenbanker:innen Uneinigkeit darüber geherrscht habe, in welchem Ausmaß das derzeitige Zinsniveau die US-Konjunktur bremse. Diese Frage sei entscheidend für die Bestimmung des neutralen Zinssatzes - also den Zinssatz, bei dem das Wirtschaftswachstum weder stimuliert, noch eingeschränkt werde. Weiterhin würden die aktuellen geopolitischen Risiken sowie die anstehende Präsidentschaft Donald Trumps die Erstellung von Prognosen signifikant erschweren. Nach Veröffentlichung der FED Minutes habe sich die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in der Höhe von 25 Basispunkten im Dezember auf rund 64% erhöht.
Die US-Aktienmärkte hätten sich von den Geschehnissen des gestrigen Tages in Summe kaum beeinflussen lassen und hätten somit ihren starken Wochenstart unbeirrt fortgesetzt. Dementsprechend hätten der S&P 500 und der Nasdaq 100 Zuwächse in Höhe von jeweils 0,57% verzeichnet. Etwas dahinter habe der Dow Jones mit einem Plus von 0,28% gelegen. Auf den europäischen Aktienmärkten hätten Donald Trumps Aussagen deutlich stärker auf die Stimmung gedrückt, weshalb der EURO STOXX 50 Einbußen von 0,79% habe hinnehmen müssen. Der DAX sowie der ATX hätten geringere Rückgänge von 0,56% und 0,70% verzeichnet.
Auf den Rohstoffmärkten habe hingegen die sich über den Handelstag angebahnte Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah im Fokus gestanden. Außerdem sei bekannt geworden, dass die Mitgliedsstaaten der OPEC+ über eine Verschiebung der für Januar geplanten Erhöhung der Ölfördermenge diskutieren würden. Schlussendlich hätten sich die daraus resultierenden Bewegungen des Ölpreises annähernd ausgeglichen, sodass dieser aktuell fast unverändert bei USD 73 stehe. Die Waffenruhe und damit die geringere Nachfrage nach einem "sicheren Hafen" hätten dem Goldpreis bereits am Montag sichtlich zugesetzt. Gestern sei das Edelmetall jedoch auf der Stelle getreten und notiere folglich bei nun USD 2.650. Auch der Bitcoin habe am gestrigen Dienstag etwas schwächer tendiert und handle derzeit bei USD 93.000.
Die asiatischen Märkte präsentierten sich heute Morgen gemischt. Während die Börsen in China und Hongkong fester tendierten, handle der japanische TOPIX aktuell mit Abschlägen. Die vorbörslichen Indikationen ließen einen leicht schwächeren Handelsstart in Europa erwarten. Darüber hinaus würden heute unter anderem die für den nächsten Zinsentscheid der FED wesentlichen PCE-Inflationsdaten in den USA veröffentlicht. (27.11.2024/alc/a/a)
Trumps neueste Ankündigung auf seiner Social-Media Plattform Truth Social habe jedoch nicht für den zuletzt üblichen Boost auf den Börsen gesorgt, im Gegenteil: Darin habe er die Einführung von Importzöllen in Höhe von 25% auf kanadische und mexikanische Güter als eine seiner ersten Amtshandlungen als US-Präsident angekündigt. Wenige Momente später sei ein weiterer Post gefolgt, welcher Einfuhrzölle von zusätzlichen 10% auf chinesische Produkte in Aussicht stelle. Die Vorhaben des nächsten US-Präsidenten hätten nicht nur Aktien der US-amerikanischen und europäischen Automobilbranche besonders unter Druck gesetzt, sondern hätten in Bezug auf China auch die Unsicherheit hinsichtlich eines internationalen Handelskrieges erhöht.
Die US-Aktienmärkte hätten sich von den Geschehnissen des gestrigen Tages in Summe kaum beeinflussen lassen und hätten somit ihren starken Wochenstart unbeirrt fortgesetzt. Dementsprechend hätten der S&P 500 und der Nasdaq 100 Zuwächse in Höhe von jeweils 0,57% verzeichnet. Etwas dahinter habe der Dow Jones mit einem Plus von 0,28% gelegen. Auf den europäischen Aktienmärkten hätten Donald Trumps Aussagen deutlich stärker auf die Stimmung gedrückt, weshalb der EURO STOXX 50 Einbußen von 0,79% habe hinnehmen müssen. Der DAX sowie der ATX hätten geringere Rückgänge von 0,56% und 0,70% verzeichnet.
Auf den Rohstoffmärkten habe hingegen die sich über den Handelstag angebahnte Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah im Fokus gestanden. Außerdem sei bekannt geworden, dass die Mitgliedsstaaten der OPEC+ über eine Verschiebung der für Januar geplanten Erhöhung der Ölfördermenge diskutieren würden. Schlussendlich hätten sich die daraus resultierenden Bewegungen des Ölpreises annähernd ausgeglichen, sodass dieser aktuell fast unverändert bei USD 73 stehe. Die Waffenruhe und damit die geringere Nachfrage nach einem "sicheren Hafen" hätten dem Goldpreis bereits am Montag sichtlich zugesetzt. Gestern sei das Edelmetall jedoch auf der Stelle getreten und notiere folglich bei nun USD 2.650. Auch der Bitcoin habe am gestrigen Dienstag etwas schwächer tendiert und handle derzeit bei USD 93.000.
Die asiatischen Märkte präsentierten sich heute Morgen gemischt. Während die Börsen in China und Hongkong fester tendierten, handle der japanische TOPIX aktuell mit Abschlägen. Die vorbörslichen Indikationen ließen einen leicht schwächeren Handelsstart in Europa erwarten. Darüber hinaus würden heute unter anderem die für den nächsten Zinsentscheid der FED wesentlichen PCE-Inflationsdaten in den USA veröffentlicht. (27.11.2024/alc/a/a)


