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FED: Weitere Zinssenkung - US-Notenbank signalisiert Pause auf weiterem Senkungspfad
11.12.25 10:21
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Zur Wochenmitte ging es gestern am europäischen Aktienmarkt gemächlich zu, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Angesichts der Leitzinsentscheidung der FED am Abend hätten sich Anleger kaum aus der Deckung gewagt. Die Zinssenkung habe im Vorhinein als ausgemachte Sache gegolten; man habe sich vielmehr Hinweise auf den von der FED vorgesehenen geldpolitischen Kurs erhofft. Die gestern vernommene Wartestellung, die auch dem sonst leeren Makrokalender geschuldet gewesen sei, habe sich in einem eher verhaltenen Handelsverlauf gezeigt. Am stärksten hätten Auto- und Zuliefererwerte Federn lassen müssen, Energie- und Bankentitel hätlten sich verhältnismäßig gut gehalten.
Vor der am Abend angestandenen Zinsentscheidung der US-Notenbank FED habe sich die Volatilität der US-Indices in Grenzen gehalten. Im Vorfeld der Sitzung sei die Frage zu klären gewesen, ob eine Obergrenze für mögliche zukünftige Senkungen festgelegt werde und ob der Offenmarktausschuss bei der Entscheidung Einigkeit demonstriere. In der tatsächlichen Sitzung habe das FOMC seine Meinungsverschiedenheiten überwinden können und gestern Abend wie erwartet für eine weitere Zinssenkung gestimmt, wenn auch mit drei Gegenstimmen. Als Grund für die Senkung seien erneut Bedenken bezüglich eines schwachen Arbeitsmarkts genannt worden, während die hartnäckige Inflation auf hohem Niveau als vorübergehend betrachtet werde. Angesichts der Uneinigkeit habe die Erklärung wenig überraschend eine Pause auf dem weiteren Senkungspfad signalisiert, das FOMC erwarte für das nächste Jahr eine Zinssenkung. Am Markt seien derzeit noch zwei Senkungen eingepreist. Darüber hinaus sei die Prognose für das BIP-Wachstum für 2026 von 1,8% auf 2,3% deutlich nach oben korrigiert worden. Die Konjunkturerwartungen für das laufende Jahr seien leicht auf 1,7% (zuvor 1,6%) gestiegen. Die Inflation dürfte unterdessen 2026 nachlassen. Trotz der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Trump erwarte die Notenbank einen Wert von 2,4% statt wie bisher prognostiziert 2,6%. Für 2025 hätten die Experten eine Teuerungsrate von 3,0% vorhergesagt, jetzt rechne man mit 2,9%. Neben der insgesamt hawkischen Zinssenkung sei gestern eher überraschend gekommen, erneut kurzfristige Staatsanleihen zu kaufen, was sich positiv auf den Anleihemarkt auswirken könnte. Die Zehnjahresrendite sei dabei gestern um 5 Basispunkte auf 4,14% gesunken. Die Wiederaufnahme der Anleihekäufe, durch die sich die Bilanz der FED erneut ausweiten werde, folge unmittelbar auf die Entscheidung, die Verringerung der Bestände seit Beginn des Monats einzustellen. An der Wall Street habe man gestern Gefallen an der erhöhten BIP-Prognose sowie am Aufbau neuer Finanzreserven gefunden, um die Marktliquidität zu steuern. Der Dow Jones habe ein Allzeithoch erreicht.
Unterdessen seien am Rohstoffmarkt die Ölpreise nach der besseren BIP-Prognose für die US-Wirtschaft angezogen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent habe sich auf über USD 62 verteuert. Gold habe in der allgemeinen Risk-On-Stimmung etwas nachgegeben, eine Unze des Edelmetalls notiere derzeit bei rund USD 4.200. Silber habe gestern seinen Höhenflug fortgesetzt und mit USD 61 je Feinunze ein neues Allzeithoch markiert - seit Jahresbeginn habe sich der Silberpreis mehr als verdoppelt. Die aufkeimende Risikofreude habe sich hingegen am Kryptomarkt nicht unbedingt bemerkbar gemacht. Als Zeichen für eine nachlassende Risikobereitschaft habe sich der Bitcoin gestern mehrheitlich seitwärts bewegt und heute Früh Abgaben von mehr als 2% verzeichnet.
Die asiatischen Börsen hätten der US-Zinssitzung nicht allzu viel abgewinnen können. Die Spanne reiche von einem aktuellen Plus beim indischen Sensex bis zu Verlusten beim japanischen TOPIX. Am heutigen Donnerstag würden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe neue Hinweise für den Zustand des US-Arbeitsmarktes liefern. Auch in der Schweiz stehe heute eine Zinsentscheidung an. (11.12.2025/alc/a/a)
Angesichts der Leitzinsentscheidung der FED am Abend hätten sich Anleger kaum aus der Deckung gewagt. Die Zinssenkung habe im Vorhinein als ausgemachte Sache gegolten; man habe sich vielmehr Hinweise auf den von der FED vorgesehenen geldpolitischen Kurs erhofft. Die gestern vernommene Wartestellung, die auch dem sonst leeren Makrokalender geschuldet gewesen sei, habe sich in einem eher verhaltenen Handelsverlauf gezeigt. Am stärksten hätten Auto- und Zuliefererwerte Federn lassen müssen, Energie- und Bankentitel hätlten sich verhältnismäßig gut gehalten.
Vor der am Abend angestandenen Zinsentscheidung der US-Notenbank FED habe sich die Volatilität der US-Indices in Grenzen gehalten. Im Vorfeld der Sitzung sei die Frage zu klären gewesen, ob eine Obergrenze für mögliche zukünftige Senkungen festgelegt werde und ob der Offenmarktausschuss bei der Entscheidung Einigkeit demonstriere. In der tatsächlichen Sitzung habe das FOMC seine Meinungsverschiedenheiten überwinden können und gestern Abend wie erwartet für eine weitere Zinssenkung gestimmt, wenn auch mit drei Gegenstimmen. Als Grund für die Senkung seien erneut Bedenken bezüglich eines schwachen Arbeitsmarkts genannt worden, während die hartnäckige Inflation auf hohem Niveau als vorübergehend betrachtet werde. Angesichts der Uneinigkeit habe die Erklärung wenig überraschend eine Pause auf dem weiteren Senkungspfad signalisiert, das FOMC erwarte für das nächste Jahr eine Zinssenkung. Am Markt seien derzeit noch zwei Senkungen eingepreist. Darüber hinaus sei die Prognose für das BIP-Wachstum für 2026 von 1,8% auf 2,3% deutlich nach oben korrigiert worden. Die Konjunkturerwartungen für das laufende Jahr seien leicht auf 1,7% (zuvor 1,6%) gestiegen. Die Inflation dürfte unterdessen 2026 nachlassen. Trotz der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Trump erwarte die Notenbank einen Wert von 2,4% statt wie bisher prognostiziert 2,6%. Für 2025 hätten die Experten eine Teuerungsrate von 3,0% vorhergesagt, jetzt rechne man mit 2,9%. Neben der insgesamt hawkischen Zinssenkung sei gestern eher überraschend gekommen, erneut kurzfristige Staatsanleihen zu kaufen, was sich positiv auf den Anleihemarkt auswirken könnte. Die Zehnjahresrendite sei dabei gestern um 5 Basispunkte auf 4,14% gesunken. Die Wiederaufnahme der Anleihekäufe, durch die sich die Bilanz der FED erneut ausweiten werde, folge unmittelbar auf die Entscheidung, die Verringerung der Bestände seit Beginn des Monats einzustellen. An der Wall Street habe man gestern Gefallen an der erhöhten BIP-Prognose sowie am Aufbau neuer Finanzreserven gefunden, um die Marktliquidität zu steuern. Der Dow Jones habe ein Allzeithoch erreicht.
Unterdessen seien am Rohstoffmarkt die Ölpreise nach der besseren BIP-Prognose für die US-Wirtschaft angezogen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent habe sich auf über USD 62 verteuert. Gold habe in der allgemeinen Risk-On-Stimmung etwas nachgegeben, eine Unze des Edelmetalls notiere derzeit bei rund USD 4.200. Silber habe gestern seinen Höhenflug fortgesetzt und mit USD 61 je Feinunze ein neues Allzeithoch markiert - seit Jahresbeginn habe sich der Silberpreis mehr als verdoppelt. Die aufkeimende Risikofreude habe sich hingegen am Kryptomarkt nicht unbedingt bemerkbar gemacht. Als Zeichen für eine nachlassende Risikobereitschaft habe sich der Bitcoin gestern mehrheitlich seitwärts bewegt und heute Früh Abgaben von mehr als 2% verzeichnet.
Die asiatischen Börsen hätten der US-Zinssitzung nicht allzu viel abgewinnen können. Die Spanne reiche von einem aktuellen Plus beim indischen Sensex bis zu Verlusten beim japanischen TOPIX. Am heutigen Donnerstag würden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe neue Hinweise für den Zustand des US-Arbeitsmarktes liefern. Auch in der Schweiz stehe heute eine Zinsentscheidung an. (11.12.2025/alc/a/a)


