FED: Weitere Anhebung des Leitzinses erwartet


11.12.17 10:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Beschäftigung in den USA hat im November kräftig zugenommen, so die Analysten von Postbank Research.

Der Stellenzuwachs habe sich im Vormonatsvergleich auf 228 Tsd. belaufen, womit die Markterwartung von 195 Tsd. spürbar übertroffen worden sei. Der Beschäftigungsaufbau habe auf einer breiten Basis gestanden. Im Servicesektor habe sich ein Stellenplus von 159 Tsd., im Verarbeitenden Gewerbe von 31 Tsd. und im Bausektor von 24 Tsd. ergeben. Zugleich habe die Arbeitslosenquote bei 4,1% verharrt und bewege sich damit weiterhin in etwa auf Vollbeschäftigungsniveau.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne seien im Vormonatsvergleich um 0,2% geklettert, wodurch die Jahresrate von 2,3% auf 2,5% zugelegt habe. Die zugrundeliegende Entwicklung am US-Arbeitsmarkt sei, ungeachtet kurzfristiger Schwankungen, in der Summe seit längerer Zeit unverändert. Die Beschäftigung wachse in einem robusten Tempo und die Arbeitslosigkeit setze sich auf einem niedrigen Niveau fest. Die Lohnentwicklung zeige sich davon aber nahezu unbeeindruckt und bewege sich auch an der Schwelle zum neunten Aufschwungjahr der US-Wirtschaft in Folge auf sehr moderatem Niveau.

Hiervon dürfte sich die US-Notenbank aber nicht beirren lassen. Die Analysten von Postbank Research würden fest davon ausgehen, dass sie am Mittwochabend im Anschluss an ihre letzte geldpolitische Sitzung in diesem Jahr eine weitere Anhebung ihres Leitzinses um 25 Basispunkte auf dann 1,251,50% verkünden werde.

Am Donnerstag würden dann auch der EZB-Rat sowie das geldpolitische Komitee der Bank von England tagen. Die Analysten von Postbank Research würden jeweils mit einer Bestätigung des geldpolitischen Kurses rechnen. Die EZB habe erst im Oktober den Beschluss gefasst, ihr Anleiheankaufprogramm bis September 2018 zu verlängern. Damit sei die Ausrichtung ihres Kurses auf absehbare Zeit geklärt. Die britischen Währungshüter hätten wiederum auf ihrer jüngsten Sitzung eine Anhebung ihres Leitzinses von 0,25% auf 0,50% beschlossen und dürften jetzt erst einmal die weitere Entwicklung von Inflation und Konjunktur abwarten.

Heute stünden aber weder wichtige Ereignisse noch die Veröffentlichung nennenswerter Konjunkturdaten auf der Tagesordnung. (11.12.2017/alc/a/a)





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