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FED-Sitzung: Kein Überraschungspotenzial geboten
14.12.17 09:20
Lazard Asset Management
Delaware (www.anleihencheck.de) - Ronald Temple, Head of US Equity bei Lazard Asset Management, kommentiert die Ergebnisse der Sitzung des Offenmarkt-Ausschusses der US-Notenbank FED vom 13.12.2017:
Die Anhebung des Leitzinses und die Hinweise zur künftigen Geldpolitik hätten kein Überraschungspotenzial geboten. Viel wichtiger sei, wer 2018 einen Sitz im Vorstand der US-Notenbank übernehmen werde und wie sich das auf deren Politik auswirken werde. 2018 ändere sich die Zusammensetzung der stimmberechtigten Mitglieder im Offenmarkt-Ausschuss. Zudem würden drei Sitze im Vorstand der FED frei und müssten neu besetzt werden. Zähle man den Sitz der derzeitigen Notenbank-Chefin Yellen mit, seien es sogar vier. Diese Änderungen könnten den geldpolitischen Kurs wesentlich beeinflussen.
Janet Yellen sei es hervorragend gelungen, mit dem Gegenwind umzugehen, der einer FED-Chefin entgegenwehe. Die größten Herausforderungen für die FED lägen künftig darin, bei der Inflation die Zielmarke von zwei Prozent zu erreichen, die Konsum-Erholung des Mittelstands nicht zu gefährden und die systemischen Risiken durch eine kluge Makro-Politik zu entschärfen. All dies könne erreicht werden. Aber nur, wenn sich die FED stärker auf tatsächliche Daten konzentriere als auf theoretische Modelle. Zudem müsse sie in vollem Maße anerkennen, wie sehr die derzeitige Erholung von früheren Erfahrungen abweiche. Die Vereinigten Staaten könnten das Wachstum noch mehrere Jahre aufrecht erhalten, sofern die Geldpolitik ausreichend expansiv bleibe.
Von Jerome Powell als neuem Präsidenten der US-Notenbank würden die Experten Kontinuität erwarten. Eine Vorhersage sei jedoch schwierig angesichts der sich verändernden Stimmverhältnisse im Offenmarkt-Ausschuss sowie angesichts von vier neuen Mitgliedern im FED-Vorstand. Mit Blick auf die Zukunft sei entscheidend, wie sehr die Mitglieder des Offenmarkt-Ausschusses bereit seien, auf die nächste Rezession mit unkonventionellen Mitteln zu reagieren, sollten Inflation und Zinssätze auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Ebenso wichtig sei die Frage, ob sie angesichts der Herausforderungen durch langsames Wachstum, niedrige Inflation, niedrige Zinsen und geringe Erwerbsbeteiligung bereit seien, neue Ziele in Betracht zu ziehen, um ihren doppelten Auftrag zu erfüllen. (Ausgabe vom 13.12.2017) (14.12.2017/alc/a/a)
Die Anhebung des Leitzinses und die Hinweise zur künftigen Geldpolitik hätten kein Überraschungspotenzial geboten. Viel wichtiger sei, wer 2018 einen Sitz im Vorstand der US-Notenbank übernehmen werde und wie sich das auf deren Politik auswirken werde. 2018 ändere sich die Zusammensetzung der stimmberechtigten Mitglieder im Offenmarkt-Ausschuss. Zudem würden drei Sitze im Vorstand der FED frei und müssten neu besetzt werden. Zähle man den Sitz der derzeitigen Notenbank-Chefin Yellen mit, seien es sogar vier. Diese Änderungen könnten den geldpolitischen Kurs wesentlich beeinflussen.
Janet Yellen sei es hervorragend gelungen, mit dem Gegenwind umzugehen, der einer FED-Chefin entgegenwehe. Die größten Herausforderungen für die FED lägen künftig darin, bei der Inflation die Zielmarke von zwei Prozent zu erreichen, die Konsum-Erholung des Mittelstands nicht zu gefährden und die systemischen Risiken durch eine kluge Makro-Politik zu entschärfen. All dies könne erreicht werden. Aber nur, wenn sich die FED stärker auf tatsächliche Daten konzentriere als auf theoretische Modelle. Zudem müsse sie in vollem Maße anerkennen, wie sehr die derzeitige Erholung von früheren Erfahrungen abweiche. Die Vereinigten Staaten könnten das Wachstum noch mehrere Jahre aufrecht erhalten, sofern die Geldpolitik ausreichend expansiv bleibe.
Von Jerome Powell als neuem Präsidenten der US-Notenbank würden die Experten Kontinuität erwarten. Eine Vorhersage sei jedoch schwierig angesichts der sich verändernden Stimmverhältnisse im Offenmarkt-Ausschuss sowie angesichts von vier neuen Mitgliedern im FED-Vorstand. Mit Blick auf die Zukunft sei entscheidend, wie sehr die Mitglieder des Offenmarkt-Ausschusses bereit seien, auf die nächste Rezession mit unkonventionellen Mitteln zu reagieren, sollten Inflation und Zinssätze auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Ebenso wichtig sei die Frage, ob sie angesichts der Herausforderungen durch langsames Wachstum, niedrige Inflation, niedrige Zinsen und geringe Erwerbsbeteiligung bereit seien, neue Ziele in Betracht zu ziehen, um ihren doppelten Auftrag zu erfüllen. (Ausgabe vom 13.12.2017) (14.12.2017/alc/a/a)


