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FED: Schnelle Zinsanhebung würde den Emerging Markets schaden
15.12.16 15:30
Aberdeen Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Während diese Erhöhung keine Überraschung war, ist es viel entscheidender, ob sich die FED tatsächlich für ein höheres Tempo bei den Zinserhöhungen im kommenden Jahr entscheidet, so Edwin Gutierrez, Head of Emerging Market Sovereign Debt bei Aberdeen Asset Management.
Es gebe einige Hinweise, dass die erwartete Fiskalpolitik Trumps die FED dazu veranlassen werde, die Zinsen zügiger zu erhöhen, als sie dies geplant habe. Eine schnelle Anhebung würde den Emerging Markets schaden. Aber Maßnahmen wie die von Trump beabsichtigte Änderung bei der Steuer würden Zeit benötigen und es sei daher unwahrscheinlich, dass die FED hierauf schon bald reagieren werde.
Die zwei wichtigsten Faktoren, welche das Schicksal der Emerging Markets bestimmen würden, seien die Rohstoffe und die amerikanischen Staatsanleihen. Die Rohstoffpreise würden aufgrund der zunehmenden Nachfrage aus China, des OPEC-Deals und der Erwartung einer anziehenden Inflation in den USA steigen, sobald Trump sein Amt angetreten habe. Dies helfe Rohstoffexporteuren wie Russland und Brasilien, werde den importierenden Staaten aber schaden. Die Rally bei den US Treasuries treffe alle Emerging Markets. Einige von ihnen, wie die Türkei, würden mehr als andere leiden, da sie stark von Auslandsfinanzen abhängig seien und die Rally der US Anleihen schlechte politische Entscheidungen bloßstelle. Insgesamt seien viele Emerging Markets aber weniger verwundbar als in der Vergangenheit, denn sie hätten ihre Leistungsbilanzdefizite reduziert und seien heute nicht mehr so stark von Kapitalzuflüssen abhängig wie früher. (15.12.2016/alc/a/a)
Es gebe einige Hinweise, dass die erwartete Fiskalpolitik Trumps die FED dazu veranlassen werde, die Zinsen zügiger zu erhöhen, als sie dies geplant habe. Eine schnelle Anhebung würde den Emerging Markets schaden. Aber Maßnahmen wie die von Trump beabsichtigte Änderung bei der Steuer würden Zeit benötigen und es sei daher unwahrscheinlich, dass die FED hierauf schon bald reagieren werde.
Die zwei wichtigsten Faktoren, welche das Schicksal der Emerging Markets bestimmen würden, seien die Rohstoffe und die amerikanischen Staatsanleihen. Die Rohstoffpreise würden aufgrund der zunehmenden Nachfrage aus China, des OPEC-Deals und der Erwartung einer anziehenden Inflation in den USA steigen, sobald Trump sein Amt angetreten habe. Dies helfe Rohstoffexporteuren wie Russland und Brasilien, werde den importierenden Staaten aber schaden. Die Rally bei den US Treasuries treffe alle Emerging Markets. Einige von ihnen, wie die Türkei, würden mehr als andere leiden, da sie stark von Auslandsfinanzen abhängig seien und die Rally der US Anleihen schlechte politische Entscheidungen bloßstelle. Insgesamt seien viele Emerging Markets aber weniger verwundbar als in der Vergangenheit, denn sie hätten ihre Leistungsbilanzdefizite reduziert und seien heute nicht mehr so stark von Kapitalzuflüssen abhängig wie früher. (15.12.2016/alc/a/a)


