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FED-Protokoll mit sorgenvollem Unterton
23.08.18 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Angeblich sollen etliche Akteure den Dienstag dieser Woche, der von der Washington Post als der bislang wahrscheinlich "gefährlichste Tag" in Donald Trumps 19-monatiger Amtszeit bezeichnet wurde, zum Anlass genommen haben, US-Dollar zu verkaufen, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Sicherlich sei der US-Präsident durch die beiden Gerichtsverfahren gegen seine ehemaligen Unterstützer, seinen früheren Anwalt Michael Cohen und den Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort, nach überwältigender Medienmeinung massiv unter Druck geraten. Aber wie bereits die Financial Times gestern getitelt habe, werde die Zukunft von Trump nicht durch das Gesetz, sondern durch die Politik, die öffentliche Meinung, entschieden. Und die Auswirkungen für die US-Wirtschaft? Abgesehen von möglichen Phasen der politischen Unsicherheit dürften die ökonomischen Auswirkungen, soweit man das heute überblicken könne, überschaubar bleiben.
Auch wenn Donald Trump während der vergangenen Tage besonders laut gepoltert und sich sowohl über die US-Notenbank als auch über angebliche Währungsmanipulationen Chinas und Europas beschwert habe. Und obwohl er erst am Dienstag wieder damit gedroht habe, jedes Kraftfahrzeug aus der EU mit einem 25-prozentigen Strafzoll zu belegen, dürfe man nicht vergessen: Die meisten dieser Statements seit vergangenem Freitag seien zuerst bei Wahlkampfveranstaltungen im Rahmen der im November stattfindenden "midterms" gemacht worden. Und wären diese Tiraden von den Händlern für bare Münze genommen worden, hätte der Euro angesichts einer damit aufgekommenen Risikoaversion per saldo gegenüber dem Dollar nicht fünf Tage ununterbrochen steigen dürfen. Tatsächlich falle es den meisten Akteuren derzeit schwer, die jüngste Dollar-Schwäche und neue Stärke des Euro während der vergangenen Tage plausibel zu begründen.
Überschaubar seien indes die Reaktionen am Devisenmarkt auf das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der FED vom 31. Juli/1. August geblieben. Was die zukünftigen Zinsentscheidungen angehe, habe es ohnehin keine Überraschungen enthalten - weitere schrittweise Leitzinserhöhungen würden allgemein erwartet, die nächste mit hoher Wahrscheinlichkeit im September. Das Wachstum werde gemäß Protokoll im zweiten Halbjahr weniger als im zweiten Quartal steigen, aber dennoch über dem Trend bleiben. Der Inflationsausblick sei unverändert geblieben. Dennoch falle auf, dass in der Sitzung mögliche Risiken, die sich aus einem eskalierenden Handelskonflikt, dem US-Immobilienmarkt, den Emerging Markets und die Sorge, wie man die nächste Rezession bekämpfen könne, besonders intensiv diskutiert worden seien.
Am Ende habe der Dollar etwas zulegen können, aber der Euro bleibe robust innerhalb seiner Seitwärtsbewegung zwischen 1,1295 und 1,1675 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) (modifiziert). (23.08.2018/alc/a/a)
Sicherlich sei der US-Präsident durch die beiden Gerichtsverfahren gegen seine ehemaligen Unterstützer, seinen früheren Anwalt Michael Cohen und den Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort, nach überwältigender Medienmeinung massiv unter Druck geraten. Aber wie bereits die Financial Times gestern getitelt habe, werde die Zukunft von Trump nicht durch das Gesetz, sondern durch die Politik, die öffentliche Meinung, entschieden. Und die Auswirkungen für die US-Wirtschaft? Abgesehen von möglichen Phasen der politischen Unsicherheit dürften die ökonomischen Auswirkungen, soweit man das heute überblicken könne, überschaubar bleiben.
Überschaubar seien indes die Reaktionen am Devisenmarkt auf das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der FED vom 31. Juli/1. August geblieben. Was die zukünftigen Zinsentscheidungen angehe, habe es ohnehin keine Überraschungen enthalten - weitere schrittweise Leitzinserhöhungen würden allgemein erwartet, die nächste mit hoher Wahrscheinlichkeit im September. Das Wachstum werde gemäß Protokoll im zweiten Halbjahr weniger als im zweiten Quartal steigen, aber dennoch über dem Trend bleiben. Der Inflationsausblick sei unverändert geblieben. Dennoch falle auf, dass in der Sitzung mögliche Risiken, die sich aus einem eskalierenden Handelskonflikt, dem US-Immobilienmarkt, den Emerging Markets und die Sorge, wie man die nächste Rezession bekämpfen könne, besonders intensiv diskutiert worden seien.
Am Ende habe der Dollar etwas zulegen können, aber der Euro bleibe robust innerhalb seiner Seitwärtsbewegung zwischen 1,1295 und 1,1675 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) (modifiziert). (23.08.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,1782 | 1,178 | 0,0002 | +0,02% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,20 | 1,11 | |
04.09.25
, Oberbank
EUR/USD zwischen Politik und Schulden
10.07.25
, Oberbank
Zinsdifferenz zwischen EUR und USD


