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FED-Protokoll ohne echten Impuls
22.02.18 10:30
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank am 30./31. Januar hat die Akteure dieses Mal ganz besonders beschäftigt, so die Analysten der Deutschen Bank.
Und so seien vielerorts auch von Marktkommentatoren Szenarien entworfen worden, was man von dieser drei Wochen alten Aufzeichnung erwarten könnte. Dass sich das Protokoll möglicherweise als Makulatur herausstellen könnte, sei von vielen Marktteilnehmern ausgeblendet worden, obwohl mit dem zwischenzeitlich veritablen Kurssturz der Aktienmärkte und der Genehmigung eines erheblich umfangreicher als ursprünglich erwartet ausgefallenen Gesetzes zur Finanzierung des US-Staatshaushalts für dieses und das kommende Jahr zwei wesentliche Einflussfaktoren die Finanzmärkte zwischenzeitlich massiv in Bewegung versetzt hätten.
Besonders deutlich werde dies an der Entwicklung des Euro, der seit Ende Januar im Rahmen der globalen Risikoaversion von rund 1,25 auf knapp 1,22 gefallen sei, diesen Verlust nach Ende der Börsengewitter anschließend aber mehr als habe wettmachen können. Anders ausgedrückt: Der Euro sei während der vergangenen drei Wochen nicht viel mehr als ein Abziehbild des breit gestreuten S&P 500 US-Aktienindex gewesen.
Daran hätten auch die ersten Schätzungen zur Entwicklung der Einkaufsmanager-Indices (Markit) in Europa nichts geändert - sie seien sowohl für das Verarbeitende als auch für das Dienstleistungsgewerbe niedriger als vielerorts erwartet ausgefallen. Auch die für die USA besser als prognostiziert ausgefallenen Schätzungen zu den Einkaufsmanager-Indices hätten keine nennenswerten Kursbewegungen bewirken können. Und als schließlich das FED-Protokoll veröffentlicht worden sei, sei die erste Reaktion gewesen, dass es hätte schlimmer kommen können. Zwar gehe eine Mehrheit des FOMC von einer verstärkten ökonomischen Expansion aus, womit sich die Wahrscheinlichkeit für weitere graduelle Zinserhöhungen vergrößern würde. Aber ob zu den ursprünglich drei geplanten Zinsschritten in diesem Jahr ein vierter - den die Analysten der Deutschen Bank übrigens erwarten - hinzukommen könnte, blieb unklar.
Per saldo sei der Euro nach einem kurzen Intermezzo zunächst unverändert geblieben, sei aber über Nacht durch die Untergrenze seines steilen kurzfristigen Aufwärtstrends geschlittert. Dieser verlaufe nun langsamer und reiche von 1,2215/20 bis 1,2560). (22.02.2018/alc/a/a)
Und so seien vielerorts auch von Marktkommentatoren Szenarien entworfen worden, was man von dieser drei Wochen alten Aufzeichnung erwarten könnte. Dass sich das Protokoll möglicherweise als Makulatur herausstellen könnte, sei von vielen Marktteilnehmern ausgeblendet worden, obwohl mit dem zwischenzeitlich veritablen Kurssturz der Aktienmärkte und der Genehmigung eines erheblich umfangreicher als ursprünglich erwartet ausgefallenen Gesetzes zur Finanzierung des US-Staatshaushalts für dieses und das kommende Jahr zwei wesentliche Einflussfaktoren die Finanzmärkte zwischenzeitlich massiv in Bewegung versetzt hätten.
Daran hätten auch die ersten Schätzungen zur Entwicklung der Einkaufsmanager-Indices (Markit) in Europa nichts geändert - sie seien sowohl für das Verarbeitende als auch für das Dienstleistungsgewerbe niedriger als vielerorts erwartet ausgefallen. Auch die für die USA besser als prognostiziert ausgefallenen Schätzungen zu den Einkaufsmanager-Indices hätten keine nennenswerten Kursbewegungen bewirken können. Und als schließlich das FED-Protokoll veröffentlicht worden sei, sei die erste Reaktion gewesen, dass es hätte schlimmer kommen können. Zwar gehe eine Mehrheit des FOMC von einer verstärkten ökonomischen Expansion aus, womit sich die Wahrscheinlichkeit für weitere graduelle Zinserhöhungen vergrößern würde. Aber ob zu den ursprünglich drei geplanten Zinsschritten in diesem Jahr ein vierter - den die Analysten der Deutschen Bank übrigens erwarten - hinzukommen könnte, blieb unklar.
Per saldo sei der Euro nach einem kurzen Intermezzo zunächst unverändert geblieben, sei aber über Nacht durch die Untergrenze seines steilen kurzfristigen Aufwärtstrends geschlittert. Dieser verlaufe nun langsamer und reiche von 1,2215/20 bis 1,2560). (22.02.2018/alc/a/a)


