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FED: Leitzinsen unverändert - Anleihekäufe mit 120 Mrd. USD/Monat fortgesetzt
29.07.21 08:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Das Kommunique der FED brachte so gut wie keine Änderung der geldpolitischen Aktivitäten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Der Konjunkturaufschwung sei am richtigen Weg zu den Notenbankzielen "maximale Beschäftigung" und "dauerhafte Preissteigerungsrate von 2%". Die Fortschritte bei der Durchimpfungsrate würden der Wirtschaftserholung helfen, trotzdem bleibe COVID-19 ein Risikofaktor. Auch wenn sich in den nächsten Monaten die Beschäftigungslage weiter verbessere und überdurchschnittliches BIP-Wachstum erzielt werde, setze die US-Notenbank ihre monatlichen USD 120 Mrd. Anleihekäufe (80 Mrd. Staatsanleihen und 40 Mrd. Hypothekaranleihen) so lange fort, selbst wenn die Inflation für einige Zeit die 2%-Marke überschritten habe, sodass das durchschnittliche Inflationsziel von 2% erreicht werde. Noch entscheidender werde aber die "substanzielle weitere Verbesserung" am Arbeitsmarkt für eine Reduktion der Anleihekäufe sein.
FED-Chef Powell habe sich in der Pressekonferenz alle Optionen offen gehalten, weil das Ziel "maximale Beschäftigung" nicht an einem Indikator, sondern einem Bündel an Daten, wie Arbeitslosenrate, Arbeitslosenrate in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Höhe der Beschäftigung, Partizipationsrate und Lohnentwicklung festgemacht werde. Er habe zwar eingeräumt, dass es in manchen Branchen Arbeitskräftemangel und bei Dienstleistern höhere Lohnsteigerungen gebe. Aber das seien nur punktuelle und keine breitflächigen Beobachtungen.
Solange aber noch 6,8 Mio. weniger Beschäftigte einen Job als vor COVID-19 hätten, werde offensichtlich eine deutlich höhere Preissteigerung wie aktuell zu sehen eher toleriert. Denn Powell mache nach wie vor nur temporäre Effekte für das Emporschnellen der Teuerung verantwortlich. Es seien keine breit angelegten Preistrends, sondern "Angebotsschocks", wie die Halbleiterknappheit, oder "Re-opening-Effekte" (Autos, Hotels, Flugtickets). Powell habe sich angesichts der jüngsten höher als erwarteten Verbraucherpreise vorsichtiger gegeben, wann die Teuerungsraten wieder zurückkämen. Von den Energie- und Rohstoffpreisen rechne er aber schon 2022 mit preissenkenden Effekten. Die Frage, wie lange die FED eine Inflationsrate von über 2% tolerieren werde, sei offen geblieben ("allow above 2% for some time").
Es dürfte sich herauskristallisieren, dass das Schließen der Arbeitsmarktlücke gegenüber dem Ziel Preisstabilität Priorität habe. Powell habe aber auch betont, dass er 2022 mit einer substanziellen Erholung am Arbeitsmarkt in den verschiedenen Segmenten rechne.
Bevor jedoch eine Entscheidung hinsichtlich der Rücknahme der Anleihenkäufe erfolge, benötige das FOMC eine längere Datenreihe. Ob daher schon im September Meeting das Tapering beschlossen werde, sei seit gestern noch offen. Alles in allem sehen wir uns durch die gestrige Zinssitzung in unserer bisherigen Einschätzung bestätigt, dass eine Tapering-Ankündigung frühestens im September erfolgen wird mit einem Tapering-Beginn frühestens zu Jahresbeginn 2022, so die Analysten der RBI.
Aufgrund des geringen neuen Informationsgehalts sei die Marktreaktion sehr verhalten gewesen, die Änderung in der Renditekurve sei überschaubar gewesen. Die 2j Renditen hätten bei 0,20% verharrt, 10j bei 1,23% und 30j Staatsanleiherenditen bei 1,89%. Einzig EUR/USD habe sich mit Fortdauer der Pressemeldungen deutlich über die 1,18 Marke absetzen können. Aktien hätten anfängliche Verluste wieder aufgeholt. (29.07.2021/alc/a/a)
Der Konjunkturaufschwung sei am richtigen Weg zu den Notenbankzielen "maximale Beschäftigung" und "dauerhafte Preissteigerungsrate von 2%". Die Fortschritte bei der Durchimpfungsrate würden der Wirtschaftserholung helfen, trotzdem bleibe COVID-19 ein Risikofaktor. Auch wenn sich in den nächsten Monaten die Beschäftigungslage weiter verbessere und überdurchschnittliches BIP-Wachstum erzielt werde, setze die US-Notenbank ihre monatlichen USD 120 Mrd. Anleihekäufe (80 Mrd. Staatsanleihen und 40 Mrd. Hypothekaranleihen) so lange fort, selbst wenn die Inflation für einige Zeit die 2%-Marke überschritten habe, sodass das durchschnittliche Inflationsziel von 2% erreicht werde. Noch entscheidender werde aber die "substanzielle weitere Verbesserung" am Arbeitsmarkt für eine Reduktion der Anleihekäufe sein.
FED-Chef Powell habe sich in der Pressekonferenz alle Optionen offen gehalten, weil das Ziel "maximale Beschäftigung" nicht an einem Indikator, sondern einem Bündel an Daten, wie Arbeitslosenrate, Arbeitslosenrate in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Höhe der Beschäftigung, Partizipationsrate und Lohnentwicklung festgemacht werde. Er habe zwar eingeräumt, dass es in manchen Branchen Arbeitskräftemangel und bei Dienstleistern höhere Lohnsteigerungen gebe. Aber das seien nur punktuelle und keine breitflächigen Beobachtungen.
Es dürfte sich herauskristallisieren, dass das Schließen der Arbeitsmarktlücke gegenüber dem Ziel Preisstabilität Priorität habe. Powell habe aber auch betont, dass er 2022 mit einer substanziellen Erholung am Arbeitsmarkt in den verschiedenen Segmenten rechne.
Bevor jedoch eine Entscheidung hinsichtlich der Rücknahme der Anleihenkäufe erfolge, benötige das FOMC eine längere Datenreihe. Ob daher schon im September Meeting das Tapering beschlossen werde, sei seit gestern noch offen. Alles in allem sehen wir uns durch die gestrige Zinssitzung in unserer bisherigen Einschätzung bestätigt, dass eine Tapering-Ankündigung frühestens im September erfolgen wird mit einem Tapering-Beginn frühestens zu Jahresbeginn 2022, so die Analysten der RBI.
Aufgrund des geringen neuen Informationsgehalts sei die Marktreaktion sehr verhalten gewesen, die Änderung in der Renditekurve sei überschaubar gewesen. Die 2j Renditen hätten bei 0,20% verharrt, 10j bei 1,23% und 30j Staatsanleiherenditen bei 1,89%. Einzig EUR/USD habe sich mit Fortdauer der Pressemeldungen deutlich über die 1,18 Marke absetzen können. Aktien hätten anfängliche Verluste wieder aufgeholt. (29.07.2021/alc/a/a)
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