FED: Leitzinsanhebung im Dezember erwartet


03.11.16 10:38
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Oktober unerwartet positiv entwickelt, so die Analysten von Postbank Research.

Die Zahl der Arbeitslosen sei in saisonbereinigter Rechnung um 13 Tsd. Personen gefallen. Die Arbeitslosenquote sei von 6,1% auf 6,0% zurückgegangen. Der Markt habe jeweils keine Veränderung erwartet. Zugleich habe die Erwerbstätigkeit ihren Aufwärtstrend wieder aufgenommen, nachdem dieser in den beiden Vormonaten ins Stocken geraten sei. Die Zahl der Erwerbstätigen, die immer mit einem Monat Verspätung bekanntgegeben werde, sei gegenüber August um 31 Tsd. gestiegen. Überdies habe die Zahl der gemeldeten offenen Stellen unbeirrt weiter zugenommen.

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe des Euroraums habe sich im Oktober noch besser entwickelt als bereits vorab gemeldet worden sei. Der EWU-Einkaufsmanagerindex sei von vorläufig gemeldeten 53,3 Punkten auf 53,5 Punkte korrigiert worden. Im September habe der Index noch bei 52,6 Punkten gelegen. Dabei sei der entsprechende Index für Deutschland marginal um 0,1 auf 55,0 Punkte nach unten revidiert worden, der französische Index hingegen um 0,5 Punkte nach oben auf jetzt 51,8 Punkte.

Das FOMC habe auf seiner gestern Abend zu Ende gegangenen Sitzung wie erwartet den US-Leitzins bei 0,25 bis 0,50% belassen. Dabei hätten nur noch zwei (September-Sitzung: drei) der zehn FOMC-Mitglieder für eine sofortige Zinsanhebung gestimmt, was auf die mit der US-Präsidentschaftswahl in der kommenden Woche verbundene Unsicherheit zurückzuführen sein dürfte. Gleichwohl deute das im Anschluss an die Sitzung veröffentlichte Statement darauf hin, dass die Notenbanker nur noch wenige Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung vor einem weiteren Zinsschritt abwarten wollten. Die Analysten von Postbank Research würden daher unverändert an ihrer Einschätzung festhalten, dass die FED im Rahmen ihrer Dezember-Sitzung den Leitzins auf 0,50 bis 0,75% anheben werde.

Heute tage das Monetary Policy Committee der Bank of England. Die Analysten von Postbank Research würden davon ausgehen, dass die britischen Währungshüter aufgrund der zuletzt recht positiven Konjunkturdaten sowie des sehr schwachen Pfundes vorläufig auf eine weitere Lockerung ihres geldpolitischen Kurses verzichten würden.

Von Seiten verschiedener Stimmungsindikatoren habe es zuletzt Anzeichen gegeben, dass sich die US-Konjunktur in den kommenden Monaten dynamischer
entwickeln könnte als in der ersten Jahreshälfte. Dies gelte insbesondere für den Dienstleistungssektor, für den der ISM-Serviceindex im September um 5,7 auf 57,1 Punkte nach oben gesprungen sei. Hier erwarte man im Oktober einen moderaten Rückprall auf 56,5 Punkte, was aber nichtsdestotrotz für eine vergleichsweise hohe Dynamik in diesem Sektor spräche. (03.11.2016/alc/a/a)





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