Erweiterte Funktionen
FED: Keine Erhöhung der Leitzinsen bis zum Ende 2023 erwartet
21.09.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die US-Konjunkturerholung bleibt intakt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Klassische monatliche Indikatoren, wie jene der Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion, hätten im August für das vierte Monat in Folge positive Wachstumsraten gezeigt. Die Dynamik habe sich erwartungsgemäß verlangsamt, sodass Einzelhandelsumsätze um 0,2% p.m. (real) zugelegt hätten und die Industrieproduktion um 0,4% angestiegen sei. Letztere bleibe auch durch den Bergbau gedämpft, welcher im August um 2,5% p.m. gesunken sei und 17,5% unter dem Vorkrisenniveau liege.
Auch das Verarbeitende Gewerbe liege weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau (-6,7%) und hinke der rasanten Erholung der Einzelhandelsumsätze (+1,7% real) hinterher. Erste Stimmungsindikatoren würden auf eine positive Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe hindeuten, sei der Empire State Index im September doch unerwartet deutlich angestiegen und habe der Philly FED Index nur leicht nachgegeben. Die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindices (PMIs) diese Woche stünden somit unter guten Vorzeichen. Im September seien PMIs in den USA überraschend deutlich gestiegen und hätten der schwächeren Dynamik in der Eurozone getrotzt. Auch im September sei von PMIs im Expansionsniveau (>50) auszugehen.
Ein rascher als erwarteter Rebound habe die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) der Federal Reserve veranlasst die makroökonomischen Prognosen für das Jahr 2020 zu revidieren. Im Unterschied zum Juni, als noch ein BIP Wachstum von -6,5% (Q4/Q4) erwartet worden sei, würden die FOMC-Mitglieder nun von -3,7% ausgehen. Auch die Arbeitslosenquote sei von zuvor 9,3 auf 7,6 revidiert worden und die Inflationsrate werde mit 1,2% um 0,4%-Punkte höher erwartet. Nichtdestotrotz, bleibe der mittelfristige Ausblick mit Unsicherheiten behaftet, sodass auch bis zum Ende des Prognosehorizonts (2023) von keiner Erhöhung der Leitzinsen auszugehen sei.
Neben den aktualisierten Konjunkturprognosen hätten Veränderungen der Forward Guidance im Fokus der FED-Zinssitzung gestanden. Im Sinne der geldpolitischen Neuausrichtung von Jackson Hole werde das aktuelle Niveau der Leitzinsen (0- 0,25%) als adäquat erachtet, bis der Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung erreicht habe, die Inflationsrate bei 2% liege und ein moderates Überschießen dieser in Aussicht stehe. Letzteres sei im Prognosehorizont noch nicht erkennbar. Die Forward Guidance zur Bilanzpolitik der FED sei dagegen unverändert belassen worden. Eine Anpassung erachten wir aber als nächsten Schritt, um Unsicherheiten über eine Reduktion der Netto-Käufe zu minimieren, so die Analysten der RBI. Die FED-Zinssitzung habe zuerst zu Renditenanstiegen geführt, vor allem am langen Ende der Kurve, welche jedoch bereits wieder weitgehend egalisiert worden seien. Dies sei wenig überraschend, seien Aufwärtsrevisionen der Prognosen sowie die Umsetzung der geldpolitischen Neuausrichtung von Jackson Hole vom Markt erwartet worden. Die letzten Verlautbarungen stehen weiter im Einklang mit unserem Prognosebild, welches wir im Zuge des Jackson Hole Symposiums etwas adaptierten, so die Analysten der RBI. (Ausgabe vom 18.09.2020) (21.09.2020/alc/a/a)
Klassische monatliche Indikatoren, wie jene der Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion, hätten im August für das vierte Monat in Folge positive Wachstumsraten gezeigt. Die Dynamik habe sich erwartungsgemäß verlangsamt, sodass Einzelhandelsumsätze um 0,2% p.m. (real) zugelegt hätten und die Industrieproduktion um 0,4% angestiegen sei. Letztere bleibe auch durch den Bergbau gedämpft, welcher im August um 2,5% p.m. gesunken sei und 17,5% unter dem Vorkrisenniveau liege.
Ein rascher als erwarteter Rebound habe die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) der Federal Reserve veranlasst die makroökonomischen Prognosen für das Jahr 2020 zu revidieren. Im Unterschied zum Juni, als noch ein BIP Wachstum von -6,5% (Q4/Q4) erwartet worden sei, würden die FOMC-Mitglieder nun von -3,7% ausgehen. Auch die Arbeitslosenquote sei von zuvor 9,3 auf 7,6 revidiert worden und die Inflationsrate werde mit 1,2% um 0,4%-Punkte höher erwartet. Nichtdestotrotz, bleibe der mittelfristige Ausblick mit Unsicherheiten behaftet, sodass auch bis zum Ende des Prognosehorizonts (2023) von keiner Erhöhung der Leitzinsen auszugehen sei.
Neben den aktualisierten Konjunkturprognosen hätten Veränderungen der Forward Guidance im Fokus der FED-Zinssitzung gestanden. Im Sinne der geldpolitischen Neuausrichtung von Jackson Hole werde das aktuelle Niveau der Leitzinsen (0- 0,25%) als adäquat erachtet, bis der Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung erreicht habe, die Inflationsrate bei 2% liege und ein moderates Überschießen dieser in Aussicht stehe. Letzteres sei im Prognosehorizont noch nicht erkennbar. Die Forward Guidance zur Bilanzpolitik der FED sei dagegen unverändert belassen worden. Eine Anpassung erachten wir aber als nächsten Schritt, um Unsicherheiten über eine Reduktion der Netto-Käufe zu minimieren, so die Analysten der RBI. Die FED-Zinssitzung habe zuerst zu Renditenanstiegen geführt, vor allem am langen Ende der Kurve, welche jedoch bereits wieder weitgehend egalisiert worden seien. Dies sei wenig überraschend, seien Aufwärtsrevisionen der Prognosen sowie die Umsetzung der geldpolitischen Neuausrichtung von Jackson Hole vom Markt erwartet worden. Die letzten Verlautbarungen stehen weiter im Einklang mit unserem Prognosebild, welches wir im Zuge des Jackson Hole Symposiums etwas adaptierten, so die Analysten der RBI. (Ausgabe vom 18.09.2020) (21.09.2020/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


