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FED: Keine Änderung im Zinserhöhungszyklus erwartet
23.11.18 11:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zumindest im EUR/USD-Handel blieb es gestern aufgrund des Thanksgiving-Feiertags relativ ruhig, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Dennoch habe es durchaus beachtenswerte Diskussionspunkte gegeben. Dass allerdings der EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici geäußert habe, er sei davon überzeugt, man werde sich mit Italien in Sachen Staatshaushalt einig werden, habe dabei die Devisenakteure vermutlich genauso wenig beeindruckt wie Medienberichte über die stellvertretenden italienischen Premierminister Salvini und Di Maio, die angeblich "kein Komma" an ihrem Haushaltsentwurf ändern würden. Ein Blick auf die gestern weiter geschrumpften Renditen italienischer Staatsanleihen verdeutliche, dass sich auch die Anleihehändler nicht mehr über das Italien drohende Defizitverfahren aufregen würden, sondern sich zunehmend daran gewöhnen würden, dass der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU noch lange dauern werde.
Darüber hinaus habe es das Protokoll der EZB-Sitzung vom 24./25. Oktober zu begutachten gegeben. In den mittlerweile vier Wochen alten sogenannten "Accounts" sei noch einmal deutlich geworden, dass man sich innerhalb des EZB-Rates seinerzeit nicht nur über ausgeglichene Wachstumsrisiken einig gewesen sei, sondern auch darüber, das Anleihekaufprogramm zum Jahresende endgültig zu beenden. Auch wenn einige Ratsmitglieder durchaus wachsende Konjunkturrisiken gesehen hätten, sei über etwaige Gegenmaßnahmen kaum diskutiert worden: Die von Kommentatoren mancherorts vermutete Neuauflage sogenannter TLTROs (längerfristige Refinanzierungsgeschäfte) für den Fall einer nachhaltigen Wachstumsschwäche sei zumindest während der EZB-Sitzung kaum angesprochen worden.
Was den US-Dollar angehe, treibe auch die Investoren gerade nach den zuletzt als taubenhaft wahrgenommenen Einlassungen von FED-Vizepräsident Richard Clarida die Frage um, wie oft die FED noch im Jahr 2019 die Leitzinsen erhöhen könne, ohne das US-Wachstum ernsthaft zu gefährden. Einer Reuters-Umfrage zufolge würden die Analysten im Mittel (knapp) davon ausgehen, dass es noch vier Zinsschritte à 25 Basispunkte (ein Zinsschritt im Dezember plus drei weitere Zinserhöhungen im kommenden Jahr) geben werde, womit die FED Funds Ende 2019 bei 3 bis 3,25 Prozent liegen würden. Die Deutsche Bank AG selbst geht sogar noch weiter und antizipiert nach wie vor noch fünf weitere Zinserhöhungen bis Ende 2019, pro Quartal eine.
Der Euro habe unterdessen seine gestern zeitweise verbuchten Gewinne nicht halten können und sei per saldo fast unbewegt in seiner Seitwärtsentwicklung geblieben, die sich zumindest ungehindert fortsetzen könne, solange die Gemeinschaftswährung oberhalb von 1,1310/15 bleibe. (23.11.2018/alc/a/a)
Dennoch habe es durchaus beachtenswerte Diskussionspunkte gegeben. Dass allerdings der EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici geäußert habe, er sei davon überzeugt, man werde sich mit Italien in Sachen Staatshaushalt einig werden, habe dabei die Devisenakteure vermutlich genauso wenig beeindruckt wie Medienberichte über die stellvertretenden italienischen Premierminister Salvini und Di Maio, die angeblich "kein Komma" an ihrem Haushaltsentwurf ändern würden. Ein Blick auf die gestern weiter geschrumpften Renditen italienischer Staatsanleihen verdeutliche, dass sich auch die Anleihehändler nicht mehr über das Italien drohende Defizitverfahren aufregen würden, sondern sich zunehmend daran gewöhnen würden, dass der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU noch lange dauern werde.
Was den US-Dollar angehe, treibe auch die Investoren gerade nach den zuletzt als taubenhaft wahrgenommenen Einlassungen von FED-Vizepräsident Richard Clarida die Frage um, wie oft die FED noch im Jahr 2019 die Leitzinsen erhöhen könne, ohne das US-Wachstum ernsthaft zu gefährden. Einer Reuters-Umfrage zufolge würden die Analysten im Mittel (knapp) davon ausgehen, dass es noch vier Zinsschritte à 25 Basispunkte (ein Zinsschritt im Dezember plus drei weitere Zinserhöhungen im kommenden Jahr) geben werde, womit die FED Funds Ende 2019 bei 3 bis 3,25 Prozent liegen würden. Die Deutsche Bank AG selbst geht sogar noch weiter und antizipiert nach wie vor noch fünf weitere Zinserhöhungen bis Ende 2019, pro Quartal eine.
Der Euro habe unterdessen seine gestern zeitweise verbuchten Gewinne nicht halten können und sei per saldo fast unbewegt in seiner Seitwärtsentwicklung geblieben, die sich zumindest ungehindert fortsetzen könne, solange die Gemeinschaftswährung oberhalb von 1,1310/15 bleibe. (23.11.2018/alc/a/a)


