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FED-Entscheidung: US-Dollar könnte sich auf neue Höchststände erholen
19.09.19 13:30
State Street
Boston (www.anleihencheck.de) - Nach der jüngsten Sitzung des FED-Offenmarktausschusses (Federal Open Market Committee - FOMC) nehmen Lee Ferridge, Leiter Multi-Asset Strategy, Americas bei State Street Global Markets, und Antoine Lesné, Leiter Strategie und Marktforschung EMEA bei SPDR ETFs hierzu Stellung.
Ferridge habe kommentiert: "Der FOMC hat in seiner September-Sitzung die allgemein erwartete Leitzinssenkung um 25 Basispunkte - die vom Markt zu 100% eingepreist war - geliefert, schob damit aber die Aussichten auf eine deutlich gelockerte Geldpolitik wieder in die Ferne. Der Markt hatte für dieses Jahr mit einer weiteren Senkung gerechnet und mit mindestens drei für die nächsten 12 Monate. Die "Hinter-dem-Komma-Stellen" der FOMC haben diese nachgiebige Haltung jedoch nicht bestätigt, und obwohl die FED die Tür für weitere Senkungen offengelassen hat, ist die Sache damit noch lange nicht abgeschlossen. Allgemein verbesserte inländische Daten, der höchste Kern-VPI-Wert seit 2008 und eigene Modelle, die darauf hinweisen, dass die Zinsen weitgehend auf Eis liegen sollten, erklären die Haltung der Fed. Eine weniger akkommodierende Fed dürfte für risikobehaftete Anlagen (Aktien und High-Beta/EM-FX) nichts Gutes bedeuten und auch zu einer weiteren Umkehrung der Zinskurve führen. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Dollar auf neue Höchststände erholt."
Lesné habe kommentiert: "Wie allgemein erwartet hat der FOMC den Leitzins auf seiner Sitzung am Mittwoch, den 18. September, um 25 Basispunkte gesenkt. Dabei hat er es jedoch versäumt, die Botschaft der geldpolitischen Lockerung zu vermitteln, die sich der Markt gewünscht hätte, sondern sich weitere Informationen für die Dezember-Sitzung aufgespart. Eine positive Wende bei den Konjunkturüberraschungsindikatoren für die US-Wirtschaft und ein Aufwärtstrend des Kern-CPI (von Niedrigständen) haben die FED in die schwierige Lage gebracht, dass dem Druck der Trump-Regierung nachgegeben wird. Dieser Hintergrund, der sich nicht so nachgiebig gestaltet wie erwartet, könnte sich auf risikobehaftete Anlagen belastend auswirken, während die Renditen etwas stärker steigen könnten. Wir erwarten aber nicht, dass die Bewegungen so stark sein werden wie in der letzten Woche. Die Argumente für einen starken Dollar sind indes weiterhin gut verankert."
(19.09.2019/alc/a/a)
Ferridge habe kommentiert: "Der FOMC hat in seiner September-Sitzung die allgemein erwartete Leitzinssenkung um 25 Basispunkte - die vom Markt zu 100% eingepreist war - geliefert, schob damit aber die Aussichten auf eine deutlich gelockerte Geldpolitik wieder in die Ferne. Der Markt hatte für dieses Jahr mit einer weiteren Senkung gerechnet und mit mindestens drei für die nächsten 12 Monate. Die "Hinter-dem-Komma-Stellen" der FOMC haben diese nachgiebige Haltung jedoch nicht bestätigt, und obwohl die FED die Tür für weitere Senkungen offengelassen hat, ist die Sache damit noch lange nicht abgeschlossen. Allgemein verbesserte inländische Daten, der höchste Kern-VPI-Wert seit 2008 und eigene Modelle, die darauf hinweisen, dass die Zinsen weitgehend auf Eis liegen sollten, erklären die Haltung der Fed. Eine weniger akkommodierende Fed dürfte für risikobehaftete Anlagen (Aktien und High-Beta/EM-FX) nichts Gutes bedeuten und auch zu einer weiteren Umkehrung der Zinskurve führen. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Dollar auf neue Höchststände erholt."
Lesné habe kommentiert: "Wie allgemein erwartet hat der FOMC den Leitzins auf seiner Sitzung am Mittwoch, den 18. September, um 25 Basispunkte gesenkt. Dabei hat er es jedoch versäumt, die Botschaft der geldpolitischen Lockerung zu vermitteln, die sich der Markt gewünscht hätte, sondern sich weitere Informationen für die Dezember-Sitzung aufgespart. Eine positive Wende bei den Konjunkturüberraschungsindikatoren für die US-Wirtschaft und ein Aufwärtstrend des Kern-CPI (von Niedrigständen) haben die FED in die schwierige Lage gebracht, dass dem Druck der Trump-Regierung nachgegeben wird. Dieser Hintergrund, der sich nicht so nachgiebig gestaltet wie erwartet, könnte sich auf risikobehaftete Anlagen belastend auswirken, während die Renditen etwas stärker steigen könnten. Wir erwarten aber nicht, dass die Bewegungen so stark sein werden wie in der letzten Woche. Die Argumente für einen starken Dollar sind indes weiterhin gut verankert."
(19.09.2019/alc/a/a)


