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FED-Entscheidung: Auswirkungen des Corona-Virus für die Märkte derzeit wichtiger
30.01.20 13:15
State Street Global Markets
Boston (www.anleihencheck.de) - Wie allgemein erwartet, war die erste FOMC-Sitzung des neuen Jahrzehnts praktisch ein bedeutungsloses Ereignis, da die Zinssätze weiter auf Eis gelegt sind und die Stellungnahme der FED weitgehend unverändert blieb, so Lee Ferridge, Leiter Multi-Asset Strategy Americas bei State Street Global Markets.
Die FED habe allerdings den IOER-Satz (den sie für die Überschussreserven der Banken bei der US-Notenbank zahle) um 5 Basispunkte angehoben, was den Rückgang des effektiven Zinssatzes in den letzten Wochen widerspiegele. Dies dürfe jedoch nur als ein technischer Schritt betrachtet werden und sollte nicht als eine Verschärfung der Politik, sondern lediglich als "Feinabstimmung" interpretiert werden. Die US-Notenbank bleibe abwartend, wobei die Messlatte für eine Erhöhung oder eine Senkung scheinbar recht hoch sei, wenngleich die Messlatte für eine weitere Lockerung viel niedriger liege als die für eine Erhöhung.
Das größte Interesse habe dem Liquiditätsprogramm der FED gegolten, auch wenn diese jede größere Entscheidung erneut auf spätere Sitzungen verschoben habe. All dies dürfte sich kaum auf die Märkte auswirken, da die Ausbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen auf Wachstum und Anlagepreise für die Märkte derzeit viel wichtiger seien. Es sei davon auszugehen, dass die Renditen weiterhin unter Druck bleiben würden, sofern sich das Virus weiter ausbreite, während der US-Dollar durch seinen Safe-Hafen-Status wahrscheinlich erneut profitieren werde. (30.01.2020/alc/a/a)
Die FED habe allerdings den IOER-Satz (den sie für die Überschussreserven der Banken bei der US-Notenbank zahle) um 5 Basispunkte angehoben, was den Rückgang des effektiven Zinssatzes in den letzten Wochen widerspiegele. Dies dürfe jedoch nur als ein technischer Schritt betrachtet werden und sollte nicht als eine Verschärfung der Politik, sondern lediglich als "Feinabstimmung" interpretiert werden. Die US-Notenbank bleibe abwartend, wobei die Messlatte für eine Erhöhung oder eine Senkung scheinbar recht hoch sei, wenngleich die Messlatte für eine weitere Lockerung viel niedriger liege als die für eine Erhöhung.
Das größte Interesse habe dem Liquiditätsprogramm der FED gegolten, auch wenn diese jede größere Entscheidung erneut auf spätere Sitzungen verschoben habe. All dies dürfte sich kaum auf die Märkte auswirken, da die Ausbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen auf Wachstum und Anlagepreise für die Märkte derzeit viel wichtiger seien. Es sei davon auszugehen, dass die Renditen weiterhin unter Druck bleiben würden, sofern sich das Virus weiter ausbreite, während der US-Dollar durch seinen Safe-Hafen-Status wahrscheinlich erneut profitieren werde. (30.01.2020/alc/a/a)


