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FED: Dollar wertet nach den Kommentaren von Bullard und Mester auf


17.02.23 10:45
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Chef der FED von St. Louis, James Bullard, und die Chefin der FED von Cleveland, Loretta Mester, äußerten sich hawkish zur geldpolitischen Lage in den USA und signalisierten eine mögliche Anhebung um 50 Basispunkte im März, so die Experten von XTB.

Infolgedessen preise der Markt eine Anhebung um 50 Basispunkte im März mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 18% ein. Die gestrigen US-Erzeugerpreise (PPI) seien die höchsten seit Juni 2022 gewesen.

Bullard:

- "Die jüngsten Daten haben den Märkten vor Augen geführt, dass der Kampf gegen die Inflation ein langer sein wird. Ich schließe eine Unterstützung für 50 Basispunkte auf der März-Sitzung nicht aus."

- "Auf der letzten FED-Sitzung habe ich mich für eine Anhebung um 50 Basispunkte ausgesprochen, um früher ein angemessenes restriktives Niveau zu erreichen."

- "Die Wirtschaft wächst schneller als bisher angenommen, die Arbeitslosigkeit ist niedriger als erwartet und die Produktion liegt über dem Potenzial. Das Wachstum dürfte sich abschwächen, und die Arbeitslosigkeit dürfte sich wieder normalisieren."

- "Die Inflationserwartungen des Marktes sind jetzt relativ niedrig, aber die FED riskiert eine Wiederholung der 1970er Jahre, wenn sie die Inflation nicht bald senkt."

- "Ich halte derzeit ein Zinshoch in der Spanne von 5,25% bis 5,5% für angemessen."

Mester:

- "In diesem Jahr sind keine Zinssenkungen erforderlich, und das Hauptaugenmerk liegt jetzt auf der Anhebung der Zinsen. Die FED hat mehr zu tun, um die Inflation zu kontrollieren."

- "Weitere Inflationsüberraschungen könnten die FED zu einer aggressiveren Straffung der Politik veranlassen, das Tempo der Zinserhöhungen könnte sich beschleunigen."

- "Bereits auf der letzten FOMC-Sitzung gab es überzeugende Argumente für eine Anhebung um 50 Basispunkte."

- "Es ist noch nicht sicher, dass die FED die Zinssätze auf der nächsten FOMC-Sitzung um höhere Beträge anheben muss."

- "Die jüngsten Daten zeigen, dass die Nachfrage in der Wirtschaft nicht wie von uns erwartet nachlässt. Ich rechne mit einer weiteren Reduzierung der Bilanzsumme."

- "Eine Rezession wäre nicht gut, aber sie könnte eintreten - es könnte ein Jahr dauern, bis wir die vollen Auswirkungen der Zinserhöhungen sehen."

- "Die FED hat nicht die Absicht, ihr 2%-Ziel zu ändern - wie weit die Zinsen über 5% steigen werden, hängt von den Daten ab."

Der US-Dollar habe gegenüber anderen Währungen aufgewertet. Der US-Dollar-Index sei auf über 104,40 gestiegen. Der SMA100 im H4 nähere sich dem SMA200 und könnte ein bullisches Signal liefern. Es gebe auch ein "Three White Soldiers"-Muster. (17.02.2023/alc/a/a)