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FED-Chef Powell: Keine besondere Eile bezüglich Zinssenkungen
26.06.25 09:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - FED-Chef Powell hat bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress keine besondere Eile bezüglich Zinssenkungen erkennen lassen, so die Analysten der Helaba.
Zwar stehe die Tür für einen Schritt offen, noch aber seien die konjunkturellen und inflationären Auswirkungen der Trumpschen Zollpolitik unsicher. Die Notenbank sehe sich einem möglichen Zielkonflikt konfrontiert. Während die Inflation tendenziell steigen könnte, würden die Konjunkturrisiken zunehmen. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung sei auf die heute anstehenden Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter verwiesen. Diese seien im April wegen schwacher Boeing-Bestellungen deutlich gesunken. Im Mai aber habe es bei Boeing wieder deutlich mehr Aufträge gegeben. Offensichtlich habe die Reise von US-Präsident Trump in den Nahen Osten Früchte getragen. So zeichne sich ein kräftiger Auftragsanstieg ab, wobei die Konsensschätzung noch übertroffen werden könnte. Frage sich nur, ob es auch ohne den volatilen Transportsektor zu einer Erholung gekommen sei.
Auf Interesse würden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stoßen, die sich auf einem erhöhten Niveau eingependelt hätten. Zwar sei dies mit einem Beschäftigungsaufbau kompatibel, scheinbar lasse die Dynamik am Arbeitsmarkt aber nach. Morgen würden die privaten Konsumausgaben nebst den dazugehörigen Deflatoren den Datenkalender in dieser Woche abrunden. Alles in allem dürften die Zinssenkungserwartungen wohl nicht forciert werden. Diese seien seit der FOMC-Entscheidung in der letzten Woche etwas gestiegen und bis zum Ende dieses Jahres würden zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten wieder vollständig eingepreist. (26.06.2025/alc/a/a)
Zwar stehe die Tür für einen Schritt offen, noch aber seien die konjunkturellen und inflationären Auswirkungen der Trumpschen Zollpolitik unsicher. Die Notenbank sehe sich einem möglichen Zielkonflikt konfrontiert. Während die Inflation tendenziell steigen könnte, würden die Konjunkturrisiken zunehmen. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung sei auf die heute anstehenden Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter verwiesen. Diese seien im April wegen schwacher Boeing-Bestellungen deutlich gesunken. Im Mai aber habe es bei Boeing wieder deutlich mehr Aufträge gegeben. Offensichtlich habe die Reise von US-Präsident Trump in den Nahen Osten Früchte getragen. So zeichne sich ein kräftiger Auftragsanstieg ab, wobei die Konsensschätzung noch übertroffen werden könnte. Frage sich nur, ob es auch ohne den volatilen Transportsektor zu einer Erholung gekommen sei.
Auf Interesse würden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stoßen, die sich auf einem erhöhten Niveau eingependelt hätten. Zwar sei dies mit einem Beschäftigungsaufbau kompatibel, scheinbar lasse die Dynamik am Arbeitsmarkt aber nach. Morgen würden die privaten Konsumausgaben nebst den dazugehörigen Deflatoren den Datenkalender in dieser Woche abrunden. Alles in allem dürften die Zinssenkungserwartungen wohl nicht forciert werden. Diese seien seit der FOMC-Entscheidung in der letzten Woche etwas gestiegen und bis zum Ende dieses Jahres würden zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten wieder vollständig eingepreist. (26.06.2025/alc/a/a)


