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FED: Abwarten und Beobachten ist die neue Haltung


04.02.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Abwarten und Beobachten ist die neue Haltung der FED, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Wegen der nachlassenden weltweiten Konjunkturdynamik und der herausfordernden Entwicklungen an den Finanzmärkten werde das Konzept der Datenabhängigkeit jetzt neu interpretiert. Während gute US-Konjunkturdaten wie der am Freitag veröffentlichte, überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht zuvor als Anlass für Leitzinserhöhungen gedient hätten, würden diese jetzt nicht mehr ausreichen. Die Ergebnisse ihres heute erscheinenden Senior Loan Officer Surveys dürfte die FED dennoch weiter im Auge haben. Denn die regelmäßige Umfrage zu den Kreditvergabebedingungen der US-Banken zeige zwar seit einiger Zeit eine regelmäßige Lockerung der Bedingungen an, diese sei zuletzt aber immer weniger stark ausgefallen.

Durch die abwartende Haltung der FED könnte die Zinsstrukturkurve jedoch wieder steiler werden, was das Bankengeschäft erleichtere und dadurch den Trend zu weiter sinkenden Vergabebedingungen weiter stützen sollte. Ein lockereres Umfeld für die Kreditvergabe sollte die US-Konjunktur jedoch auch zukünftig weiter stärken. Das könnte der FED Rückenwind für einen nächsten Zinsschritt im Juni liefern. Auf Basis von Terminkontrakten rechne der Markt dieses Jahr allerdings noch mit keiner weiteren Anhebung. Eine Anpassung der Markterwartungen dürfte eine allzu starke Dollar-Abwertung verhindern. (04.02.2019/alc/a/a)