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FED: 2019 wird für US-Notenbankchef Powell eine härtere Probe werden
27.09.18 13:00
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - James McCann, Senior Global Economist bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert die gestrige Entscheidung der FED:
Diese Zinserhöhung sei keine Überraschung. Dennoch werde der Verzicht auf das Signal, dass die Geldpolitik noch immer "zurückhaltend" (accomodative) sei, einige zum Stirnrunzeln veranlassen. Dies könnte als Anzeichen gewertet werden, dass die FED ihre Strategieanpassung in dieser Phase vorsichtig testen wolle. Oder es könnte einfach den Wunsch des Notenbankpräsidenten widerspiegeln, weniger konkrete Orientierung zu diesen Themen zu geben - zumal die Zinsprognosen unverändert geblieben seien und das Wachstum leicht nach oben angepasst worden sei.
Powell habe wirklich nicht mehr verraten, als das, was in den Zahlen gestanden habe. Dies sei noch ein weiteres Beispiel dafür, dass er es vorziehe, selbst weniger zu kommunizieren und in erster Linie die Daten sprechen zu lassen. Diese Haltung sei im Moment in Ordnung, denn die Aufgabe der FED sei relativ einfach. Die Veränderungen in der Handelspolitik seien noch nicht in die Zahlen eingepreist, die Wirtschaft spüre immer noch den Stimulus-Effekt von Trumps Fiskalschub und die Wellen, welche die Straffung der FED an den globalen Märkten ausgelöst habe, seien noch nicht wieder an der US-Küste angekommen. Aber all diese Dinge würden sich im nächsten Jahr ändern. 2019 werde für Powell eine härtere Probe werden. (27.09.2018/alc/a/a)
Diese Zinserhöhung sei keine Überraschung. Dennoch werde der Verzicht auf das Signal, dass die Geldpolitik noch immer "zurückhaltend" (accomodative) sei, einige zum Stirnrunzeln veranlassen. Dies könnte als Anzeichen gewertet werden, dass die FED ihre Strategieanpassung in dieser Phase vorsichtig testen wolle. Oder es könnte einfach den Wunsch des Notenbankpräsidenten widerspiegeln, weniger konkrete Orientierung zu diesen Themen zu geben - zumal die Zinsprognosen unverändert geblieben seien und das Wachstum leicht nach oben angepasst worden sei.
Powell habe wirklich nicht mehr verraten, als das, was in den Zahlen gestanden habe. Dies sei noch ein weiteres Beispiel dafür, dass er es vorziehe, selbst weniger zu kommunizieren und in erster Linie die Daten sprechen zu lassen. Diese Haltung sei im Moment in Ordnung, denn die Aufgabe der FED sei relativ einfach. Die Veränderungen in der Handelspolitik seien noch nicht in die Zahlen eingepreist, die Wirtschaft spüre immer noch den Stimulus-Effekt von Trumps Fiskalschub und die Wellen, welche die Straffung der FED an den globalen Märkten ausgelöst habe, seien noch nicht wieder an der US-Küste angekommen. Aber all diese Dinge würden sich im nächsten Jahr ändern. 2019 werde für Powell eine härtere Probe werden. (27.09.2018/alc/a/a)


