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Expansive Notenbanken sprechen für Gold
03.06.20 11:45
Swisscanto Invest
Zürich (www.anleihencheck.de) - Nun gibt es keine Zweifel mehr, dass die globale Wirtschaft in diesem Jahr so stark schrumpfen wird, wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg, so die Experten von Swisscanto Invest.
Der Monat April markiere dabei den konjunkturellen Tiefpunkt. Die Konsumenten würden vielerorts bereits wieder optimistischer beziehungsweise weniger pessimistisch in die Zukunft blicken, doch würden nun viele Länder schrittweisen Lockerung der einschränkenden behördlichen Maßnahmen beginnen. Die von uns prognostizierte Erholung im 2. Halbjahr ist somit auf gutem Weg, wenn auch die Prognoseunsicherheit nach wie vor ausgesprochen groß ist, so die Experten von Swisscanto Invest. Für die wirtschaftliche Erholung würden riesige Summen versprochen. So habe die Europäische Kommission Ende Mai ein Wiederaufbauprogramm von 750 Milliarden Euro präsentiert.
Die US-Notenbank setze ihre unbeschränkten Wertpapierkäufe von Staatsanleihen, Hypothekenpapieren und Unternehmensanleihen fort. Auch die Europäische Zentralbank bleibe ihrer expansiven Geldpolitik treu, was die Anleihenkurse stütze. Die tiefe Rezession werde den Euro belasten und die Renditeaufschläge in den Peripheriestaaten hochhalten. Die Realrenditen hätten weiteres Rückgangspotenzial, sodass sich die Opportunitätskosten von Gold verringern würden.
Die Investoren an den Aktienmärkten würden sich erstaunlich zuversichtlich zeigen und den schwachen Wirtschaftsdaten keine Beachtung mehr schenken, wie die kräftige Erholung seit Ende März belege. Offenbar würden die Anleger bereits über das konjunkturelle Wellental hinweg blicken. Ein zusätzliches Kaufargument würden die im Zuge der enorm expansiven Geldpolitik nochmals gesunkenen Renditen liefern, die Aktien immer noch vergleichsweise attraktiv erscheinen lassen würden. Die so genannte Risikoprämie habe sich wegen der höheren Aktienkurse zwar eingeengt, liege aber in den USA und in den meisten anderen Aktienmärkten immer noch recht deutlich über dem langjährigen Durchschnitt
Mittlerweile habe der MSCI Welt rund zwei Drittel des Einbruchs im Februar und März wieder aufgeholt. Gleichzeitig hätten die Finanzanalysten ihre Gewinnprognosen um rund 25 Prozent reduziert. Folglich sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Dimensionen vorgedrungen, die letztmalig zu Zeiten der Technologieblase registriert worden seien. Tatsächlich würden sich höhere KGV zum Teil mit der expansiven Geldpolitik und den damit verbundenen niedrigeren Zinsen rechtfertigen lassen. Sollte sich die Konjunktur wie von den Experten von Swisscanto Invest erwartet ab der zweiten Jahreshälfte erholen, sei allerdings wieder mit leicht steigenden Zinsen zu rechnen. Zudem würden die Experten von Swisscanto Invest davon ausgehen, dass das Gewinnniveau von vor der Pandemie so schnell nicht wieder erreicht werde und auch bei den Dividendenzahlungen Enttäuschungen lauern würden. Insgesamt spreche dies für wieder sinkende KGV.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden nicht nur die Gewinne einbrechen lassen. Die meisten Unternehmen würden derzeit auch keine Ausblicke in die Zukunft wagen. In diesem Umfeld erhöhter Unsicherheit sehen wir nach wie vor die Aktienregionen im Vorteil, die die geringsten Gewinneinbußen erwarten lassen, so Experten von Swisscanto Invest. Dies sei nicht nur eine Frage der Geschäftsfelder, also der Sektorzugehörigkeit der Unternehmen, sondern auch der wirtschaftspolitischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Hier sähen die Experten größere Risiken in der Eurozone, denn die höhere Schuldenlast der Unternehmen und Staaten dürfte die Solidarität der Währungsgemeinschaft weiter auf die Probe stellen.
Bei den Schwellenländern würden die Experten von Swisscanto Invest Chancen und Risiken nach wie vor als ausgeglichen erachten. Ihren Prognosen zufolge werde sich die Konjunktur zwar deutlich besser entwickeln als in den Industriestaaten. Für die Aktienmärkte seien aber die globale Investorenstimmung und die US-Dollar-Entwicklung entscheidend. Diesbezüglich würden die Experten Gegenwind erwarten. Aufgrund der Branchenzusammensetzung, ihrer Gewinnerwartungen und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden die Experten von Swisscanto Invest die Schweiz und die USA weiterhin als attraktiv erachten.
In der zweiten Hälfte des vergangenen Monats hätten sich die Finanzdienstleister und die zyklischen Sektoren deutlich besser als die defensiven entwickelt. Investoren hätten auf einen kräftigen konjunkturellen Aufschwung in den kommenden Monaten gesetzt. Auch die Experten von Swisscanto Invest würden von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausgehen, würden bei einigen Zyklikern und den Finanzdienstleistern aber vorsichtig bleiben. Der wirtschaftliche Schock der vergangenen Monate dürfte bald zu einem Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen führen und damit die Banken belasten. Zudem zeichne sich ab, dass Banken ihre Kreditkonditionen weiter verschärfen würden. Die Kreditnachfrage sollte demnach tendenziell sinken. Außerdem würden Banken von der Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen profitieren. Je größer sie sei, also je steiler die Zinsstrukturkurve, desto besser.
Auch bei den zyklischen Industriewerten würden die Experten von Swisscanto Invest nur mit vorübergehendem Rückenwind rechnen. Der globale Einbruch der Kapazitätsauslastungen und Gewinne dürften die Investitionstätigkeit dämpfen. Dagegen sollte der Technologiesektor allerdings weiter vom gegenwärtigen Digitalisierungsschub profitieren.
Seit März 2020 gehöre Gold klar zu den Gewinnern unter den Edelmetallen. Die Investment-Nachfrage sei für die Richtung des Goldpreises entscheidend. Die weiterhin starke Nachfrage der ETF-Investoren habe den Goldpreis in den vergangenen Monaten in die Höhe getrieben. Die nach wie vor ultraexpansiven Notenbanken würden die Opportunitätskosten für Gold weiter reduzieren. Die unbegrenzten Wertpapierkäufe der US-Notenbank hätten die Realrendite der 10-jährigen inflationsgeschützten Staatsanleihen bereits auf -0,4 Prozent gedrückt. Würden sie in die Richtung der Tiefststände aus dem Jahr 2012 sinken, seien bei Gold neue Höchststände möglich. Die Konvergenz der US-Zinsen im Vergleich zum globalen Zinsniveau bewirke zudem, dass der US-Dollar an Attraktivität einbüße, was Gold ebenfalls unterstütze. (03.06.2020/alc/a/a)
Der Monat April markiere dabei den konjunkturellen Tiefpunkt. Die Konsumenten würden vielerorts bereits wieder optimistischer beziehungsweise weniger pessimistisch in die Zukunft blicken, doch würden nun viele Länder schrittweisen Lockerung der einschränkenden behördlichen Maßnahmen beginnen. Die von uns prognostizierte Erholung im 2. Halbjahr ist somit auf gutem Weg, wenn auch die Prognoseunsicherheit nach wie vor ausgesprochen groß ist, so die Experten von Swisscanto Invest. Für die wirtschaftliche Erholung würden riesige Summen versprochen. So habe die Europäische Kommission Ende Mai ein Wiederaufbauprogramm von 750 Milliarden Euro präsentiert.
Die US-Notenbank setze ihre unbeschränkten Wertpapierkäufe von Staatsanleihen, Hypothekenpapieren und Unternehmensanleihen fort. Auch die Europäische Zentralbank bleibe ihrer expansiven Geldpolitik treu, was die Anleihenkurse stütze. Die tiefe Rezession werde den Euro belasten und die Renditeaufschläge in den Peripheriestaaten hochhalten. Die Realrenditen hätten weiteres Rückgangspotenzial, sodass sich die Opportunitätskosten von Gold verringern würden.
Die Investoren an den Aktienmärkten würden sich erstaunlich zuversichtlich zeigen und den schwachen Wirtschaftsdaten keine Beachtung mehr schenken, wie die kräftige Erholung seit Ende März belege. Offenbar würden die Anleger bereits über das konjunkturelle Wellental hinweg blicken. Ein zusätzliches Kaufargument würden die im Zuge der enorm expansiven Geldpolitik nochmals gesunkenen Renditen liefern, die Aktien immer noch vergleichsweise attraktiv erscheinen lassen würden. Die so genannte Risikoprämie habe sich wegen der höheren Aktienkurse zwar eingeengt, liege aber in den USA und in den meisten anderen Aktienmärkten immer noch recht deutlich über dem langjährigen Durchschnitt
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden nicht nur die Gewinne einbrechen lassen. Die meisten Unternehmen würden derzeit auch keine Ausblicke in die Zukunft wagen. In diesem Umfeld erhöhter Unsicherheit sehen wir nach wie vor die Aktienregionen im Vorteil, die die geringsten Gewinneinbußen erwarten lassen, so Experten von Swisscanto Invest. Dies sei nicht nur eine Frage der Geschäftsfelder, also der Sektorzugehörigkeit der Unternehmen, sondern auch der wirtschaftspolitischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Hier sähen die Experten größere Risiken in der Eurozone, denn die höhere Schuldenlast der Unternehmen und Staaten dürfte die Solidarität der Währungsgemeinschaft weiter auf die Probe stellen.
Bei den Schwellenländern würden die Experten von Swisscanto Invest Chancen und Risiken nach wie vor als ausgeglichen erachten. Ihren Prognosen zufolge werde sich die Konjunktur zwar deutlich besser entwickeln als in den Industriestaaten. Für die Aktienmärkte seien aber die globale Investorenstimmung und die US-Dollar-Entwicklung entscheidend. Diesbezüglich würden die Experten Gegenwind erwarten. Aufgrund der Branchenzusammensetzung, ihrer Gewinnerwartungen und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden die Experten von Swisscanto Invest die Schweiz und die USA weiterhin als attraktiv erachten.
In der zweiten Hälfte des vergangenen Monats hätten sich die Finanzdienstleister und die zyklischen Sektoren deutlich besser als die defensiven entwickelt. Investoren hätten auf einen kräftigen konjunkturellen Aufschwung in den kommenden Monaten gesetzt. Auch die Experten von Swisscanto Invest würden von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausgehen, würden bei einigen Zyklikern und den Finanzdienstleistern aber vorsichtig bleiben. Der wirtschaftliche Schock der vergangenen Monate dürfte bald zu einem Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen führen und damit die Banken belasten. Zudem zeichne sich ab, dass Banken ihre Kreditkonditionen weiter verschärfen würden. Die Kreditnachfrage sollte demnach tendenziell sinken. Außerdem würden Banken von der Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen profitieren. Je größer sie sei, also je steiler die Zinsstrukturkurve, desto besser.
Auch bei den zyklischen Industriewerten würden die Experten von Swisscanto Invest nur mit vorübergehendem Rückenwind rechnen. Der globale Einbruch der Kapazitätsauslastungen und Gewinne dürften die Investitionstätigkeit dämpfen. Dagegen sollte der Technologiesektor allerdings weiter vom gegenwärtigen Digitalisierungsschub profitieren.
Seit März 2020 gehöre Gold klar zu den Gewinnern unter den Edelmetallen. Die Investment-Nachfrage sei für die Richtung des Goldpreises entscheidend. Die weiterhin starke Nachfrage der ETF-Investoren habe den Goldpreis in den vergangenen Monaten in die Höhe getrieben. Die nach wie vor ultraexpansiven Notenbanken würden die Opportunitätskosten für Gold weiter reduzieren. Die unbegrenzten Wertpapierkäufe der US-Notenbank hätten die Realrendite der 10-jährigen inflationsgeschützten Staatsanleihen bereits auf -0,4 Prozent gedrückt. Würden sie in die Richtung der Tiefststände aus dem Jahr 2012 sinken, seien bei Gold neue Höchststände möglich. Die Konvergenz der US-Zinsen im Vergleich zum globalen Zinsniveau bewirke zudem, dass der US-Dollar an Attraktivität einbüße, was Gold ebenfalls unterstütze. (03.06.2020/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XC0009655157 | 965515 | 5.594 $ | 3.124 $ | |


