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Eurozone: Zinsgipfel dürfte erklommen sein
19.10.23 08:35
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Konjunktur in der Eurozone dürfte im dritten Quartal bestenfalls stagnieren, eine Schrumpfung erscheint wahrscheinlicher, so die Analysten von Postbank Research.
Der Gesamt-PMI sei im September nur leicht von 46,7 auf 47,2 Punkte gestiegen und somit in dem Bereich geblieben, der eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität signalisiere. Mit nun 43,4 Punkten habe sich der Industrie-PMI geringfügig verschlechtert. Der PMI der Dienstleistungen sei leicht von 47,9 auf 48,7 Punkte gestiegen.
Die Inflationsrate sei im September unerwartet deutlich von 5,2 auf 4,3 Prozent gesunken. Analysten hätten im Schnitt einen Rückgang auf 4,5 Prozent prognostiziert. Die Kerninflation sei von 5,3 auf 4,5 Prozent gesunken - erwartet worden seien 4,8 Prozent.
Die EZB habe im September trotz der schwachen Makrodaten eine weitere Zinserhöhung auf den Weg gebracht. Zwar habe Präsidentin Lagarde in der anschließenden Pressekonferenz alle Türen für weitere Schritte offen gelassen. Gemeinhin werde jedoch an den Märkten vermutet, dass der Zinsgipfel nun erreicht sein dürfte.
An den Zinsterminmärkten seien deshalb mögliche weitere Erhöhungen komplett ausgepreist worden. Eine erste Zinssenkung werde aktuell für den Juli 2024 eingepreist. Die dahinterstehende Annahme scheine zu sein, dass die EZB der FED folgen dürfte. Eine längere Phase hoher Leitzinsen erscheine jedoch nicht unwahrscheinlich. Die Rendite zehnjähriger Bunds sei seit Anfang September von 2,45 auf ein Zwölf-Jahres-Hoch bei 3,02 Prozent gestiegen, dann aber wieder auf 2,70 Prozent gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten dürfte sie bei rund 2,50 Prozent notieren. (Ausgabe Zinsbulletin Oktober 2023) (19.10.2023/alc/a/a)
Der Gesamt-PMI sei im September nur leicht von 46,7 auf 47,2 Punkte gestiegen und somit in dem Bereich geblieben, der eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität signalisiere. Mit nun 43,4 Punkten habe sich der Industrie-PMI geringfügig verschlechtert. Der PMI der Dienstleistungen sei leicht von 47,9 auf 48,7 Punkte gestiegen.
Die EZB habe im September trotz der schwachen Makrodaten eine weitere Zinserhöhung auf den Weg gebracht. Zwar habe Präsidentin Lagarde in der anschließenden Pressekonferenz alle Türen für weitere Schritte offen gelassen. Gemeinhin werde jedoch an den Märkten vermutet, dass der Zinsgipfel nun erreicht sein dürfte.
An den Zinsterminmärkten seien deshalb mögliche weitere Erhöhungen komplett ausgepreist worden. Eine erste Zinssenkung werde aktuell für den Juli 2024 eingepreist. Die dahinterstehende Annahme scheine zu sein, dass die EZB der FED folgen dürfte. Eine längere Phase hoher Leitzinsen erscheine jedoch nicht unwahrscheinlich. Die Rendite zehnjähriger Bunds sei seit Anfang September von 2,45 auf ein Zwölf-Jahres-Hoch bei 3,02 Prozent gestiegen, dann aber wieder auf 2,70 Prozent gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten dürfte sie bei rund 2,50 Prozent notieren. (Ausgabe Zinsbulletin Oktober 2023) (19.10.2023/alc/a/a)


