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Eurozone: Warnzeichen für Deflation bis Anfang 2020 nicht mehr vorhanden


26.11.19 10:30
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - Das Wachstum und die Inflation in der Eurozone sind in diesem Jahr massiv ins Stocken geraten, so Michael Metcalfe, Head of Global Macro Strategy bei State Street Global Markets, im Kommentar zur Deflation in der Eurozone.

Während sich die Wachstumsdaten nur sehr schleppend verbessern würden, dürften die eingehenden Inflationsdaten beginnen, sich konstruktiver zu zeigen. Bei einer Gesamtinflation von unter einem Prozent würden sich die politischen Entscheidungsträger vor den Risiken einer Deflation hüten. Die von PriceStats erfassten Online-Preise im gesamten Euroraum würden hier jedoch Anlass zur Hoffnung geben. Nachdem die offizielle Inflation in den letzten sechzehn Monaten gesunken sei, habe sich die Online-Inflation stabilisiert. Nach den aktuellen Trends dürfte sie bis zum Jahresende steigen, da die entsprechenden Preisrückgänge im vergangenen Jahr um diese Zeit aus der Berechnung herausfallen würden. Sofern die offiziellen Daten dem entsprechen würden, werde zumindest ein Warnzeichen für eine Deflation (eine Inflation von unter einem Prozent) bis Anfang 2020 nicht mehr vorhanden sein. (26.11.2019/alc/a/a)