Erweiterte Funktionen

Eurozone: Vorläufige Verbraucherpreisindices im Fokus


27.02.24 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone dürfte das Hauptaugenmerk in dieser Woche eindeutig auf den vorläufigen VPI-Daten für Februar liegen, nachdem sowohl die Gesamtinflation (2,8% ggü. Vorjahr) als auch die Kerninflation (3,3% ggü. Vorjahr) im Januar gegenüber den Dezemberwerten um ein Zehntel gesunken sind, so die Analysten von Postbank Research.

Nichtsdestotrotz hätten diese über den Konsenswerten gelegen, was die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung seitens der EZB habe abnehmen lassen. Während die Inflation bei unverarbeiteten Nahrungsmitteln, Industriegütern und Energie zurückgegangen sei, sei sie bei Dienstleistungen mit 4,0% erhöht geblieben, was auf einen anhaltenden Preisdruck, insbesondere durch die Löhne, hindeute. Daher dürften Arbeitsmarktdaten von Interesse sein.

Am Freitag werde die Arbeitslosenquote der Eurozone für Januar bekannt gegeben, welche im Dezember mit 6,4% den niedrigsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung erreicht habe. Am Mittwoch erwarte man die Ergebnisse der monatlichen Umfrage der Europäischen Kommission zur wirtschaftlichen Einschätzung. Der Gesamtindikator sei vom Siebenmonatshoch im Dezember (96,3) auf 96,2 im Januar gesunken, wobei eine Verschlechterung bei Verbrauchern, Einzelhändlern und Bauunternehmen zu verzeichnen gewesen sei.

Im Nachgang zu den US-Inflationszahlen dürften sowohl die EZB als auch die Markteilnehmer die anstehenden Verbraucherpreisindices der Eurozone genau analysieren. (Ausgabe vom 26.02.2024) (27.02.2024/alc/a/a)