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Eurozone: Vorläufige VPIs für November


26.11.24 09:39
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die wichtigste Datenveröffentlichung in der Eurozone dürfte in dieser Woche die vorläufige Verbraucherpreisinflation (VPI) für November sein, denn die Oktoberzahlen haben die Argumente für eine zurückhaltendere Haltung in Bezug auf Zinssenkungen gestärkt, da die Preissteigerung offenbar noch nicht vollständig gebremst ist, so die Analysten von Postbank Research.

Die Gesamtinflation sei gegenüber September um 0,3 Prozentpunkte auf 2,0% ggü. Vorjahr gestiegen, während die Kerninflation unverändert bei 2,7% gelegen habe. Die Ergebnisse der monatlichen Umfrage der EZB zu den Verbrauchererwartungen würden heute zeigen, von welchem Inflationsniveau die Verbraucher in der Eurozone in den nächsten 12 Monaten/3 Jahren ausgehen würden. Die Daten vom September hätten gezeigt, dass der Median der Inflationserwartungen für die nächsten 12 Monate in der Eurozone von 2,7% im August auf 2,4% gesunken sei und damit den niedrigsten Stand seit September 2021 erreicht habe.

Am Donnerstag werde man das Verbrauchervertrauen für die Eurozone für November und die Ergebnisse der monatlichen Umfrage der Europäischen Kommission zur wirtschaftlichen Einschätzung erhalten. Im Oktober sei der Wirtschaftsklimaindikator (ESI) von den nach oben revidierten 96,3 im September auf 95,6 gesenkt worden und habe damit den niedrigsten Wert seit Februar erreicht. Aus Deutschland erhalte man heute die Zahlen zum Ifo-Geschäftsklima für November. Am Mittwoch würden das GfK-Verbrauchervertrauen für Dezember und die Einzelhandelsumsätze für Oktober veröffentlicht.

Fazit: Günstige Inflationszahlen im November könnten der EZB den Weg für die Ankündigung einer weiteren Zinssenkung auf der nächsten geldpolitischen Sitzung im Dezember ebnen. (Ausgabe vom 25.11.2024) (26.11.2024/alc/a/a)