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Eurozone: Verbesserte Konjunktur- und steigende Inflationsdaten erwartet
07.05.18 12:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - In den vergangenen Wochen rückten die unerwartet schwachen Wirtschaftsdaten für die Eurozone ins Blickfeld der Finanzmärkte, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die letzte Woche veröffentlichte Schnellschätzung für die Inflation im Monat April und das BIP im ersten Quartal dürften die Verunsicherung weiter erhöht haben. Vor allem der Rückgang der Teuerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel auf 0,7% p.a. (Kernrate) sei für viele überraschend gekommen. Die Analysten der RBI schätzen die osterbezogene Verzerrung, die sich im Monat Mai auflösen sollte, auf rund 0,2 Prozentpunkte. Ein weiterer dämpfender Einmaleffekt von ca. 0,2 Prozentpunkten werde sich im Monat Oktober auflösen. Somit reiche bereits eine geringe Zunahme des zugrunde liegenden Preisdrucks, um die Kernrate bis Jahresende Richtung 1,5% p.a. zu führen.
In Bezug auf die Konjunkturdaten sind wir ebenfalls zuversichtlich, dass das Gros an enttäuschenden Veröffentlichungen hinter uns liegt, so die Analysten der RBI. Bereits in der laufenden Woche sollten positive Meldungen überwiegen. Mit dem sentix-Index werde der erste Konjunkturfrühindikator für den Monat Mai veröffentlicht. Diese Umfrage sei eng mit der Entwicklung auf den europäischen Aktienmärkten korreliert. Wegen der jüngst steigenden Aktienkurse rechnen die Analysten der RBI mit einer Aufhellung der Stimmung bei den befragten Finanzmarktakteuren.
Etwas handfestere Informationen für die Wirtschafseinschätzung würden sich aus den anstehenden Industriedaten ergeben. Vor allem in Deutschland rechne man mit einem merklichen Plus bei den Aufträgen und der Produktion im Vergleich zum Vormonat. Auch in Spanien und Italien sollte der Industrieoutput zugelegt haben. Lediglich für die Industrieproduktion in Frankreich seien die Analysten nach dem starken Anstieg im Vormonat und dem deutlichen Einknicken der PMI Output-Komponente wenig zuversichtlich.
Wie von uns erwartet drückte in der abgelaufenen Woche die Kombination aus vorsichtiger Kommunikation von EZB-Direktoriumsmitgliedern und schwachen Wirtschaftsdaten die Rendite für deutsche Staatsanleihen erneut nach unten, so die Analysten der RBI. Wie ebenfalls bereits letzte Woche ausgeführt, würden die Analysten in den kommenden Monaten jedoch mit einer Trendwende hin zu verbesserten Konjunktur- und steigenden Inflationsdaten rechnen. Insofern würden sie die jüngste Verlagerung der Markterwartungen für eine erste Zinsanhebung weit in die zweite Jahreshälfte 2019 als nicht nachhaltig erachten. Dementsprechend gehen die Analysten der RBI bis Jahresmitte weiterhin von einem Renditeanstieg bei deutschen Anleihen und einer Versteilung der Renditekurve aus. (Ausgabe vom 04.05.2018) (07.05.2018/alc/a/a)
Die letzte Woche veröffentlichte Schnellschätzung für die Inflation im Monat April und das BIP im ersten Quartal dürften die Verunsicherung weiter erhöht haben. Vor allem der Rückgang der Teuerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel auf 0,7% p.a. (Kernrate) sei für viele überraschend gekommen. Die Analysten der RBI schätzen die osterbezogene Verzerrung, die sich im Monat Mai auflösen sollte, auf rund 0,2 Prozentpunkte. Ein weiterer dämpfender Einmaleffekt von ca. 0,2 Prozentpunkten werde sich im Monat Oktober auflösen. Somit reiche bereits eine geringe Zunahme des zugrunde liegenden Preisdrucks, um die Kernrate bis Jahresende Richtung 1,5% p.a. zu führen.
Etwas handfestere Informationen für die Wirtschafseinschätzung würden sich aus den anstehenden Industriedaten ergeben. Vor allem in Deutschland rechne man mit einem merklichen Plus bei den Aufträgen und der Produktion im Vergleich zum Vormonat. Auch in Spanien und Italien sollte der Industrieoutput zugelegt haben. Lediglich für die Industrieproduktion in Frankreich seien die Analysten nach dem starken Anstieg im Vormonat und dem deutlichen Einknicken der PMI Output-Komponente wenig zuversichtlich.
Wie von uns erwartet drückte in der abgelaufenen Woche die Kombination aus vorsichtiger Kommunikation von EZB-Direktoriumsmitgliedern und schwachen Wirtschaftsdaten die Rendite für deutsche Staatsanleihen erneut nach unten, so die Analysten der RBI. Wie ebenfalls bereits letzte Woche ausgeführt, würden die Analysten in den kommenden Monaten jedoch mit einer Trendwende hin zu verbesserten Konjunktur- und steigenden Inflationsdaten rechnen. Insofern würden sie die jüngste Verlagerung der Markterwartungen für eine erste Zinsanhebung weit in die zweite Jahreshälfte 2019 als nicht nachhaltig erachten. Dementsprechend gehen die Analysten der RBI bis Jahresmitte weiterhin von einem Renditeanstieg bei deutschen Anleihen und einer Versteilung der Renditekurve aus. (Ausgabe vom 04.05.2018) (07.05.2018/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


