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Eurozone: Trend zu niedrigeren Renditen hält unvermindert an
26.06.19 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Europäische Staatsanleihen waren auch im Mai sehr gefragt und verbuchten erneut Kursgewinne, so die Experten von Union Investment.
Damit halte der Trend zu niedrigeren Renditen bereits seit sieben Monaten an. Die als sicher geltenden Papiere aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden seien vor allem in der ersten Monatshälfte gefragt gewesen, als sich der Handelsstreit zwischen China und den USA unerwartet zugespitzt habe. Lange Zeit habe es nach einer Lösung ausgesehen. Zu Monatsbeginn hätten sich aber beide Seiten mit neuen Schutzzöllen übersät. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen habe sich dabei ihrem Allzeittiefstand bei rund -0,2 Prozent genähert.
Risikobehaftete Papiere wie Peripherieanleihen seien in diesem Umfeld leicht unter Druck geraten, hätten sich aber zur Monatsmitte wieder gefangen. Eine Ausnahme hätten über weite Strecken Schuldverschreibungen aus Italien dargestellt. Im Vorfeld der Europawahlen habe die populistische Regierung allerhand kostspielige Wahlversprechen gemacht, die - wenn alle in Kraft treten würden - die italienische Staatsverschuldung stark steigen lassen würden. Eine Konfrontation mit der Europäischen Union wäre dann vorprogrammiert. Zum Monatsende hin habe sich die Lage aber wieder beruhigt.
Hoch im Kurs gestanden hätten hingegen Papiere aus Portugal und Griechenland. Der Ratingausblick für portugiesische Staatsanleihen habe sich von "stabil" auf "positiv" verbessert. In den nächsten Monaten werde damit eine weitere Verbesserung der Bonitätseinschätzung wahrscheinlich. Die Rendite zehnjähriger Anleihen habe die Marke von einem Prozent unterschritten. Im Oktober 2018 habe sie noch oberhalb von zwei Prozent gelegen.
Ein Allzeitrenditetief hätten griechische Staatspapiere erreicht. Die Europawahl habe eine Verschiebung der Mehrheiten in der politischen Landschaft aufgezeigt. Für Juni seien daraufhin Neuwahlen angekündigt worden. Den Umfragen zufolge dürfte das Zepter dann an eine marktfreundlichere Regierung übergehen, weshalb die Renditen weiter zurückgekommen seien.
In Summe hätten sich europäische Staatsanleihen im Mai, gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index, um 1,1 Prozent verteuert. Die Analysten von Postbank Research würden mit Blick auf die schwachen Konjunkturdaten vorerst nicht mit nennenswert höheren Renditen rechnen. (Ausgabe vom 25.06.2019) (26.06.2019/alc/a/a)
Damit halte der Trend zu niedrigeren Renditen bereits seit sieben Monaten an. Die als sicher geltenden Papiere aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden seien vor allem in der ersten Monatshälfte gefragt gewesen, als sich der Handelsstreit zwischen China und den USA unerwartet zugespitzt habe. Lange Zeit habe es nach einer Lösung ausgesehen. Zu Monatsbeginn hätten sich aber beide Seiten mit neuen Schutzzöllen übersät. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen habe sich dabei ihrem Allzeittiefstand bei rund -0,2 Prozent genähert.
Hoch im Kurs gestanden hätten hingegen Papiere aus Portugal und Griechenland. Der Ratingausblick für portugiesische Staatsanleihen habe sich von "stabil" auf "positiv" verbessert. In den nächsten Monaten werde damit eine weitere Verbesserung der Bonitätseinschätzung wahrscheinlich. Die Rendite zehnjähriger Anleihen habe die Marke von einem Prozent unterschritten. Im Oktober 2018 habe sie noch oberhalb von zwei Prozent gelegen.
Ein Allzeitrenditetief hätten griechische Staatspapiere erreicht. Die Europawahl habe eine Verschiebung der Mehrheiten in der politischen Landschaft aufgezeigt. Für Juni seien daraufhin Neuwahlen angekündigt worden. Den Umfragen zufolge dürfte das Zepter dann an eine marktfreundlichere Regierung übergehen, weshalb die Renditen weiter zurückgekommen seien.
In Summe hätten sich europäische Staatsanleihen im Mai, gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index, um 1,1 Prozent verteuert. Die Analysten von Postbank Research würden mit Blick auf die schwachen Konjunkturdaten vorerst nicht mit nennenswert höheren Renditen rechnen. (Ausgabe vom 25.06.2019) (26.06.2019/alc/a/a)


