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Eurozone: Märkte preisen frühe Zinswende ein
08.12.23 14:12
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Konjunktur in der Eurozone ist im dritten Quartal gemäß der Erstschätzung um 0,1 Prozent geschrumpft, so die Analysten von Postbank Research.
Der Gesamt-PMI sei im November zwar von 46,5 auf 47,6 Punkte gestiegen. Er sei somit jedoch in dem Bereich geblieben, der eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität signalisiere. Mit nun 44,2 Punkten habe sich der Industrie-PMI moderat verbessert. Der PMI der Dienstleistungen sei unerwartet von 47,8 auf 48,7 Punkte gestiegen.
Die Inflationsrate sei im November unerwartet deutlich von 2,9 auf 2,4 Prozent gesunken. Analysten hätten im Schnitt einen Rückgang auf 2,7 Prozent prognostiziert. Auch die Kerninflation habe deutlicher als erwartet von 4,2 auf 3,6 Prozent zurückgesetzt.
Die EZB kommuniziere zwar weiter Wachsamkeit gegenüber unerwünschten Inflationsentwicklungen. Nur wenig bis gar nichts deute jedoch darauf hin, dass sie noch einmal die Leitzinsen erhöhen könnte. Im Gegenteil, nun stelle sich eher die Frage nach ersten Zinssenkungen.
Die Zinsterminmärkte würden diese Frage sehr forsch beantworten: Eine erste Zinssenkung werde mittlerweile mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits für den März 2024 eingepreist, und damit vor dem Termin für die FED. Für das Gesamtjahr 2024 würden Anfang Dezember 150 Basispunkte an Zinssenkungen erwartet. Die Rendite zehnjähriger Bunds habe Anfang November noch bei 2,80 Prozent notiert, sei dann aber Anfang Dezember auf rund 2,21 Prozent gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie wieder etwas höher bei rund 2,60 Prozent notieren. (Zinsbulletin Dezember 2023) (08.12.2023/alc/a/a)
Der Gesamt-PMI sei im November zwar von 46,5 auf 47,6 Punkte gestiegen. Er sei somit jedoch in dem Bereich geblieben, der eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität signalisiere. Mit nun 44,2 Punkten habe sich der Industrie-PMI moderat verbessert. Der PMI der Dienstleistungen sei unerwartet von 47,8 auf 48,7 Punkte gestiegen.
Die EZB kommuniziere zwar weiter Wachsamkeit gegenüber unerwünschten Inflationsentwicklungen. Nur wenig bis gar nichts deute jedoch darauf hin, dass sie noch einmal die Leitzinsen erhöhen könnte. Im Gegenteil, nun stelle sich eher die Frage nach ersten Zinssenkungen.
Die Zinsterminmärkte würden diese Frage sehr forsch beantworten: Eine erste Zinssenkung werde mittlerweile mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits für den März 2024 eingepreist, und damit vor dem Termin für die FED. Für das Gesamtjahr 2024 würden Anfang Dezember 150 Basispunkte an Zinssenkungen erwartet. Die Rendite zehnjähriger Bunds habe Anfang November noch bei 2,80 Prozent notiert, sei dann aber Anfang Dezember auf rund 2,21 Prozent gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie wieder etwas höher bei rund 2,60 Prozent notieren. (Zinsbulletin Dezember 2023) (08.12.2023/alc/a/a)


