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Eurozone: Lohn- und Inflationsdruck legen moderat zu
31.08.18 11:00
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich bis zur Jahresmitte deutlich erhöht und lag im Juli mit 2,1% p.a. sogar leicht über dem Zielbereich der Europäischen Zentralbank, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Allerdings sei der Anstieg der Teuerung nur von einer relativ kleinen Gütergruppe getragen. Hauptverantwortlich für den gesteigerten Preisauftrieb sei ein kräftiger Anstieg des Ölpreises. Die Marke Brent habe - in Euro gerechnet - im Juli rund 50% über dem Vorjahresniveau notiert. Damit verbunden sei ein Schub bei den Energiepreisen (Juli 9,4% p.a.). Ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (Kernrate) liege jedoch die Inflationsrate mit 1,1% p.a. noch immer auf einem moderaten Niveau und in der Bandbreite der letzten viereinhalb Jahre.
Legt man unsere Prognose für den EUR/USD Wechselkurs und den Ölpreis zugrunde, so wird sich der inflationserhöhende Einfluss der Energiepreise in den kommenden Monaten reduzieren und im Laufe des Jahres 2019 gänzlich abgebaut haben, so die Analysten der RBI. Dagegen würden die Analysten erwarten, dass die Kernrate in einen moderaten Aufwärtstrend einschwenke. Die aktuelle Konjunkturphase eines bereits fortgeschrittenen Aufschwungs sei gekennzeichnet von zunehmender Verknappung freier Kapazitäten am Arbeitsmarkt und in der Produktion. Dies spreche zum einen für ein Anziehen des Lohnzuwachses. Zum zweiten sollte es Unternehmen möglich sein, höhere Preise durchzusetzen und insbesondere höhere Kosten weiterzureichen.
Vor diesem Hintergrund denken wir, dass sich der zurückliegende Ölpreis- bzw. Energiepreisanstieg in den kommenden Monaten noch in weitere Güter- und Dienstleistungsgruppen verbreitern wird (indirekter Effekt), so die Analysten der RBI. Über höhere Löhne dürfte zudem nochmals stärker zeitverzögert und somit hauptsächlich im Jahr 2019 eine zweite preistreibende Welle anstehen (Zweitrundeneffekt). Auf Basis unserer Vorstellung von der Entwicklung der zukünftigen Entwicklung der Energiepreise und der Kernrate dürfte die Inflation bis Jahresende wieder klar unter die 2%-Marke zurückfallen, so die Analysten der RBI. Im Jahr 2019 rechne man damit, dass die Teuerung zumeist zwischen 1,5% und 2,0% p.a. verlaufen werde. (Ausgabe vom 30.08.2018) (31.08.2018/alc/a/a)
Allerdings sei der Anstieg der Teuerung nur von einer relativ kleinen Gütergruppe getragen. Hauptverantwortlich für den gesteigerten Preisauftrieb sei ein kräftiger Anstieg des Ölpreises. Die Marke Brent habe - in Euro gerechnet - im Juli rund 50% über dem Vorjahresniveau notiert. Damit verbunden sei ein Schub bei den Energiepreisen (Juli 9,4% p.a.). Ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (Kernrate) liege jedoch die Inflationsrate mit 1,1% p.a. noch immer auf einem moderaten Niveau und in der Bandbreite der letzten viereinhalb Jahre.
Legt man unsere Prognose für den EUR/USD Wechselkurs und den Ölpreis zugrunde, so wird sich der inflationserhöhende Einfluss der Energiepreise in den kommenden Monaten reduzieren und im Laufe des Jahres 2019 gänzlich abgebaut haben, so die Analysten der RBI. Dagegen würden die Analysten erwarten, dass die Kernrate in einen moderaten Aufwärtstrend einschwenke. Die aktuelle Konjunkturphase eines bereits fortgeschrittenen Aufschwungs sei gekennzeichnet von zunehmender Verknappung freier Kapazitäten am Arbeitsmarkt und in der Produktion. Dies spreche zum einen für ein Anziehen des Lohnzuwachses. Zum zweiten sollte es Unternehmen möglich sein, höhere Preise durchzusetzen und insbesondere höhere Kosten weiterzureichen.
Vor diesem Hintergrund denken wir, dass sich der zurückliegende Ölpreis- bzw. Energiepreisanstieg in den kommenden Monaten noch in weitere Güter- und Dienstleistungsgruppen verbreitern wird (indirekter Effekt), so die Analysten der RBI. Über höhere Löhne dürfte zudem nochmals stärker zeitverzögert und somit hauptsächlich im Jahr 2019 eine zweite preistreibende Welle anstehen (Zweitrundeneffekt). Auf Basis unserer Vorstellung von der Entwicklung der zukünftigen Entwicklung der Energiepreise und der Kernrate dürfte die Inflation bis Jahresende wieder klar unter die 2%-Marke zurückfallen, so die Analysten der RBI. Im Jahr 2019 rechne man damit, dass die Teuerung zumeist zwischen 1,5% und 2,0% p.a. verlaufen werde. (Ausgabe vom 30.08.2018) (31.08.2018/alc/a/a)
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