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Eurozone: Inflationsrate wird den Februar-Wert für absehbare Zeit nicht unterschreiten
03.04.18 10:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - In den Tagen nach Ostern ist der Datenkalender in der Eurozone gut bestückt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Anhand der vorliegenden Schnellschätzung der Einkaufsmanagerindices für Deutschland, Frankreich und die Eurozone könne auf das Ergebnis dieser Erhebungen für Italien und Spanien geschlossen werden. Sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch den Dienstleistungsbereich sei in beiden Ländern ein deutlicher Rückgang zu erwarten. Die Inflationsrate in der Eurozone habe im Februar mit 1,1% p.a. wohl das Tief in diesem Jahr verbucht. Die vorläufige Schätzung für März dürfte einen Anstieg von 0,3 Prozentpunkten ausweisen, die Kernrate (Teuerung ex Energie und Lebensmittel) sollte dabei in einem geringeren Ausmaß angezogen haben.
Am Arbeitsmarkt helle sich die Lage kontinuierlich auf, beispielsweise zeige die Arbeitslosenquote in der Eurozone einen stabilen Abwärtstrend. Die Analysten der RBI rechnen für Februar mit einem Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Des Weiteren von Interesse seien Industriedaten. In Deutschland habe der Auftragseingang im Januar einen starken Rückgang im Vergleich zum Vormonat verbucht. Erstens sollte daher die Produktion entsprechend zeitversetzt zurückgegangen sein, und so erwarte man im Februar einen verminderten Output. Zweitens sei bei den Aufträgen mit einer deutlichen Gegenbewegung zu rechnen. In Spanien rechnen die Analysten der RBI nach dem markanten Rückgang der Industrieproduktion im Januar mit einem merklichen Zuwachs im Februar.
Die Rendite für deutsche Staatsanleihen befinde sich aktuell am unteren Rand der von uns für die kommenden Monate erwarteten Handelsspanne, so die Analysten der RBI. Unterstreichen möchten die Analysten ihre Meinung mit dem Umstand, dass die am Markt gepreisten Inflationsaussichten zuletzt wieder auf ein sehr ambitioniertes Niveau zurückgefallen seien. Inflationsswaps würden die durchschnittliche Inflation in der Eurozone für die nächsten zwei Jahre bei knapp unter 1,3% p.a. handeln, für die nächsten fünf Jahre bei knapp unter 1,4% p.a. und für die nächsten zehn Jahre bei rund 1,5% p.a. Die Schätzung der Analysten für die Jahre 2018 bis 2020 liege klar über den kurzfristigen Markterwartungen. Die längerfristige Marktbepreisung stehe klar im Widerspruch zum Inflationsziel der Notenbank (im Schnitt knapp unter 2% p.a.), welches die Analysten als realistischen Richtwert erachten würden.
Bei der Analyse der Marktbepreisung der zukünftigen Inflationsentwicklung falle auf, dass diese sehr stark mit der zuletzt realisierten Inflationsrate korreliere. Die Inflationsrate werde in der Eurozone nach Meinung der Analysten den Februar-Wert für absehbare Zeit nicht unterschreiten. Vielmehr würden die Analysten bis Juni und dann im Jahr 2019 mit einem Anziehen der Inflation rechnen. Folglich sei zu erwarten, dass die gepreisten Inflationserwartungen in den kommenden Monaten ansteigen würden mit diesen die nominelle Rendite für deutsche Staatsanleihen. (Ausgabe vom 30.03.2018) (03.04.2018/alc/a/a)
Anhand der vorliegenden Schnellschätzung der Einkaufsmanagerindices für Deutschland, Frankreich und die Eurozone könne auf das Ergebnis dieser Erhebungen für Italien und Spanien geschlossen werden. Sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch den Dienstleistungsbereich sei in beiden Ländern ein deutlicher Rückgang zu erwarten. Die Inflationsrate in der Eurozone habe im Februar mit 1,1% p.a. wohl das Tief in diesem Jahr verbucht. Die vorläufige Schätzung für März dürfte einen Anstieg von 0,3 Prozentpunkten ausweisen, die Kernrate (Teuerung ex Energie und Lebensmittel) sollte dabei in einem geringeren Ausmaß angezogen haben.
Die Rendite für deutsche Staatsanleihen befinde sich aktuell am unteren Rand der von uns für die kommenden Monate erwarteten Handelsspanne, so die Analysten der RBI. Unterstreichen möchten die Analysten ihre Meinung mit dem Umstand, dass die am Markt gepreisten Inflationsaussichten zuletzt wieder auf ein sehr ambitioniertes Niveau zurückgefallen seien. Inflationsswaps würden die durchschnittliche Inflation in der Eurozone für die nächsten zwei Jahre bei knapp unter 1,3% p.a. handeln, für die nächsten fünf Jahre bei knapp unter 1,4% p.a. und für die nächsten zehn Jahre bei rund 1,5% p.a. Die Schätzung der Analysten für die Jahre 2018 bis 2020 liege klar über den kurzfristigen Markterwartungen. Die längerfristige Marktbepreisung stehe klar im Widerspruch zum Inflationsziel der Notenbank (im Schnitt knapp unter 2% p.a.), welches die Analysten als realistischen Richtwert erachten würden.
Bei der Analyse der Marktbepreisung der zukünftigen Inflationsentwicklung falle auf, dass diese sehr stark mit der zuletzt realisierten Inflationsrate korreliere. Die Inflationsrate werde in der Eurozone nach Meinung der Analysten den Februar-Wert für absehbare Zeit nicht unterschreiten. Vielmehr würden die Analysten bis Juni und dann im Jahr 2019 mit einem Anziehen der Inflation rechnen. Folglich sei zu erwarten, dass die gepreisten Inflationserwartungen in den kommenden Monaten ansteigen würden mit diesen die nominelle Rendite für deutsche Staatsanleihen. (Ausgabe vom 30.03.2018) (03.04.2018/alc/a/a)
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