Eurozone: Inflation zurück im Fokus


02.04.25 08:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die morgigen Zahlen zur Verbraucherpreisinflation (VPI) der Eurozone im März dürften die wichtigste Datenveröffentlichung der Woche sein, nachdem die Februar-Daten gezeigt haben, dass sowohl die Gesamtinflation mit 2,3% ggü. Vorjahr (Jan.: 2,5%) als auch die Kerninflation mit 2,6% ggü. Vorjahr (Jan.: 2,7%) im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen sind, so die Analysten von Postbank Research.

Die Konsensschätzungen würden auf eine weitere Abschwächung der Gesamtinflation ggü. Vorjahr hindeuten, während die Kerninflation praktisch unverändert bleiben dürfte. EZB Präsidentin Christine Lagarde habe betont, dass die nach wie vor schleppende Wirtschaft der Eurozone mit außerordentlichen Herausforderungen in den Bereichen Handel, Verteidigung und Klima konfrontiert sei. Das könnte Schwankungen der Inflationsraten verstärken und das Risiko eines hartnäckigeren Preisanstiegs erhöhen. Am Donnerstag würden die Analysten den Produzentenpreisindex (PPI) der Eurozone für Februar erwarten, der bis Dezember 2024 19 Monaten in Folge im negativen Bereich gelegen habe und wieder positiv ausfallen dürfte.

Zu guter Letzt werden wir morgen bzw. am Donnerstag die endgültigen HCOB Einkaufsmanagerindizes für März erhalten, so die Analysten von Postbank Research. Die vorläufigen Zahlen würden darauf hindeuten, dass der Composite-Index im März auf 50,4 gestiegen sei. Der Index für das verarbeitende Gewerbe habe mit 48,7 den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht, während der dominierende Dienstleistungssektor um 0,2 Punkte auf 50,4 zurückgegangen sei.

Bei schwachen Konjunkturdaten und steigenden Inflationssorgen würden die Märkte derzeit eine Zinssenkung am 17. April mit einer 85%-igen Wahrscheinlichkeit einpreisen. (Ausgabe vom 31.03.2025) (02.04.2025/alc/a/a)